• 65 Prozent der 85- bis 99-Jährigen unterstützen Familienangehörige im Alltag
  • 85 Prozent beschäftigen sich intensiv mit dem Lebensweg ihrer Kinder und (Ur-)Enkel

Köln – Weit mehr als die Hälfte (65 Prozent) der Hochbetagten über 85 Jahre packt in der Familie noch mit an, die Hälfte (49 Prozent) unterstützt Angehörige finanziell. Das hat die Generali Hochaltrigenstudie ermittelt. „Die Unterstützung der eigenen Familie spielt auch bei Hochbetagten eine zentrale, geradezu daseinsrelevante Rolle“, sagt Loring Sittler, Leiter Generali Zukunftsfonds. Weitere Ergebnisse der Generali Hochaltrigenstudie: 85 Prozent der 85- bis 99-Jährigen beschäftigen sich intensiv mit dem Lebensweg der nachfolgenden Generationen in der Familie, 78 Prozent stehen jüngeren Familienangehörigen in regelmäßigen Gesprächen zur Seite. 29 Prozent geben sogar an, aus Rücksicht auf Familienangehörige ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Die Studie wurde konzipiert und durchgeführt vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, unterstützt vom Generali Zukunftsfonds und Ende März 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Ob im familiären oder im gesellschaftlichen Kontext – hochbetagte Menschen brauchen die Möglichkeit, sich für andere einzubringen, sich um andere sorgen zu können. Es trägt maßgeblich zu ihrer empfundenen Lebensqualität bei“, sagt Sittler. „Auch sehr alte Menschen sind eben nicht pauschal nur diejenigen, die es zu pflegen gilt, sondern sie spenden in einem hohen Maße Unterstützung und Anteilnahme.“

Allerdings geben auch 23 Prozent der Hochaltrigen an, dass es ihnen an Achtung, Zustimmung und Aufmerksamkeit innerhalb der Familie fehle. Insbesondere Vertrauen innerhalb der Familie bzw. zwischen den Generationen tragen aus Sicht der über 85-Jährigen dazu bei, dass alte Menschen sich einbringen können.

Die Generali Hochaltrigenstudie soll – in Fortsetzung der Generali Altersstudie – das in der Öffentlichkeit vorherrschende defizitäre Altersbild der Generation 85plus korrigieren. Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass die Entfaltungsmöglichkeiten von Hochbetagten in der öffentlichen Wahrnehmung nicht ausreichend berücksichtigt werden. Sichtbar sind in der öffentlichen Debatte überwiegend die Defizite, nicht aber die Potenziale des hohen Alters – dies führt zu einem nur unzureichend verwirklichten Anspruch sehr alter Menschen auf gesellschaftliche Teilhabe.

Befragt wurden rund 400 Personen im Alter von 85 bis 99 Jahren in biografischen Interviews sowie, in einem zweiten Teil, Mitarbeitende in Kommunen, Kirchen, Vereinen, Organisationen und Verbänden zu den Möglichkeiten und Grenzen der Teilhabe über 85-Jähriger (rund 800 beantwortete Fragebögen).

Weitere Informationen:
www.generali-zukunftsfonds.de
www.generali-altersstudie.de

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Der Generali Zukunftsfonds
Unter dem Leitthema „Der demografische Wandel – unsere gemeinsame Herausforderung“ bündelt die Generali Deutschland Holding AG seit 2008 die Aktivitäten ihres gesellschaftlichen Engagements im Generali Zukunftsfonds. Der Generali Zukunftsfonds steht unter der Leitung von Christoph Zeckra, Uwe Amrhein sowie Loring Sittler und unterstützt jährlich rund 40 Projekte mit dem Schwerpunkt „Förderung des Engagements von und für die Generation 55plus“. Darüber hinaus ist der Zukunftsfonds als Change-Manager, Vernetzer und Initiator im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements tätig. Wurden in der Aufbauphase besonders wirksame Best-Practice-Initiativen gefördert, erfolgen heute zunehmend Investitionen in die Infrastruktur von Freiwilligenarbeit.

Generali Deutschland Gruppe
Die Generali Deutschland Gruppe ist mit rund 18,1 Mrd. € Beitragseinnahmen und mehr als 13,5 Millionen Kunden der zweitgrößte Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt. Zur Generali Deutschland Gruppe gehören unter anderem Generali Versicherungen, AachenMünchener, CosmosDirekt, Central Krankenversicherung, Advocard Rechtsschutzversicherung, Deutsche Bausparkasse Badenia und Dialog sowie die konzerneigenen Dienstleistungsgesellschaften Generali Deutschland Informatik Services, Generali Deutschland Services, Generali Deutschland Schadenmanagement und die Generali Deutschland SicherungsManagement.

  • Dr. Andrea Timmesfeld
  • Leiterin Unternehmenskommunikation