Rundum-Schutz
„Mädchen mögen keine Mathematik“, „Jungs mögen gerne die Farbe Blau“ oder „Das ist doch ein Männerberuf“ – Wie oft haben wir solche Sätze im Alltag schon gehört? Genau diese Glaubenssätze, fehlende weibliche Vorbilder und mangelnde Unterstützung des nahen Umfelds führen dazu, dass junge Frauen und Mädchen sich noch zu selten für einen Studiengang oder eine Karriere im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT) entscheiden.
Gleichzeitig fehlen in Deutschland nach einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft derzeit über 300.000 MINT-Arbeitskräfte. In den kommenden 5 Jahren wird mit einem zusätzlichen Bedarf von 700.000 beruflich qualifizierten MINT-Kräften gerechnet - die Defizite sind groß und auch die Versicherungswirtschaft ist betroffen.
An Initiativen und guten Absichten herrsche in der Politik und der Wirtschaft kein Mangel, aber die unterschiedlichen Initiativen würden nicht ideal ineinandergreifen.
Dr. Carmen Köhler unterstrich mit ihrem Lebensweg die Bedeutung von ermutigenden Worten in jungen Jahren. Ihre ungewöhnliche Karriere von der Frisörinnenausbildung, zum Mathematikstudium und zur Promotion in Physik, bis hin zur Karriere in verschiedenen Institutionen und Unternehmen im MINT-Bereich sei Dank einer einzigen Person möglich geworden, die ihr früh Mut gemacht und zugetraut habe, Mathematik zu studieren.
Die Perspektive der Generali – als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt – brachte Jean-Pierre Schmid ein, der darauf aufmerksam machte, dass Frauen und Männer zusammen starke und einzigartige Teams bilden und von einer Zusammenarbeit profitieren. Auch Unternehmen selbst würden profitieren: „Wir als Unternehmen sollten so divers sein wie unsere Kundschaft. Diversität ist für mich ein Business Case: Wenn ich divers bin, bin ich resilient. Wenn ich divers bin, bin ich attraktiver.“
Die Diskussion bot zahlreiche Perspektiven und Gründe für die Stärkung von Frauen im MINT-Bereich, wie etwa Vorteile für die Gesellschaft, Unternehmen und Frauen selbst. Gleichzeitig wurden wertvolle Ansätze und Strategien genannt, wie das gemeinsame Ziel erreicht werden könnte. Dazu zählt insbesondere das Schaffen weiblicher Vorbilder im MINT-Bereich.
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