Bloggerin Valentina beim Marathon

Alles rund um den Marathon

Ich hatte schon lange den Wunsch zumindest einmal in meinem Leben einen Marathon zu laufen und dieses Jahr war es dann so weit! Jetzt ist es mittlerweile schon 4 Monate her und es ist immer noch ein unglaublich starkes Gefühl! Wer kann schließlich schon von sich behaupten, dass er 42,2km am Stück gelaufen ist? Falls ihr dazu gehört und auch euren ersten Marathon laufen möchtet, dann ist dieser Artikel genau das Richtige für euch! Hier werde ich alles rund um den Marathon und die Organisation erzählen und Ratschläge geben, was ich beim nächsten mal auf jeden Fall besser machen würde!

Ich kann euch den Tipp geben, meldet euch so früh wie möglich bei dem Marathon an, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr ihn laufen möchtet und organisiert euch direkt ein Hotel.
Die Anmeldegebühren werden gestaffelt und steigen immer weiter an, je näher der Marathon rückt. Wenn ihr schon früh wisst, dass ihr an dem Wochenende könnt und den Marathon unbedingt laufen möchtet und ihr wisst, dass ihr bis dahin auch fit genug sein werdet, was euer Training angeht, dann könnt ihr so einiges an Geld sparen. Bei meinem Marathon fingen die Anmeldegebühren bei 65€ an und betrugen zum Schluss um die 100€. Seid ihr noch nicht zu 100% sicher, dann überlegt nochmal ganz in Ruhe und entscheidet dann!

An dem Marathon nehmen tausende von Menschen teil und der Großteil von ihnen benötigt ein Hotel, sodass die Hotels an dem besagten Wochenende ziemlich gut besucht und vorwiegend auch komplett ausgebucht sind. Also kümmert euch rechtzeitig, sodass ihr noch das Hotel buchen könnt, welches ihr bevorzugt. Die Hotels heben aufgrund des Events auch die Preise an, also rechnet damit, dass die Übernachtungen teurer als sonst ausfallen können!

Plant außerdem das ganze Wochenende und gegebenenfalls auch noch den Tag nach dem Marathon ein, falls das mit eurer Arbeit/Schule/Uni vereinbar ist. Ihr solltet aller spätestens einen Tag vor dem Marathon anreisen, damit ihr euch am Vortag noch vor Ort anmelden und euren Starterbeutel mit Startnummer abholen könnt. Wenn ihr den Tag danach auch noch frei habt oder euch problemlos frei nehmen könnt, dann würde ich euch dies raten. Es war so viel entspannter erst am nächsten Tag abreisen zu müssen! Je nachdem wie geschafft man vom Marathon ist, möchte man nicht noch stundenlang Auto oder Bahn fahren und außerdem muss man so nicht morgens vor dem Marathon noch aus dem Hotel auschecken, sondern man kann den Tag ganz in Ruhe ausklingen lassen und sich die Stadt vielleicht noch am nächsten Tag ansehen, bevor es dann wieder zurückgeht.

An dem Tag vor dem Marathon steht einiges an Organisatorischem an. Man muss sich vor Ort anmelden, sich einen Chip ausleihen (wenn man nicht schon einen eigenen hat), seinen Starterbeutel abholen und seine Starternummer daran befestigen usw. Da das jeder machen muss und dies nur bis zum frühen Abend möglich ist, muss man dementsprechend mit Warteschlangen und –zeiten rechnen. Das ist dann auch der Augenblick, wo die Aufregung und die Nervosität steigen! Meine Nerven lagen wirklich blank und ich war super leicht reizbar! Ich hatte Angst, dass ich irgendwas falsch mache, ich am nächsten Tag nicht starten kann oder sonst irgendetwas schiefgeht! In dem Augenblick hätte es für mich echt nichts Ärgerlicheres gegeben, als nicht starten zu können, mein Marathonziel nicht erreichen zu können und somit die ganze Vorbereitung umsonst gewesen wäre! Meine Eltern waren so nett und haben mich begleitet und mich bei allem unterstützt und meine schreckliche Nervosität ausgehalten und mir nichts böse genommen (VIELEN DANK DAFÜR!).

