Umwelt

Ökologische Verantwortung zu übernehmen, ist wichtiger Bestandteil und Grundlage unseres unternehmerischen Handelns. Um Energie und Ressourcen bewusst und angemessen einsetzen zu können, setzt Generali seit Langem auf Maßnahmen und Projekte zur Energie- und Ressourceneffizienz sowie zum Umwelt- und Emissionsschutz. Im Rahmen der Betriebsökologie stehen dabei vor allem das Facility Management, Green IT, der Beschaffungsprozess und die Optimierung des Geschäftsreiseverhaltens im Fokus.

Generali stellt sich der Verpflichtung, im unternehmerischen Handeln eine ökologisch verträgliche wirtschaftliche Entwicklung anzustreben. Das konzernweite Umweltmanagement sorgt für Einhaltung, Umsetzung und Weiterentwicklung der international gültigen Umwelt- und Klimapolitik der Gruppe.

Im Mittelpunkt dieser Politik stehen:

  • Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz der eigengenutzten Konzernliegenschaften
  • signifikante Minderung des CO2-Ausstoßes in allen Geschäftsprozessen
  • Verbesserung der Umwelteffizienz von IT- und Kommunikationsprozessen
  • Sicherstellung eines ökologischen und sozialverträglichen Beschaffungswesens
  • Minderung und Effizienzsteigerung der Geschäftsreiseaktivitäten

Umwelt- und Klimapolitik der Generali Gruppe (944 KB)

Im Rahmen der Betriebsökologie strebt Generali in Deutschland die größtmögliche Reduzierung der Umweltauswirkungen an, die sich aus dem gesamten Geschäftsbetrieb ergeben. Zentral dafür ist die Eigenverantwortung aller Konzerngesellschaften, Fachabteilungen und Mitarbeiter. Dies zahlt sich aus: Durch Einspar- und Synergieeffekte reduzieren wir nicht nur die Umweltauswirkungen, sondern auch die Ausgaben in allen Bereichen. Nähere Informationen zu den Umweltkennzahlen von Generali in Deutschland finden Sie hier.

Als zweitgrößter deutscher Erstversicherer verfügt die Generali in Deutschland über eine Vielzahl von selbst genutzten Verwaltungsstandorten, Vertriebsstellen und sonstigen Konzern-Liegenschaften. Dabei hat sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, nachhaltige Aspekte dauerhaft in das Facility Management zu integrieren. Im Rahmen von Instandhaltungs- und Investitionsentscheidungen werden Kostenminimierung, Energie- und Ressourceneffizienz sowie Emissionsschutz berücksichtigt.

Beleg hierfür ist unter anderem der vollständige Bezug von Strom (291 KB) aus regenerativen Energiequellen.

Der energie- und ressourcenschonende Betrieb von Gebäuden erfordert den Einsatz energiesparender Anlagen- und Gerätetechnik. Dabei ist der Best-Practice-Vergleich bezüglich der Effizienz und Umweltauswirkungen einzelner Standorte besonders wichtig. Unterstützt wird dieser Ansatz insbesondere durch das konzernweite Online-Messsystem zum kontinuierlichen Verbrauchsmonitoring.

In der Konzernzentrale der Generali Deutschland AG in Köln wird seit 2013 in einem konzernweiten Pilotprojekt eine Wettervorhersage-Steuerung getestet. Mit ihr lässt sich der Energieverbrauch in Gebäuden erheblich senken: Die intelligente Steuerung wertet lokale Wetterdaten und die Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes aus, um vorausschauend zu heizen oder zu kühlen. Alle Optimierungsmaßnahmen, die sich an einem Standort bewährt haben, werden im Rahmen eines Umwelt- und Energiemanagements analysiert und auf die Möglichkeit hin überprüft, sie an anderen Standorten umzusetzen.

Neben diesen Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneinsparung fördert das konzernweite Facility Management die Flächenreduktion und realisiert beispielsweise neue Arbeitsplatzwelten, die sich an den Bedürfnissen von verschiedenen Arbeitsplatztypen und Lebensphasen orientieren.

Bei Neubauprojekten und extern vermieteten Objekten unserer Immobiliengesellschaft Generali Real Estate fließen zudem alle Rahmenparameter von nachhaltigem Bauen in die Planung mit ein. Mehr über die Maßnahmen der Immobiliengesellschaft erfahren Sie hier.

