Seelische Gesundheit
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Seelische Last: Die unsichtbare Epidemie
Stell dir vor, du leidest unter einer Krankheit, die niemand sehen kann. Eine seelische Last, die deinen Alltag erschwert und dein Wohlbefinden beeinträchtigt. Genau so geht es Menschen mit psychischen Erkrankungen. Allein in Deutschland sind 18 Millionen Menschen betroffen. Doch was steckt hinter diesem unsichtbaren Leiden?
Was sind psychische Erkrankungen?
Psychische Erkrankungen sind mehr als schlechte Tage oder vorübergehende Stimmungsschwankungen. Sie sind Störungen der seelischen Gesundheit, die das Handeln, Denken und Fühlen über einen längeren Zeitraum beeinträchtigen. Oft sind anhaltende Traurigkeit und Müdigkeit ein ständiger Begleiter. Zudem verlieren alltägliche Aktivitäten für Betroffene ihren Reiz.
Wie entwickeln sich psychische Erkrankungen?
Die Ursachen für psychische Erkrankungen sind vielfältig und komplex. Alltäglicher Stress, belastende Nachrichten sowie gesellschaftliche und wirtschaftliche Unsicherheiten spielen eine Rolle. Aber auch genetische Faktoren und persönliche Lebensumstände können dazu beitragen.
Wusstest du schon: Besonders häufig betroffen sind Frauen, junge Menschen und Menschen mit niedrigem Bildungsniveau. Forscher untersuchen zudem, wie die Gesundheit des Mikrobioms im Darm die Psyche beeinflusst. Gewonnene Erkenntnisse können zu vielen neuen Ansätzen in der Behandlung führen.
Häufige psychische Erkrankungen:
- Angststörungen: Etwa 15 Prozent der Deutschen sind betroffen. Sie äußern sich in übermäßiger Angst in Situationen, die für andere harmlos erscheinen.
- Depressionen: Rund acht Prozent der Bevölkerung leiden unter Depressionen. Diese Erkrankung beeinflusst die Stimmung tiefgreifend und kann das gesamte Leben stark beeinträchtigen.
- Suchterkrankungen: Hierzu zählen Abhängigkeiten von bestimmten Substanzen oder Verhaltensweisen. Alkohol ist das am häufigsten missbrauchte Suchtmittel in Deutschland.
Was tun bei psychischen Erkrankungen?
Psychische Erkrankungen lassen sich in vielen Fällen gut behandeln. Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, wie Entspannungstechniken, Psychotherapien bis hin zu medikamentösen Therapien. Der erste und wichtigste Schritt ist jedoch, das Problem zu erkennen und Hilfe zu suchen. Der Hausarzt kann beratend zur Seite stehen. Die konkrete Diagnose stellt ein Psychiater oder Psychotherapeut. Der Hausarzt kann an diese überweisen. Aber auch ohne Überweisung ist es möglich, eine psychotherapeutische Sprechstunde aufzusuchen.
Quellen:
Aktionsbündnis seelische Gesundheit (o.D.): Psychische Erkrankungen [online] https://www.seelischegesundheit.net/ [abgerufen am 30.07.2024]
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (o.D.): Zahlen und Fakten [online] https://www.dgppn.de/schwerpunkte/zahlenundfakten.html [abgerufen am 30.07.2024]
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (2024): Basisdaten psychische Erkrankung [online] https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/3067cbcf50e837c89e2e9307cecea8cc901f6da8/DGPPN_Factsheet_Kennzahlen.pdf [abgerufen am 30.07.2024]
Stiftung Gesundheitswesen (o.D.): Depression [online] https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depression/hintergrund [abgerufen am 30.07.2024]
Stiftung Gesundheitswesen (o.D.): Angststörungen [online] https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/angststoerung/hintergrund [abgerufen am 30.07.2024]
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