Falls ihr also begleitet werdet, dann klärt das vorher schon einmal ab, dass es möglicherweise zu Gereiztheit kommen kann und man euch das auf keinen Fall übelnehmen darf!

Und vor allem: plant genügend Zeit ein und probiert einen kühlen Kopf zu bewahren! Es kann immer mal etwas dazwischenkommen oder nicht nach Plan laufen, aber das ist nicht der erste Marathon, der je organisiert wurde und es findet sich immer eine Lösung! Ich hatte mir z.B. im Vorfeld so einen Chip zur Zeitmessung gekauft, der aber in der Post untergegangen ist und deshalb leider nie ankam. Vor Ort wurde ich dann von A nach B geschickt und von B nach C usw., aber im Endeffekt war das alles doch kein Problem und ich konnte mir einfach einen Chip ausleihen (und mir wurde ein komplett neuer zugeschickt, den ich in Zukunft dann benutzen kann!). In dem Moment war es für mich persönlich aber einfach Chaos pur, zeitaufwendig und vor allem nervenaufreibend. Wie gesagt, sowas KANN immer mal vorkommen, aber es wird immer eine Lösung gefunden, macht euch da also keine Sorgen!

Noch ein ganz wichtiger Tipp zur Organisation: Fahrt am Vortag schon einmal die Strecke vom Hotel bis hin zum Marathoneinlass ab! Bereitet euch gut vor, sucht euch die genauen Verbindungen raus und plant einen zeitlichen Puffer ein, damit ihr wirklich auf der sicheren Seite seid! Ich habe das am Vortag wegen meiner Chipsache und der Restaurantsuche (später mehr dazu!) leider nicht mehr geschafft, mit dem Bus die Strecke einmal abzufahren. Ich hatte aber das Glück, dass mehrere in meinem Hotel an dem Marathon teilgenommen haben, die einen Plan hatten und den gleichen Bus wie ich genommen haben, sodass ich mich denen einfach anschließen konnte. Bei meinem nächsten Lauf werde ich aber auf jeden Fall besser vorbereitet sein, denn bei der ganzen Nervosität ist es in einer fremden Stadt nicht gerade hilfreich, nicht zu wissen, wo lang man muss!

EINE GUTE VORBEREITUNG IST DAS A UND O UND KANN EINIGE NERVEN SPAREN!

Und ich möchte euch noch ein Beispiel für einen guten zeitlichen Puffer geben: Ich sollte um 8:30 Uhr spätestens an meinem Startblock sein. Ich habe mir dann eine Verbindung rausgesucht, mit der ich um 7:30 Uhr dort war, sodass ich genügend Zeit hatte meinen Starterbeutel abzugeben, die Toilette aufzusuchen, mich vorzubereiten und an meinen Startblock zu gehen, ohne in Hektik oder Eile zu geraten! Das war zeitlich wirklich optimal und so würde ich es nächstes Mal auch wieder tun!

An dem Tag vor dem Marathon sind Kohlenhydrate besonders wichtig, um seine Speicher für den Lauf perfekt aufzufüllen. Ich habe dabei auf Nudeln zurückgegriffen und mittags bei der sogenannten „Pasta Party“ teilgenommen (diese konnte man bei der Anmeldung für 6€ dazu buchen) und abends gab es bei mir nochmal eine Portion Nudeln. Pasta ist nämlich die bekannteste Art von Carbloading vor dem Marathon. Aber man kann auch genauso gut mit Pizza und Co. seine Kohlenhydratspeicher auffüllen! Man sollte allerdings darauf achten, dass es nicht so fettig ist (auch wichtig bei den Nudelsoßen!). Aber auf dieses Thema komme ich in einem Extraartikel nochmal genauer zu sprechen!

