Generali Deutschland AG

Mit ihrem langfristig ausgerichteten Geschäft − beispielsweise in der privaten Vorsorge − und der Erfahrung im Risikomanagement ist die Versicherungswirtschaft so nachhaltig ausgerichtet wie kaum eine andere Branche. Deshalb ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung gerade für uns als Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer ein zentraler Bestandteil des unternehmerischen Werteverständnisses. Die erfolgreiche Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist für die Zukunftsorientierung und zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit von wesentlicher Bedeutung.

Mit einer verantwortungsvollen und umsichtigen Unternehmensführung wollen wir dazu beitragen, die unternehmerischen Anforderungen von Nachhaltigkeit und Betriebswirtschaft in Balance zu halten. Zudem sind wir bestrebt, das Thema Nachhaltigkeit gemäß den Kundenbedürfnissen verstärkt in unser Kerngeschäft − Kapitalanlage, Immobilienmanagement und Versicherungslösungen − zu integrieren. 

Im Tagesgeschäft bedeutet verantwortungsvolle Unternehmensführung, vorhandene Mittel und Leistungsfähigkeit wirksam einzusetzen, um Mehrwerte für unsere Stakeholder zu schaffen. So können Innovation und profitables Wachstum in Einklang mit einer positiven wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung stehen.

Die Generali Deutschland AG bestimmt als Management-Holding die strategische Entwicklung der Gruppe, schafft Synergien und koordiniert die geschäftlichen Aktivitäten. Die am Markt agierenden Unternehmen von Generali in Deutschland arbeiten jeweils mit verschiedenen Spartenschwerpunkten, einer differenzierten Produktpalette und einer konsequenten Ausrichtung auf ihre jeweiligen Vertriebswege.

Im Jahr 2007 schloss sich die internationale Generali Gruppe der UN Global Compact an. Die UN-Initiative fördert das Engagement von Unternehmen für die Einhaltung der 10 Grundsätze zu Menschenrechten, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung.

Die Generali Investments Deutschland Kapitalanlagegesellschaft mbH gehört zur Generali Investments S.p.A. Triest, der Asset Management Gesellschaft der Unternehmensgruppe. Weltweit verwalten etwa 410 Mitarbeiter ein Vermögen von rund 300 Milliarden Euro, davon rund 86 Milliarden Euro in Deutschland.

Globales Know-how, besonnenes Investitionsmanagement und die richtige Balance zwischen Risiko und mittel- bzw. langfristigem Gewinn bilden seit jeher die Basis der finanziellen Stabilität der Gruppe. Als institutioneller Anleger kommt uns eine wichtige Rolle zum Schutz der Umwelt, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung zu. Die Investitionspolitik der Generali Gruppe erfolgt nach strengen Grundregeln bezüglich Sicherheit, Zuverlässigkeit und Renditevorgaben. Spekulative Investitionen werden abgelehnt und es wird sorgfältig darauf geachtet, risikoreiche Investitionen zu vermeiden. Das gilt auch für ökologische und soziale Risiken.
Von der Kapitalanlage ausgeschlossen sind alle Emittenten, die aus ethischen oder ökologischen Gründen auf einer Sperrliste stehen. Diese Regelung betrifft den Direktbestand sowie den von Generali Investments verwalteten indirekten Bestand.

Der Code of Conduct (1,6 MB) fasst alle ethischen Prinzipien der Unternehmensgruppe zusammen.

Im Juni 2011 unterzeichnete die internationale Generali Gruppe die Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen (UN PRI). Die Prinzipien dienen als Leitfaden für die Umsetzung nachhaltiger Anlagestrategien.

Die Unterzeichner des Abkommens setzen sich dafür ein, dass sechs Prinzipien Bestandteil der Geschäftspraxis werden:

  • Einbezug von Umwelt-, Sozial- und Corporate Governance-Themen (Environmental, Social and Corporate Governance, ESG-Themen) in den Investmentprozess und die Aktionärspolitik
  • Angemessene Offenlegung in Bezug auf nachhaltige Aspekte bei den Unternehmen und Körperschaften, in die der jeweilige Unterzeichner investiert
  • Vorantreiben der Akzeptanz und der Umsetzung der PRI in der Investmentbranche
  • Zusammenarbeit mit anderen Unterzeichnern
  • Berichterstattung über die eigene Umsetzung der PRI

Der Fortschritt der Unterzeichner wird durch ein in den PRI enthaltenes Mandatory Reporting System begleitet.

Nachhaltigkeit ist gerade in der Immobilienwirtschaft eine wesentliche Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit und somit Herausforderung und Chance zugleich. Rund 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland gehen auf das Konto von Immobilien – daher hat kaum eine andere Branche ein ähnlich großes Potenzial, zu einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Aspekte der Nachhaltigkeit für das Immobilienmanagement zu berücksichtigen, ist bei von Generali in Deutschland schon lange gelebte Praxis. Schließlich leben wir damit unsere Überzeugung, dass der langfristige ökonomische Erfolg im Immobilienmanagement eng gekoppelt ist an sozial und ökologisch verantwortungsvolles Handeln.

