Bewegung tut in jedem Alter gut. Doch besonders die ersten Lebensjahre sind prägend, wenn es um Spaß am Sport geht.

Darum ist Sport im jungen Alter wichtig

Schon die Kleinsten genießen es, sich regelmäßig körperlich auszutoben. Bewegung stärkt Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Doch Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit des Körpers, sondern auch für den Geist: Aktive Kinder finden dabei den optimalen Ausgleich, um überschüssige Energie loszuwerden. Schüchterne Kinder können mit der passenden Sportart ihr Selbstbewusstsein stärken. Das spielerische Erlernen von fairem Teamplay ist wichtig, um in Mannschaftssportarten durchstarten zu können. Am meisten profitieren Kinder, wenn der Spaß im Vordergrund steht und kein Leistungsdruck aufkommt. So wird Sport bereits in jungen Jahren zu einer liebgewonnenen Gewohnheit.

Welche Sportarten sind am besten für Kinder geeignet?

Laufen, klettern, springen – Kinder bewegen sich von Natur aus gerne. Den einfachsten Start ermöglicht ein klassischer Kinderturnen-Kurs, den die Kleinen bereits im Kindergartenalter besuchen. Und danach? Natürlich ist Turnen bei vielen Kindern weiterhin beliebt. Hier einige weitere Klassiker rund um den Kindersport:

Fußball: Fußball ist einfach cool – und für viele kleine Ballkünstler die Sportart Nummer eins. Das Kicken fördert Kondition, Koordination sowie Teamplay-Fähigkeiten. Ein paar blaue Flecken durch Stürze und Tritte sind einzukalkulieren. Oftmals sind schon die Jüngsten in einem Fußball-Verein willkommen. Viele nehmen bereits Kicker ab vier Jahren auf.

Ballett: Kinder lieben Tanzen und Musik – klassisches Ballett ist ein optimaler Einstieg in die Welt des Tanzens. Jungen und Mädchen profitieren von vielen Vorteilen, denn Tänzer lernen bewusste Körperhaltung, Disziplin und bekommen ein Gespür für Rhythmus, Koordination sowie ästhetische Bewegungen. Ab einem Alter von sechs Jahren bringen die Kinder die notwendige Konzentration für diesen Sport auf. Kurse für Jüngere sind empfehlenswert, wenn das spielerische Element rund um das Tanzen überwiegt.

Karate: Karate eignet sich – ebenso wie Judo – hervorragend, um Kindern zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen. Der fernöstliche Kampfsport schult Körper und Geist. Vereine nehmen kleine Kämpfer ab einem Alter von fünf Jahren auf.

Reiten: Insbesondere für junge Mädchen gilt: Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Ab einem Alter von sechs bis acht Jahren können Kinder sich zum ersten Mal auf den Pferderücken wagen. Reiten ist ein relativ teurer Sport. Fortgeschrittene Pferdefreunde können im Rahmen einer Reitbeteiligung Kosten sparen.

Schwimmen: Je früher Kinder schwimmen lernen, desto besser – manche bewegen sich bereits im Kindergartenalter wie ein Fisch im Wasser. Andere lernen das Schwimmen erst in der Grundschule. Entsprechend unterschiedlich sind die Angebote der Schwimmvereine. In einigen können Kinder ab fünf Jahren das Seepferdchen machen. Andere Vereine setzen bereits Schwimmabzeichen voraus, bevor es im Verein losgeht. Erkundige dich also ausführlich über die jeweiligen Anforderungen, bevor dein Kind im nassen Element überfordert ist.

Andere Sportarten: Radfahren, Rollschuhlaufen oder Yoga für Kinder – das Angebot ist riesig. Es muss nicht immer gleich der Beitritt zu einem Verein sein. Vor allem, wenn die Kinder eine Ganztags-Schule besuchen, wird der regelmäßige Termin schnell zur lästigen Pflicht. Viele Schulen bieten alternativ Sport-Arbeitsgemeinschaften an. Wenn das Kind sich lieber ohne festen Stundenplan bewegt, kann es mit Freunden im Garten ein paar Bälle kicken oder sich am Wochenende gemeinsam mit dir aufs Rad schwingen. Besteht jedoch ein starkes Interesse an einer Sportart, ist es sinnvoll, das Kind gezielt zu fördern und einen Verein zu besuchen.

Welche Sportart für welches Kind?

Gib deinem Kind die Möglichkeit, viele Sportarten kennenzulernen – so kann es entscheiden, was ihm am besten gefällt. Spätestens in der Grundschule lernen die Schüler verschiedene Mannschaftsportarten wie Fußball oder Basketball spielerisch kennen. Auch Leichtathletik, Geräteturnen und Tanzen stehen auf dem Lehrplan. Im Idealfall können die Kinder gemeinsam Schwimmunterricht besuchen oder den Fahrradführerschein erwerben. Somit lohnt es sich, die Ohren zu spitzen, wenn das Kind von bestimmten Sportstunden schwärmt. Je nach Sportart kannst du selbst mit deinem Kind loslegen: Also ab aufs Rad oder mit dem Badminton-Schläger auf die Wiese! Möchtest du dein Kind gezielt fördern – beispielsweise, weil es schüchtern oder aktiv ist – frage seinen Sportlehrer nach Tipps.

Eine Sportart kennenlernen

Du bist ein großer Fußball-Fan, dein Kind brennt für Handball? Versuche nicht, dein Kind zu einer bestimmten Sportart zu überreden. Denn wichtig für die Motivation ist, dass es die Entscheidung für seinen Lieblingssport selbst trifft. Via Schnupperkurs oder Probestunde kann dein Kind ausprobieren, ob die Sportart ihm liegt. Tipp: Für manche Mädchen ist Sport mit Jungs zu rau. Es gibt mittlerweile viele Angebote, die sich speziell an Mädchen richten, beispielsweise Fußball für Mädchen. Im Vordergrund steht immer der Spaß an der Bewegung. Vermeide also jeglichen Druck und vermittle deinem Kind vor Wettkämpfen: Dabeisein ist alles!

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