• Klaus Wiener: Euro-Austritt Griechenlands alles andere als sicher.
  • Fünf Hauptgründe, einem möglichen ‚Grexit‘ gelassener entgegenzusehen.

Nach der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen am 25. Januar und Gerüchten, die Bundesregierung stehe einem griechischen Euro-Austritt offener entgegen, wachsen die Spekulationen, Griechenland könne das erste Land sein, welches die Eurozone verlässt. Dieser sogenannte ‚Grexit‘ ist jedoch alles andere als sicher, sagt Klaus Wiener, Chefvolkswirt von Generali Investments Europe S.p.A. SGR, zentraler Asset Manager der Generali Gruppe.

„Wir sehen eine Vielzahl von Gründen, warum ein ‚Grexit‘ eher unwahrscheinlich ist“, so Klaus Wiener. „De facto schätzen wir die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario auf weniger als 20%. Sollte es jedoch hart auf hart kommen, dürfte ein griechischer Euro-Austritt leichter zu verkraften sein als vor drei Jahren.“

  1. Griechenlands Schulden werden fast ausschließlich von öffentlichen Institutionen gehalten – allen voran von EZB und IWF mit 254 Mrd. Euro von insgesamt 322 Mrd. Euro. Dieser Betrag ist zwar nicht unerheblich, in der Summe ist er aber verkraftbar (2,7% des Euroraum-BIP).

  2. Der CDS-Markt beläuft sich heute auf gerade mal ein Drittel im Vergleich zu seinen Höchstständen 2007. Das macht große Ausfallrisiken bei einzelnen Banken eher unwahrscheinlich.

  3. Die Eurozone hat große Fortschritte dabei gemacht, sich stärker aufzustellen (z.B. Rettungsfonds, zentralisierte Bankenaufsicht). Darüber hinaus ist die EZB heute bereit, Staatsanleihen zu kaufen und energisch einzugreifen, sollten die Folgen eines ‚Grexit‘ auf andere Anleihemärkte überschwappen.

  4. Die Märkte haben heute deutlich weniger Grund, sofort zu spekulieren, „wen es als nächstes trifft“, denn in vielen Ländern zeigen die Reformen Wirkung, besonders in Irland, Portugal und Spanien. Selbst in Italien sind jetzt Zeichen einer Verbesserung sichtbar (z.B. Änderungen im Arbeitsrecht).

  5. Und schließlich wirken sich die aktuellen Diskussionen zwar auf Griechische Staatsanleihen aus, aber im starken Gegensatz zu 2010 und 2011 haben sich die Renditen anderer Krisenstaaten nicht bewegt.

Unter dem Strich ist Griechenland weniger systemrelevant als früher, so dass es gute Gründe dafür gibt, einem etwaigen Euro-Austritt gelassener entgegenzusehen. Dennoch dürften im Fall der Fälle speziell die Aktien- und Hochzinsanleihen-Märkte deutliche Verluste verzeichnen, wenn auch nur temporär.

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  • Frederick Assmuth
  • Pressesprecher