Das Immobilienportfolio der Generali in Deutschland managt die deutsche Niederlassung der Generali Real Estate. Neben der Zertifizierung und Modernisierung einzelner Objekte des Immobilienbestandes setzt sie zahlreiche weitere Maßnahmen um, die dazu dienen sollen, die Nachhaltigkeitsperformance von Generali in Deutschland zu verbessern. Diese Maßnahmen sind im Überblick:

Nachhaltigkeitsscoring des Immobilienbestandes

Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat Generali in Deutschland ein Inhouse-Nachhaltigkeitsscoring in das Immobilienmanagement implementiert. Einmal jährlich wird das Immobilienportfolio einem Scoring-Prozess unterzogen, bei dem jeweils weit über 100 Key Performance Indicators (KPI) zur Immobilienbewertung dienen. Die Ergebnisse können gegen marktübliche Benchmarks und Zertifikate gespiegelt werden. Diese Art der Berichterstattung bietet einen vergleichsweise geringen Informationsverlust, ist relativ schnell und stets aktuell.

Die Software und die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die Bewertung eines Immobilien-Direktanlageportfolios wurden 2014 mit dem „BREEAM Badge of Recognition“ ausgezeichnet. DIFNI (Deutsches Privates Institut für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) ist BREEAM-Lizenznehmer für den deutschsprachigen Raum und würdigt damit die Vorreiterfunktion des neuen Nachhaltigkeits-Scorings.

Green Building Workshop

Ein Austausch über Best-Practice zum nachhaltigen Immobilienmanagement und zu weiteren Aspekten des „Green Building“ erfolgt länderübergreifend und fortlaufend im Rahmen des Green Building Workshops der internationalen Generali Gruppe. Darüber hinaus prüfen die für Deutschland zuständigen Immobilienexperten, inwieweit die Vorschläge eines externen Fachbüros zu Optimierungsmaßnahmen im Immobilienbestand umsetzbar sind.

Green Appendix für Gewerbemietverträge

Generali Real Estate hat einen Green Appendix („grünen Anhang“) für Gewerbemietverträge erarbeitet. Dieser soll dazu beitragen, dass Mieter und Vermieter künftig beim Abschluss von Mietverträgen stärker dazu angehalten werden, Nachhaltigkeitsaspekte sowie Energie- und Ressourceneffizienz zu berücksichtigen.

Nachhaltigkeitsaspekte bei Neuankäufen

Bei Neuankäufen sind Nachhaltigkeitsaspekte im Due-Diligence-Prozess enthalten. Due Diligence bezeichnet eine mit „gebotener Sorgfalt“ vorgenommene Risikoprüfung bei Immobilien. Die Ermittlung von Stärken, Schwächen und Risiken des jeweiligen Objektes spielt eine wichtige Rolle bei der Wertfindung des Objektes, bei der im Falle der Generali Real Estate auch Nachhaltigkeitskriterien Berücksichtigung finden.

Bauökologische Richtlinie

Eine konzernweite bauökologische Richtlinie gibt verbindliche baubiologische Mindestanforderungen vor und findet bei allen Baumaßnahmen im Direktbestand Anwendung.

GIF Arbeitskreis Nachhaltigkeit

Vertreter der deutschen Niederlassung der Generali Real Estate sind in die Arbeiten des Arbeitskreises Nachhaltigkeit in der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (GIF) eingebunden. Hier sind sie aktiv an der Entwicklung einer Anleitung zum Nachhaltigkeitsreporting in der Immobilienbranche beteiligt.

Immer mehr Menschen fühlen sich für die Auswirkungen ihres Konsumverhaltens auf die Umwelt, die Gesellschaft und deren weitere Entwicklung verantwortlich. Oft stehen daher bei Kaufentscheidungen nicht mehr alleine Preis und Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung im Fokus. Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem wichtigen Entscheidungskriterium.

Überträgt man diesen Gedanken des nachhaltigen Konsums auf die Versicherungswirtschaft, rücken neben Grundwerten wie finanzieller Stabilität, langfristiger Sicherheit, Flexibilität und Garantie auch hier nachhaltige Aspekte in den Produktfokus. Das bedeutet: Die Kombination von ökonomischen Vorteilen mit ökologischen und ethischen Kriterien wird für Kunden immer wichtiger.

Bereits heute bieten die Versicherer von Generali in Deutschland in den Sparten Leben, Kranken und Komposit Produkte mit ökologischem und ethisch-sozialem Mehrwert. In der Personenversicherung bieten unsere Leben- und unser Krankenversicherer beispielsweise passgenaue Lebensphasen-Produkte. Abgerundet wird das Produktangebot durch individuelle Assistance-Angebote, die beispielsweise individuellen Mobilitätsanforderungen oder den Auswirkungen einer älter werdenden Bevölkerung gerecht werden.

Der deutsche Konzern hat ein so genanntes Level Playing Field definiert. Dieses dient dazu, die fünf nachhaltigen Makrokriterien – Produkte, Prozesse, Transparenz, Beratung und Risikomanagement – im Versicherungsgeschäft zu identifizieren, zu bewerten und in einem konzernweiten Reifegradmodell weiterzuentwickeln.

Die internationale Generali Gruppe hat 2015 die Principles for Sustainable Insurance (PSI) der United Nations Environmental Programme Finance Initiative (UNEP-FI) unterzeichnet.

Die vier Prinzipien für die Versicherungsbranche definieren weltweit Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken. Als Unterzeichner der PSI verpflichtet sich die Generali Group,

  • relevante ESG (Environmental, Social, Governance)-Themen in ihre Entscheidungsprozesse einzubeziehen,
  • Risiken zu managen und Lösungen zu entwickeln,
  • gemeinsam mit Kunden und Stakeholdern daran zu arbeiten, Aufmerksamkeit für ESG-Belange zu steigern, entsprechende Aktivitäten innerhalb der Gesellschaft zu fördern und den ESG-Prozess öffentlich darzulegen.

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