Wenn beide Eltern arbeiten und das Kind krank wird, ist oft die einzige Lösung, dass eines der Elternteile zuhause bleibt und sich um das Kind kümmert. Natürlich haben berufstätige Menschen besonders das Problem, wenn ihr Kind erkrankt. In diesem Fall müsste eine Krankmeldung erfolgen. Es gibt allerdings hier einiges zu beachten:

Kind krank – dürfen Eltern zuhause bleiben?

Wenn das Kind erkrankt und nicht in die Schule gehen kann, so bringt dies den Tagesablauf von den Eltern durcheinander. Die Eltern, oder zumindest eines der Elternteile muss dann zuhause bleiben und sich um das Kind kümmern. Und das ist auch ihr gutes Recht. Das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) stellt sicher, dass sich jeder Arbeitnehmer pro Kind und Jahr maximal für zehn Arbeitstage unbezahlt freistellen darf. Dagegen haben Alleinerziehende sogar Anspruch auf 20 Tage.

An dieses Recht sind mehrere Bedingungen geknüpft. Der Anspruch gilt nämlich für Kinder, die jünger als 12 Jahre alt sind. Und dann kann der Anspruch auch nur geltend gemacht werden, wenn sich keine weitere Person im Haushalt befindet, die das Kind auch betreuen kann. Des Weiteren ist auch ein ärztliches Attest über die Erkrankung des Kindes erforderlich. Und schließlich müssen das Kind und die Eltern auch gesetzlich krankenversichert sein. Dagegen haben Menschen, die privatversichert sind, keinen automatischen Anspruch auf ein Krankengeld. Sie müssen sich in einem solchen Fall zusätzlich absichern.

Wie sieht es mit der Bezahlung aus?

Wenn Sie sich freistellen wollen, weil Sie Ihr Kind pflegen wollen, dann haben Sie laut Paragraph 45 SGB V einen Anspruch darauf. Dieser gilt für bis zu 10 Tage pro Jahr. Alleinerziehende haben bis zu 20 Tage Anspruch auf Urlaub.

Das Krankengeld für das Kind beträgt üblicherweise 70 Prozent des Bruttolohns. Das Kinderkrankengeld darf aber nicht 90 Prozent des Nettolohns übersteigen. Es gibt aber Arbeitgeber, die den vollen Lohn zahlen, auch wenn die Krankmeldung für das Kind eingereicht worden ist.

Dies ist abhängig vom Arbeitsvertrag, und kann auch explizit im Arbeitsvertrag geltend gemacht werden. Der Arbeitgeber ist auch dazu berechtigt. Wenn man das volle Gehalt bekommt, während man das Kind pflegt, dann hat man keinen Anspruch auf das Krankengeld.

Krankmeldung: Attest schon am ersten Tag erforderlich

Wenn Sie selbst krank sind und nicht arbeiten können, müssen Sie dem Arbeitgeber am dritten Tag der Erkrankung ein ärztliches Attest vorlegen. Später sollte es natürlich auch nicht sein. Bei der Erkrankung eines Kindes muss das Attest schon am ersten Tag vorliegen, damit Sie das Kinderkrankengeld auch in Anspruch nehmen können.

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