Bei einer Arbeitsunfähigkeit steht es außer Frage, dass der Arbeitgeber so schnell wie möglich informiert werden muss. Überraschenderweise ist eine Krankmeldung selbst per E-Mail erlaubt. Dazu gibt es aber einiges zu beachten.

Arbeitsunfähigkeit: Rechtliche Vorgaben

Ist man krank und kann seine Arbeit nicht antreten, so muss man seine Arbeitsunfähigkeit so schnell wie möglich seinem Arbeitgeber melden. Dabei ist es aber nicht vorgeschrieben, wie die Form der Nachricht beim Arbeitgeber eingeht. Das Entgeldfortzahlungsgesetz (EFHG) unterscheidet nicht zwischen einem Telefon und einer E-Mail. In der Regel ist auch beides erlaubt.

Es ist in der Tat sehr praktisch eine Krankmeldung per E-Mail einzureichen. Eine Nachricht kann auf diese Weise sehr früh am Morgen noch vor Beginn der Arbeit übermittelt werden. Es muss aber auch sichergestellt sein, dass jemand diese E-Mail auch liest und zur Kenntnis nimmt. Dann erst kann sich die Firma um eine geeignete Vertretung während Ihrer Krankmeldung kümmern. Notfalls sollte man nochmal telefonisch anrufen, um wirklich sicherzugehen, dass die E-Mail zur Kenntnis genommen wurde.

Krankmeldung per E-Mail oder Telefon?

Auch wenn eine Krankmeldung per E-Mail erlaubt ist, sollte man ganz genau überlegen, ob dieser Schritt wirklich sinnvoll ist. Wenn die E-Mail von allen Mitarbeitern intensiv genutzt wird und die E-Mail ein gängiges Kommunikationsmittel darstellt, dann spricht auch nichts dagegen die Krankmeldung per E-Mail zu machen. Sofern Sie aber nicht abschätzen können, ob die E-Mail auch wirklich zur Kenntnis genommen wird, dann sollten Sie unbedingt zum Telefon greifen. Ansonsten riskieren Sie, dass Sie Ihrer Pflicht zur sofortigen Krankmeldung nicht nachkommen. Es droht dann der Ärger mit dem Chef.

Bescheinigung rechtzeitig einreichen

Egal, für welche Form der Bescheinigung man sich entscheidet, man sollte dies stets so schnell wie möglich machen. Ist man für längere Zeit arbeitsunfähig, so reicht die einmalige Krankmeldung nicht aus. Die Arbeitsunfähigkeit muss spätestens am dritten Tag beim Arbeitgeber vorliegen. Sofern es möglich ist, sollte der gelbe Zettel auch schon früher beim Arbeitgeber vorliegen. Auch, wen Sie eine vorübergehende Krankmeldung per E-Mail schicken, müssen Sie auf einige Punkte achten und den gelben Zettel notfalls auch per Post rechtzeitig an Ihren Arbeitgeber senden.

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