Kleiner aber feiner Unterschied zwischen übler Nachrede und Verleumdung

Was üble Nachrede und Verleumdung genau bedeuten, ist im Strafgesetzbuch (StGB) verankert. Nach Paragraf 186 StGB wird eine Nachrede als übel bezeichnet, wenn über die Person Tatsachen behauptet und verbreitet werden, die nicht der Realität entsprechen.

Die Nachrede ist weitaus aggressiver als ein Gerücht. Die Aussagen sind verächtlich oder haben negative Auswirkungen auf die betroffene Person.

Paragraf 1877 StGB bildet den gesetzlichen Rahmen für die Verleumdung. Auch in diesem Fall werden unwahre, ehrenrührige Aussagen über eine Person getätigt. Im Unterschied zur Nachrede ist der Verleumder sich seiner Aussagen bewusst.

Mögliche Konsequenzen

Eine üble Nachrede kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Sofern die üble Nachrede in Form von Schriften erfolgt oder veröffentlicht wird, kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren drohen.

Sofern es zu einer Verleumdung kommt, ist das Strafmaß sogar höher. In diesem Fall muss die betroffene Person mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen. Weiterhin muss die betroffene Person mit einer Geldstrafe rechnen. Wird jemand öffentlich verleumdet, so droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.