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Berufsunfähigkeit durch Burnout: so kannst du dich schützen

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Lesezeit: 5-6 Minuten

Berufs­un­fä­hig­keit durch Bur­nout: so kannst du dich schüt­zen

Burnout, dieser Zustand körperlicher und emotionaler Erschöpfung, sich ausgebrannt fühlen, ist leider ein Sinnbild unserer schnelllebigen Zeit. Die Betroffenen haben kaum mehr die Energie, ihrem Beruf nachzugehen oder sich zu motivieren. Im schlimmsten Fall sind die Betroffenen durch den Burnout für eine längere Zeit nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Um den Wert der Arbeitskraft zu sichern, empfiehlt sich deshalb eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Außerdem gibt es im Vorfeld eines Burnouts einige Anzeichen, die frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Welche Signale für einen Erschöpfungszustand sprechen, welche Ursachen es dafür gibt, wann eine BU-Versicherung zahlt und worauf du beim Abschluss achten solltest, erfährst du hier.

Was ist ein Burnout?

Burnout beschreibt eine durch Überforderung, Überbelastung und fehlende Erholung ausgelöste ärztlich nachgewiesene Depression. Hinzu kommt der Verlust der Fähigkeit „abzuschalten“ und sich nachhaltig zu erholen. Der Unterschied zur Depression ist: die Entstehungsursache ist bekannt. Betroffene können nicht zur Ruhe kommen. Die Leistung lässt nach und aus diesem Grund setzen sie sich selbst noch mehr unter Druck. Ständige Erreichbarkeit, schlechter Schlaf und ein schwindendes Gefühl für sich selbst und den Körper können auch zu psychosomatischen Beschwerden führen, wie starke Magen-, Kopf- und Rückenschmerzen.

Auslöser und Anzeichen von Burnout-Syndrom

Es muss nicht immer der Job sein, der zur Erschöpfung führt. Gefährdet sind Menschen, die Angehörige pflegen und gleichzeitig die eigenen Kinder, den Job und den Haushalt im Griff haben müssen. Ebenso jene, die nie zur Ruhe kommen oder Urlaub machen können. Konflikte innerhalb einer Beziehung, mit Arbeitskollegen oder Dauerstress mit Nachbarn können ebenfalls zu einem Burnout-Syndrom führen. Bereits Schüler sind betroffen.

Das kann sich über einen langen Zeitraum und mehrere Phasen hinziehen. Von den ersten Anzeichen bis hin zur letzten Phase, in welcher der Grad der Erschöpfung und das Gefühl der Sinnlosigkeit am höchsten sind. Dann ist die Gefahr sehr hoch, dass die Patienten ihren Beruf für längere Zeit nicht mehr ausüben können und die Berufsunfähigkeit droht.

Deshalb ist es besonders wichtig, dass du achtsam bist und dich und deinen Körper beobachtest. Es gibt Anzeichen, die auf den Beginn dieser Erkrankung hinweisen. Wenn du diese frühzeitig erkennst, kann schnell gegengesteuert werden. 

  • Erschöpfung durch Stress
    Bist du schnell und immer wieder erschöpft und schaffst es nicht, dich zu erholen?
  • Lustlosigkeit und Frust
    Deine Arbeit ist Stress pur, sie macht dir keinen Spaß mehr. Du bist genervt und das Interesse an deinen Mitarbeitern, Kollegen oder deinem gesamten Umfeld ist ohne Empathie. Du bist zynisch und verbittert über deine Situation. Du spürst dich nicht mehr.
  • Wenig Leistungsfähigkeit
    Du hast Mühe dir Dinge zu merken, Entscheidungen zu treffen fällt dir schwer. Du bist ohne Ideen und ohne Kreativität für die Arbeit und dein Leben.

Falls du feststellst, dass sich deine psychische Gesundheit verschlechtert, solltest du dir in jedem Fall medizinischen Rat einholen. Zeigen sich Anzeichen einer Depression, solltest du schnell handeln, um nicht tiefer hineinzurutschen.
 
Berufsunfähig durch Burnout-Syndrom und was das bedeutet

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der Erwachsenen, die am Burnout-Syndrom erkrankt sind, auf 4,2 Prozent. Weitere Erhebungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen, dass Depression, Ausgebranntsein und andere psychische Erkrankungen zu den häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit zählen. Der steigende Stress und der Druck im Berufsleben sowie die Fallzahlen sprechen dafür. Für die Betroffenen eine unerträgliche Situation.

