Die Tatsache, dass man sich den Urlaub auszahlen lassen kann, erscheint für viele Arbeitnehmer als eine sehr attraktive Option. Schließlich muss man ja nicht immer in den Urlaub gehen. Manche Menschen bevorzugen es zu arbeiten oder eine schöne Zeit am Heimatort zu verbringen.

Urlaubsabgeltung ist gesetzlich geregelt

Paragraf 7 Bundesurlaubsgesetz (BurlG) sieht die Möglichkeit vor, dass Arbeitnehmer sich ihren Urlaub auszahlen lassen können. Dies kann aber nicht so einfach gewährleistet werden wie man es sich gerne vorstellt. Es ist nur möglich, wenn bei einem bald endenden Arbeitsverhältnis Resturlaub besteht, welcher nicht mehr in Anspruch genommen werden kann.

Beispielsweise kann der Fall eintreten, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag mit sofortiger Wirkung schließen. Dann ist kein Urlaub mehr möglich. Selbst, wenn es zu einer fristlosen Kündigung kommen sollte, hat der Arbeitgeber die Pflicht zur Urlaubsabgeltung.

Aufgrund der Tatsache, dass der Urlaub für die Erholung des Arbeitnehmers ist, ist eine frei gewählte Auszahlung im Bundesurlaubsgesetzt nicht vorgesehen. Allerdings kommen in der Praxis derartige Absprachen aber vor.

Die Höhe der Urlaubsabgeltung einfach selbst berechnen

Die Höhe der Urlaubsabgeltung kann man berechnen. Dazu muss man zunächst wissen, wie viele Urlaubstage man sich auszahlen lassen kann. Ein Urlaubstag entspricht dem Wert eines Arbeitstages. Das Quartalsgehalt berechnet man, indem man das Brutto-Monatsgehalt mit der Zahl Drei multipliziert.

Anschließend teilt man das Quartalsgehalt durch die Zahl 13, womit man das Wochengehalt bekommt. Dieses teilt man durch die Zahl Fünf. Dann erhält man, was ein Arbeitstag bei einer Fünf-Tage-Woche brutto wert ist. Multipliziert man diesen Wert mit der Anzahl der auszuzahlenden Urlaubstage, so erhält man die Summe, mit der man anschließend auch rechnen kann. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass es sich dabei auch um ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen handelt. Es fallen daher Steuern an.