In den dunklen Wintermonaten können viele Menschen im Norden unter einer Saisonal-Affektiven Störung (SAD, Seasonal Affective Disorder) leiden. Diese oft als „Winterdepression“ bezeichnete Störung tritt besonders häufig bei Menschen in ihren Zwanzigern und Dreißigern auf, die auf der Nordhalbkugel leben. Frauen sind besonders stark betroffen. In diesem Artikel erfährst du die Ursachen und Symptome dieser Störung sowie einige Präventivmaßnahmen, die du diesen Winter ergreifen kannst, um einer Winterdepression vorzubeugen.

Was sind die Ursachen einer Saisonal-Affektiven Störung?

Nach Ansicht von Forschern wird SAD durch eine Reihe verschiedener Faktoren verursacht, die meistens mit einer verminderten Sonneneinstrahlung in den Herbst- und Wintermonaten zusammenhängen. Dieser Lichtmangel kann die innere Uhr des Körpers beeinträchtigen, so dass das Gehirn mehr Melatonin produziert. Melatonin ist bekannt als Schlafhormon. Der saisonal bedingte Lichtmangel kann gleichzeitig zu einer Senkung des Serotoninspiegels führen. Serotonin ist ein Botenstoff, der wegen seiner Rolle bei der Aufrechterhaltung der geistigen Gesundheit oft als „Wohlfühlhormon“ bezeichnet wird. Wer viel Zeit im Büro verbringt und morgens und abends im Dunkeln pendelt, ist einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Saisonal-Affektiven Störung ausgesetzt.
Welche Symptome treten auf?

Die häufigsten Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Dazu gehören:

• Gewichtszunahme oder verstärkter Appetit (insbesondere Heißhunger auf Kohlenhydrate)
• Reizbarkeit verbunden mit dem Wunsch nach sozialem Rückzug
• Müdigkeit und Trägheit
• Niedergeschlagenheit, Depressivität und Gefühl der Verzweiflung
• Erhöhtes Schlafbedürfnis

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Glücklicherweise gibt es je nach Ausprägung der unterschiedlichen Symptome verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei einer Winterdepression. Oft erzielt man mit einer Lichttherapie gute Ergebnisse.

Viele Betroffene versuchen möglichst oft vor die Tür zu gehen, um Zeit im Tageslicht zu verbringen. Stresssituationen sollte man möglichst vermeiden. Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung können helfen. Oft sind Therapiesitzungen mit einem Psychologen sinnvoll. Besprich deine Symptome mit einem Arzt, um die besten Behandlungsmöglichkeiten für dich zu finden.

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