Ob Ihr Hund den Garten verwüstet oder der Baum über den Gartenzaun wächst, eine Anzeige wegen Beleidung kann folgen, wenn davor ein heftiges Wortgefecht erfolgte. Und tatsächlich können Sie sich bei Anzeige gegen einen Menschen wehren, sofern diese Ihnen verbal zu nahegetreten ist.

Beleidigung zählt als Straftat

Beleidigungen mit Wort oder Gestik sind laut dem Strafgesetzbuch (StGB) eine Straftat. Sie können mit einer Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden. (§ 185 StGB). Eine Beleidigung setzt sich von der Üblen Nachrede (§ 186 StGB) und der Verleumdung (§ 187 StGB) ab.

Bezüglich des Strafmaßes bei Beleidigungen oder Ähnliches ist kein fester Bußgeldkatalog vorhanden. Sollte es zu einem Rechtsstreit in Folge einer Anzeige kommen, so wird je nach Einzelfall entschieden. Abhängig davon, ob es sich um eine Straftat handelt, oder ob sie nachgewiesen werden kann, wird im Einzelfall das Strafmaß bestimmt.

Was zu viel ist, ist zu viel

Sie möchten Sie Beleidigung nicht auf sich sitzen lassen und von Ihrem Recht Gebrauch machen? Dann können Sie eine Anzeige wegen Beleidigung erstatten, weil Sie beispielsweise Ihr Nachbar regelmäßig beschimpft. Vielen ist gar nicht bewusst, dass Sie sich gegen derartige Angriffe wehren können.

Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, ist eine Rechtschutzversicherung sinnvoll. Auf jeden Fall sollte eine Anzeige nur der letzte Schritt sein. Im Idealfall können Sie den Streit außerhalb des Gerichtes klären. 

Gegen eine Beleidigung gehen Sie am besten nur vor, wenn Sie die Anschuldigungen auch nachweisen können. Sonst können Sie Ihre Position schwierig verteidigen. Im Idealfall haben Sie auch einen Zeugen, die den Vorfall bezeugen können. Zuletzt darf man nicht vergessen, dass es sich bei Beleidigungen nicht nur um einen Vorfall zwischen Nachbarn über den Gartenzaun handeln kann. Auch virtuelle Beleidigungen in sozialen Netzwerken können strafbar sein.