Was ich euch dabei auch noch raten kann: Reserviert frühzeitig einen Tisch im Restaurant! Die Stadt ist aufgrund des riesen Events unglaublich gut besucht. Es sind nicht nur tausende von Teilnehmern vor Ort, sondern auch noch deren Begleitpersonen und die möchten abends alle noch irgendwo etwas essen gehen! Es waren dementsprechend alle Restaurants komplett ausgebucht und es gab bereits Warteschlangen von über 1h. Nachdem meine Eltern und ich vergeblich jedes Restaurant im Umkreis abgeklappert haben, hatten wir das Glück, dass es in meinem Hotel in der Lobby ein Restaurant gab, wo ich mir dann meine Nudeln bestellen konnte. Da dies aber nicht in jedem Restaurant möglich ist, kümmert euch lieber rechtzeitig darum!

So ein Marathon stellt eine Extremsituation für den Körper dar, d.h. er reagiert viel empfindlicher als normal. Deshalb solltet ihr auch keine Experimente durchführen und Sachen ausprobieren, die ihr noch nie zuvor getestet habt! Esst das, was ihr bereits kennt und wisst, dass ihr das gut vertragt. Verzichtet auf die Sachen, die euch gelegentlich mal Probleme bereiten (als Beispiel: Milchprodukte oder Rohkost) oder ihr noch nie zuvor probiert habt! Esst beim Frühstück eure gewohnte Mahlzeit und bringt euch, wenn nötig, euer eigenes Essen mit ins Hotel. Ich habe mir auch extra meinen Reiskuchen zubereitet und dann mitgenommen, weil es das war, was ich jedes Mal vor meinem Lauf gegessen habe und super vertragen habe! Und wenn ihr z.B. noch nie zuvor solche Energygels probiert habt, die beim Marathon ausgegeben werden, dann lasst lieber die Finger davon und greift zu den Bananen oder bringt euch ebenfalls eure eigene Verpflegung mit.

Keine Experimente gilt sowohl für die Ernährung als auch für die Kleidung usw. Falls ihr vorher z.B noch nie mit Kompressstrümpfen gelaufen seid und dann hört, dass die vorteilhaft seien, dann probiert es vorher aus, aber nicht erst beim Marathon! Das gleiche gilt für eure Schuhe, die ihr zumindest 2-3 Wochen vorher einlaufen solltet!

Bei meinem ersten Marathon hatte ich keine allzu hohen Erwartungen an meine Leistung bzw. Laufzeit. Für mich hieß es erstmal heil im Ziel ankommen und alles andere sollte Nebensache sein. Ganz weit in meinem Hinterkopf hatte ich natürlich trotzdem eine bestimmte Zeit (3h 45min), die für mich persönlich meinen absoluten Traum bedeutet hätte. Aber ich hatte mir gesagt, falls ich diese nicht schaffe, werde ich auf keinen Fall enttäuscht sein. Und tatsächlich habe ich meine persönliche Traumzeit sogar getoppt und bin den Marathon in 3h 42min gelaufen – ein unbeschreibliches Gefühl!

Deshalb mein Rat an euch: setzt euch nicht selber unter Druck! Wenn ihr die 42,2km geschafft habt, dann könnt ihr so verdammt stolz auf euch sein, egal wie lange ihr gebraucht habt! Wenn ihr eine super Zeit gelaufen seid, ist das natürlich noch umso schöner, aber falls nicht, dann ist trotzdem eine super Leistung und ihr solltet auf keinen Fall enttäuscht oder traurig sein!

Bei der Kleidung kann ich euch empfehlen mehrere Outfits einzupacken. Das Wetter kann sich vor allem im Frühling und im Herbst von einem Tag zum anderen komplett verändern und eine den Wetterbedingungen entsprechende Kleidung ist super wichtig! (Lest dazu gerne meinen Artikel „die verschiedenen Wetterbedingungen und die richtige Kleidung“, den ich bereits gepostet habe)

Ansonsten kann ich euch grundsätzlich raten: zieht euch nicht zu warm an! Durch die Bewegung wird einem warm und man fängt an zu schwitzen, egal wie kalt die Außentemperaturen sind. Hat man sich zu warm angezogen, muss man sich eventuell beim Laufen wieder etwas ausziehen und es den ganzen Weg mit sich rumschleppen, was wirklich hinderlich und unnötig ist!