Informations- und Kommunikationstechnologien verursachen in der Regel einen hohen Energieverbrauch. Besonders immer leistungsstärkere Rechenzentren tragen erheblich zur Steigerung des Energiebedarfs bei, was neben erhöhten Kosten auch gesteigerte Treibhausgasemissionen zur Folge haben kann. Umgekehrt bedeutet dies, dass der energie- und ressourceneffiziente Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, den Emissionsschutz im Unternehmen voranzubringen und die (Energie-)Kosten zu senken. Generali in Deutschland fasst seine Bestrebungen auf diesem Gebiet unter dem Thema „Green IT“ zusammen.

Rechenzentren

Die kostengünstige und energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechnologie stellt einen wichtigen Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie von Generali in Deutschland dar. Einen Schwerpunkt bildet der energetisch optimierte und ökologisch vorteilhafte Betrieb der Rechenzentren.

Am Standort Aachen betreibt Generali in Deutschland zwei Informationsverarbeitungszentren (IVZ). Bereits im Jahre 1988 wurden bei der Konzeption, Erstellung und Inbetriebnahme des ersten IVZ Gesichtspunkte der Energieeffizienz berücksichtigt. Die Erfahrungswerte aus dem Betrieb flossen direkt in die Planung des zweiten IVZ ein.

Die Green-IT-Bemühungen bleiben nicht unbemerkt: 2010 war die Informatikgesellschaft der Generali in Deutschland für den GreenIT Best Practices Award in der Kategorie „Energieeffiziente IT-Systeme“ nominiert.

Arbeitsplatzinfrastruktur

Zukünftige Anforderungen an neue Arbeitsprozesse sowie der daraus resultierende Ressourcen- und Energiebedarf der IT-Infrastruktur bilden Schwerpunkte unserer Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. In diesem Zusammenhang schreitet insbesondere die konzernweite Virtualisierung und Implementierung von Thin Clients voran.

Kommunikationsmedien

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie ist die Förderung innovativer Kommunikationstechnologien, beispielsweise von Video-, Online- und Telepresence-Konferenzsystemen. Ziel ist es dabei, Vielreisern eine Alternative zu kostenintensiven, zeitaufwendigen und vor allem umweltbelastenden Dienstreisen anzubieten. Als Ergebnis unserer Bemühungen konnten die Dienstreisekilometer in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich und signifikant gesenkt werden.

Auch in anderen Kommunikationsbereichen wird an der weiteren Optimierung der Informations- und Kommunikationstechnologien gearbeitet. So wird beispielsweise an der Reduzierung des konzernweiten Papierverbrauchs gearbeitet und nicht mehr benötigte Faxgeräte werden durch Fax-to-Mail- und Mail-to-Fax-Funktionen ersetzt.

Nachhaltigkeit ist auch in den Beschaffungsprozessen von Generali in Deutschland fest verankert. Bei der Lieferantenauswahl finden – neben ökonomischen Gesichtspunkten – auch Aspekte wie Umweltschutz und die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung im Sinne der Unternehmenspolitik Berücksichtigung. Beispiele für die erfolgreiche Integration von Nachhaltigkeitskriterien in unseren Beschaffungsprozess sind:

  • Bezug von 100 Prozent Strom aus regenerativen Energiequellen seit 2010
  • Einsatz von 100 Prozent FSC Kopierpapier seit 2011 und Umstellung auf 75-g-Papier
  • Reduzierung der CO2-Emissionen des Fuhrparks durch Emissionsobergrenzen für Dienstwagen

Für uns ist es ein strategisches Ziel, Beziehungen zu nationalen und lokalen Lieferanten in den Gebieten, in denen wir tätig sind, zu entwickeln. Dies wirkte sich positiv auf das soziale und wirtschaftliche Gefüge der Kommunen, in denen wir tätig sind, aus.

Um den möglicherweise negativen Umwelteinfluss unserer Geschäftsaktivitäten zu minimieren, bevorzugen wir Lieferanten, die Richtlinien zur sozialen Verantwortung verabschiedet haben und umweltfreundliche Geschäftspraktiken verfolgen. Die Zielsetzung der Generali Unternehmensgruppe ist es, mit Lieferanten und Dritten zusammenzuarbeiten, die unsere Werte und Unternehmensphilosophie teilen, und die sich für die Achtung der globalen Umwelt, der humanitären und persönlichen Rechte, der Sicherheit, Qualität und weiterer Faktoren einsetzen, die zum gesellschaftlichen Wohlergehen beitragen.

Ein wichtiger Baustein dieser Strategie ist der Generali Ethik Kodex für Lieferanten. Dieser enthält im Einklang mit dem Generali Code of Conduct Prinzipien für und Anforderungen an erfolgreiche Beziehungen mit Vertragspartnern und Lieferanten. Den Ethik Kodex für Lieferanten finden Sie hier.


