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Am Anfang ist es oft nur ein kleiner Fleck auf der Haut. Wird er zu spät entdeckt, kann Hautkrebs im schlimmsten Fall jedoch tödlich sein. Unser Gesundheitssystem bietet eine spezielle Untersuchung an, um dich vor dieser Gefahr zu schützen. Wir erklären dir, was du über diese Art der Vorsorge wissen solltest.

Was ist Hautkrebs?

Unsere Haut ist ein menschliches Organ, wie die Lunge oder die Nieren. Wie andere Organe kann auch die Haut von Krebstumoren befallen werden. Die am häufigsten auftretenden Hautkrebserkrankungen sind schwarzer und heller Hautkrebs. Sie heißen so, weil sie auf der Haut als sehr dunkle und sehr helle Flecken zu erkennen sind. Es ist typisch für Hautkrebs, dass sich diese Flecken mit der Zeit verändern.

Die größten Risikofaktoren für Hautkrebs sind angeborene Pigmentmerkmale, die sogenannten Leberflecken, und eine hohe Belastung durch UV-Strahlung. UV-Strahlung ist ein Teil des normalen Sonnenlichts, aber auch im künstlichen Licht eines Solariums enthalten. Intensives Sonnenbaden verbietet sich also vor allem für Menschen mit heller Haut. Denn die erkranken häufiger an Krebsform als dunkle Hauttypen.

Was ist Hautvorsorge?

Eine gute Vorsorge fängt bei dir selbst an. Beobachte deine Haut immer selbst. Wenn du Veränderungen erkennst, die dir verdächtig vorkommen, suche sofort deinen Hausarzt oder einen Facharzt für Hautkrankheiten auf, um die Stellen begutachten zu lassen. Im Interesse deiner eigenen Gesundheit solltest du grundsätzlich vorsichtig mit Sonnenlicht umgehen. Setze dich nicht über einen längeren Zeitraum ungeschützt intensiver Sonneneinstrahlung aus. Das gilt besonders dann, wenn du sehr hellte Haut mit vielen Leberflecken oder Sommersprossen hast. Einen sogenannten Sonnenbrand solltest du immer und unter allen Umständen vermeiden.

Du erhältst bei der Hautkrebsvorsorge zusätzliche Unterstützung durch unser Gesundheitssystem. In Deutschland gibt es ein standardisiertes Programm zur Früherkennung: das Hautkrebs-Screening. Auf diesem Wege können Fachärzte eine eventuelle Hautkrebserkrankung rechtzeitig erkennen und damit die Chancen auf eine Heilung deutlich erhöhen.

Wie bekomme ich einen Termin zur Hautkrebsvorsorge?

Das Hautkrebs-Screening können alle Ärzte durchführen, die eine entsprechende Genehmigung von der Kassenärztlichen Vereinigung haben. Was bedeutet das für dich? Entweder wendest du dich an deine Krankenversicherung oder deinen Hausarzt und fragst nach Ärzten, die ein Screening durchführen. Oder du vereinbarst direkt einen Termin bei einem Facharzt für Hautkrankheiten.

Wenn du Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung bist, kannst du ab deinem 35. Geburtstag alle zwei Jahre ein Screening durchführen lassen. Die kompletten Kosten tragen die Krankenkassen. Wenn du noch keine 35 Jahre alt bist, solltest du bei Interesse deine Krankenversicherung fragen, ob sie die Kosten trotzdem übernimmt. Bist du bei Generali privat versichert, kannst du das Screening ohne Altersbeschränkung und Zusatzkosten in Anspruch nehmen.

Wie läuft ein Hautkrebs-Screenings ab?

Wie bei jeder Vorsorgeuntersuchung vereinbarst du beim Hautkrebs-Screening zunächst einen Termin mit der Arzt-Praxis. Bevor du bei dem Termin erscheinst, kannst du ein paar Dinge tun, um dem Arzt die Arbeit zu erleichtern:

  • Verzichte auf Nagellack an Füßen und Händen sowie Make-up im Gesicht,
  • Nimm Ohrringe, Piercings und Ketten vor der Untersuchung ab,
  • Trage die Haare so, dass der Arzt die Kopfhaut gut sehen kann.

Es beginnt mit einem Vorgespräch. Zunächst fragt dich der Arzt nach eventuellen Vorerkrankungen und ermittelt Risikofaktoren wie bekannte Krebsfälle in deiner Familie. Für die körperliche Untersuchung musst du deine Kleidung ablegen. Der Arzt untersucht dann systematisch deinen gesamten Körper auf verdächtige Stellen. Die Ergebnisse werden dokumentiert.

Wie geht es nach der Untersuchung weiter?

Wenn der Arzt keine verdächtigen Stellen findet, gehst du einfach nach Hause und kannst zwei Jahre später deinen nächsten Termin zur Hautvorsorge wahrnehmen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass dieser zweijährige Turnus nur für das Screening gilt. Willst du zwischen diesen Terminen eine Hautveränderung begutachten lassen, kannst du dazu jederzeit ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Wenn der Arzt bei dir eine verdächtige Stelle erkennt, wird er dich zu einem Facharzt überweisen oder weitere Therapiemaßnahmen direkt mit dir besprechen. In diesem Fall musst du dir nicht sofort große Sorgen machen. Hautärzte entfernen oft aus Vorsicht verdächtige Stellen aus der Haut. Anschließend wird durch ein Labor festgestellt, ob das entnommene Gewebe krankhafte Veränderungen aufweist. Auf diese Weise hast du sehr große Sicherheit.

Hautkrebsvorsorge lohnt sich und geht auch digital

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 200.000 Hautkrebs-Neuerkrankungen registriert. Ein regelmäßiges Screening hilft dir dabei, die Krankheit schneller zu entdecken. Du suchst nach einer Ergänzung zu den Arztterminen, die dir noch größere Sicherheit gibt? Mit der App des Generali-Partners SkinVision kannst du deine Haut regelmäßig im Selbsttest auf Hautveränderungen checken. SkinVision arbeitet mit einem klinisch getesteten, CE-zertifizierten Algorithmus. Wird ein Muttermal als riskant eingestuft, berät ein professionelles Dermatologen-Team von SkinVision den Nutzer innerhalb von 48 Stunden im Hinblick auf nächste Schritte. Für Nutzer der DVAG "Meine App" ist dieser Service kostenlos.

Zusammenfassung:

Regelmäßige Hautvorsorge ist wichtig, um eine Hautkrebserkrankung rechtzeitig zu entdecken. Menschen ab 35 können alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening bei einem Facharzt durchführen lassen.

Mit einer privaten Krankenvollversicherung hast du die perfekte Rundum-Vorsorge.

Eine private Krankenvollversicherung ist individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten und bietet umfassenden Gesundheitsschutz

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