Die Patienten kommen aus nahezu allen Berufsgruppen und Branchen. Wird bei dir ein Burnout-Syndrom diagnostiziert, kann es sein, dass du mehrere Monate oder noch viel länger im Job ausfällst. Nach sechs Wochen endet die Lohnfortzahlung deines Arbeitgebers und das kann dich zusätzlich zur Krankheit in ziemlich große finanzielle Nöte bringen. Grundsätzlich gilt das auch für andere Krankheiten, die zur Berufsunfähigkeit führen können. Du giltst als berufsunfähig, wenn du für sechs Monate (oder länger) mindestens die Hälfte deiner beruflichen Leistungsfähigkeit wegen Krankheit/Unfall verloren hast. So regeln die meisten Top-Berufsunfähigkeitsversicherer eine Berufsunfähigkeit.  
Nicht immer springt die Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung ein. Falls der Antrag bewilligt wird, reicht die Leistung doch meist nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Es entsteht eine finanzielle Lücke, die du jedoch frühzeitig überbrücken kannst – mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung.
 
Für wen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Deine Arbeitskraft ist dein größtes Vermögen. Und das Risiko, sie zu verlieren, wird oft unterschätzt: Statistisch gesehen wird jeder Vierte im Laufe seines Lebens einmal berufsunfähig (Deutsche Aktuarvereinigung, Pressemitteilung 8. Juli 2021).

Wenn du deinen Beruf krankheits- oder unfallbedingt ganz oder teilweise aufgeben musst, sichert dir die Berufsunfähigkeitsversicherung ein regelmäßiges Einkommen. Diese monatliche Rente (BU-Rente) ermöglicht es dir, alle laufenden Kosten weiterhin zu tragen und deinen Lebensstandard möglichst beizubehalten.

Daher ist es zu deiner Sicherheit und zur Sicherheit deiner Familie ein großer Vorteil, wenn du frühzeitig eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Denn die Betroffenen sind oft nicht nur die Erkrankten.

Außerdem gut zu wissen: Je früher du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, desto günstiger ist der Beitrag. 

Worauf bei einer BU-Versicherung geachtet werden sollte

Wähle eine Gesellschaft, die professionell mit dem Risiko Berufsunfähigkeit umgeht. Analysen von Stiftung Warentest, Franke und Bornberg können dir den Durchblick geben.

Achte darauf, dass die Klausel „abstrakte Verweisung“ nicht in den Bedingungen steht. Tritt der Versicherungsfall ein, kann durch diese Klausel die Versicherung verlangen, dass du einen anderen Beruf ausübst, zu dem du noch in der Lage bist. Falls du mal in Teilzeit arbeiten willst, frag nach verbesserten Regelungen für Teilzeitbeschäftigte.
 
Wie Burnout verhindert werden kann

Im besten Fall kommt es gar nicht so weit, dass du nicht mehr arbeiten kannst. Um eine Überbelastung zu verhindern, kannst du zwei Ansätze verfolgen:

  • körperliche Gesundheit
    Sport, gesunde Ernährung und ausreichende Ruhephasen sind die Voraussetzung, um einer Erschöpfung vorzubeugen. Nimm dir die Zeit zu ruhen und deinem Körper frische Luft und Bewegung zu gönnen. Lerne deinen Körper kennen und reagiere auf Unstimmigkeiten. Versuche nie auf Kosten deiner Gesundheit deinen Beruf auszuüben.
  • mentale Gesundheit
    Arbeitest du in einem stressigen Beruf mit hoher Belastung (Pflege, soziale Berufe, etc.) nimm Supervisionsangebote und Weiterbildungsmaßnahmen zur Prävention in Anspruch. Pflege deine sozialen Kontakte, sprich mit Freunden und der Familie, nimm dir Zeit ohne Handy und E-Mail und hab Spaß in deiner freien Zeit. Delegiere, was sich abgeben lässt. Um körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen, mache Yoga oder meditiere.
  • Stärke dein Selbstwertgefühl
    Viele Menschen machen einzig sich selbst für gelegentliche, situationsbedingte Niederlagen verantwortlich. Als Arbeitnehmer beziehen sie – oft zu Unrecht – Fehlschläge automatisch auf sich persönlich, halten sich für nicht kompetent oder nicht leistungsfähig genug. Zum Thema Selbstwertgefühl gibt es einiges an Fachliteratur mit praktischen Übungsanleitungen – auch als Hörbuch, zum Beispiel: „Das Kind in dir muss Heimat finden“.

Fazit

Grundsätzlich ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine wichtige und oft auch notwendige Entscheidung für jeden. Denke auch an deine Familie. Wir empfehlen eine ausführliche und in die Tiefe gehende Beratung, um später im Versicherungsfall keine Überraschungen erleben zu müssen. 

Eine Generali Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Ihren Lebensstandard

Unsere Emp­feh­lung

Auch du könntest einmal auf die Hilfe Anderer angewiesen sein. Sichere dich mit der Berufsunfähigkeitsversicherung vor den Folgen einer Berufsunfähigkeit ab.

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