Während der gesamten Strecke kommen immer wieder Verpflegungsstände mit Bananen, Energygels, Wasser, Cola, Elektrolyten und Schwämme zum abtupfen. Vor allem am Ende war ich über jeden dieser Stände dankbar und habe ordentlich zugegriffen. So ein Marathon ist eine unglaubliche Belastung für den Körper, sodass man ihn wirklich mit ausreichend Energie und Flüssigkeit versorgen muss!

Mein Tipp an euch: Übt vorher schon mal das Trinken aus Bechern beim Laufen! Ich hatte eigentlich erwartet, dass mir eher das Essen beim Laufen Schwierigkeiten bereiten wird, aber das ging eigentlich problemlos! Allerdings fiel das Trinken viel schwieriger aus als gedacht, weil das Trinken im Becher durch die Bewegung so enorm geplätschert hat. Im Laufe der Zeit hatte ich mir dann einen Trick von den anderen Teilnehmern abgeguckt und zwar den Becher mittig zusammenzudrücken, sodass die Öffnung nicht mehr so groß ist und eine Art Schnabel entsteht, sodass es sich leichter trinken ließ.

Die jubelnden Zuschauer waren wohl das Beste und das Motivierendste bei dem ganzen Lauf! Es war wirklich ein riesen Unterschied wie viel leichter mir der Lauf gefallen ist, wenn Zuschauer am Rand standen und Stimmung gemacht haben! Auch wenn sie einen nicht kannten, haben sie einem zugejubelt und einen teilweise sogar mit Namen angefeuert (der steht auf der Startnummer)! Ich musste dabei wirklich jedes Mal lächeln, egal wie anstrengend es gerade war! (VIELEN DANK!) Und auch wenn ich die anderen Teilnehmer nicht kannte, man hat sich mit ihnen so verbunden gefühlt! Alle hatten das gleiche Ziel, sodass ein echtes Gemeinschaftsgefühl dabei entstanden ist, obwohl ja jeder für sich gelaufen ist :)

Nachdem man das Ziel erreicht hat, kam man zu dem sogenannten „Finisher Buffet“. Da gab es warme Suppen, frisches Obst, Brezeln, Müsliriegel, Getränke usw., wo man sich kostenlos bedienen konnte. Und das hatten wir auch alle wirklich nötig!
Des Weiteren gab es Massagestände und eine Regenerationshypnose, an der ich sogar teilgenommen habe. Ob die der ausschlaggebende Grund war, dass ich danach so fit war, glaube ich zwar nicht, aber es war eine Erfahrung wert. :D

Es war wirklich ein einmaliges und unbeschreibliches Erlebnis!
An alle Laufbegeisterten: Probiert es aus! Es muss ja nicht unbedingt der ganze Marathon sein, es gibt ja auch die Staffel oder einen Halbmarathon oder 10km-Läufe :) Das Gefühl währenddessen und danach ist einfach unbeschreiblich und sollte man auf jeden Fall mal erlebt haben!

Über Valentina - valentina_just_do_it

Valentina just do it

Valentina ist jung, frisch und dynamisch. Neben ihrem Sport- und Fitnessprogramm, zeigt sie auf ihrem Blog Valentina_just_do_it (valentina-just-do-it.com) tolle und ansprechende, gesunde Rezeptideen zum Nachkochen. Ihr Motto: Einfach mal machen – Just do it! Mit ihren Beiträgen rund um Sport, Ernährung und Lifestyle macht sie Lust, auf ein gesundes Leben mit Bewegung.

Im Generali Magazin unterstützt Valentina euch, eure Motivation zu stärken und zeigt euch, wieso man Aufgaben oder Herausforderungen einfach mal angehen soll! 

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