Anfragen an das Group Procurement

Alle Lieferanten können sich in folgenden Belangen direkt per E-Mail an das Group Procurement wenden:

  • Fragen bezüglich der erwarteten Qualifikation und der Bewertung der Lieferanten
  • Fragen bezüglich der allgemeinen Verfahren im Einkauf
  • Empfehlungen
  • allen weiteren Fragen zu Lieferanten oder dem Einkauf selbst (z. B. Zahlungsbedingungen, Ansprechpartner).
  • Hinweis- und Warnmeldungen bzgl. einkaufsseitiger Praktiken und Verhaltensweisen

Alle Lieferanten, die Hinweise oder Warnungen bezüglich der Praktiken und des Verhaltens des Einkaufs geben wollen, die in gutem Glauben – selbst potenziell – als unangemessen oder unvereinbar mit dem Gesetz, dem ‚Code of Conduct‘, den ‚Group Rules‘ oder anderen Richtlinien erachtet werden, sind aufgefordert, dafür eine der im Abschnitt ‚Code of Conduct‘ angeführten Möglichkeiten auszuwählen.

Ein intelligentes Mobilitätsmanagement ist für Generali in Deutschland als zweitgrößtem deutschem Erstversicherungskonzern unerlässlich. Konzernweit kommt täglich bundesweit die dreistufige Strategie tausendfach in Einzelmaßnahmen zum Einsatz: Optimierung – Vermeidung – Verminderung. Mit einer neuen Dienstreiserichtlinie wurde zudem die jeweils volle erste Arbeitswoche eines Monats zur „No Travel Week“.

Die Dienstreisekilometer konnten im Verlauf der letzten Geschäftsjahre kontinuierlich und signifikant gesenkt werden. Nähere Informationen über die konzernweit angefallenen Geschäftsreisekilometer der Mitarbeitenden von Generali in Deutschland und zu sonstigen Umweltkennzahlen finden Sie hier.

DB Eco Programm

Im DB Eco Programm (1,15 MB) sind sämtliche Konzernmitarbeiter auf ihren dienstlichen Bahnreisen CO2-neutral unterwegs. Das Prinzip ist so einfach wie transparent: Die Deutsche Bahn AG speist für die Menge der bei den Geschäftsreisen verbrauchten Energie Strom aus deutschen, regenerativen Quellen in das Bahnstromnetz ein. Es findet eine jährliche Prüfung durch den TÜV statt.

Generali in Deutschland leistet durch interne Maßnahmen und Projekte sowie Beteiligung an externen Initiativen einen aktiven Beitrag zum Emissions- und Klimaschutz.

Um unserer Verantwortung gerecht zu werden, wurde bei Generali in Deutschland ein Projekt zur Reduktion der gesamten CO2-Emissionen umgesetzt. Ergebnis: In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 konnten die CO2-Emissionen gegenüber dem Bezugsjahr 2008 um jeweils mehr als 50 Prozent gesenkt werden. Die CO2-Emissionsbilanz von Generali in Deutschland finden Sie hier.

Basis für die Berechnung unserer CO2-Emissionen ist ein vom Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU) entwickeltes Bilanzierungstool, das auf den Kennzahlen des Greenhouse Gas Protocol (GHG) basiert. Auf dieser Grundlage werden die Emissionen nach dem Grad der Beeinflussbarkeit durch das berichtende Unternehmen in die Kategorien Scope 1, Scope 2 und Scope 3 unterteilt. Die Treibhausgasemissionen von Generali in Deutschland wurden in den Bereichen Scope 1 und Scope 2 für das Geschäftsjahr 2011 erstmalig durch die italienische Zertifizierungsorganisation RINA (Registro Italiano Navale) (152 KB) extern verifiziert und bestätigt.

Das Kerngeschäft eines Versicherers ist es, Risiken zu bewerten, zu managen und ein Versprechen auf die Zukunft abzugeben. Eine der Schlüsselfragen dabei ist, welche künftigen Schadenbelastungen durch Extremereignisse auf die Branche zukommen.

Der deutliche Anstieg an Elementarschadenereignissen, wie beispielsweise Sturm, Überschwemmungen oder Hagel, hat die Versicherungsbranche zum Projekt „Klimawandel“ veranlasst. Hauptziel des Projektes war es, die Zusammenhänge und Auswirkungen klimatischer Veränderungen branchenweit zu analysieren und zu bewerten. Im Ergebnis sind die deutschen Versicherer nun in der Lage, konkrete Schadenszenarien für Deutschland von heute bis zum Jahr 2100 zu Verfügung zu stellen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.