Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist in jedem Alter wichtig. Doch Kinder zu motivieren, ihr Gemüse zu essen, kann manchmal eine richtige Herausforderung sein. Bessere Konzentrationsfähigkeit, ein erhöhter Energiespiegel und erholsamerer Schlaf – eine gesunde Ernährung ist für das Heranwachsen von Körper und Geist unerlässlich. Eine bekannte Methode für gesunde Ernährung nennt sich „5 am Tag“. Damit ist gemeint: wer 5 Mal am Tag Obst oder Gemüse isst, nimmt ausreichend Nährstoffe und Vitamine zu sich. Das fördert die Gesundheit. In diesem Artikel erfährst du, wie man sicherstellt, dass Kinder ihre „5 am Tag“ einhalten – selbst dann, wenn ein Besuch im Schnellimbiss ansteht.

Gesunde Nahrungsmittel für Frühstück, Mittagessen und Snacks

Man kann die Lust seiner Kinder auf ungesundes Essen verringern, wenn man dafür sorgt, dass sie jeden Tag ausreichend gesunde Nahrungsmittel zum Frühstück, Mittagessen und als Snack bekommen. Haferbrei, Obst, Joghurt und Eier eignen sich ideal als nahrhafte Auswahl zum Frühstück. Bevor dein Kind zur Schule geht, sollte es unbedingt ausgewogen gefrühstückt haben, damit es ausreichend Energie für den Tag hat und das Gehirn aufnahmefähig ist. Achte auch bei der Vorbereitung des Schulfrühstücks darauf, dass du deinem Kind eine gesunde Mischung aus Kohlenhydraten, Protein, Obst und Gemüse mitgibst. Zum Mittagessen sind frischbelegte Brote, Wraps und Suppen gute Optionen. Gesunde Snacks für zwischendurch sind unter anderem Obst, Joghurt, Rohkost, Nüsse und Dips.

Vermeide Limonade

Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke sind schlecht für die Zähne und sorgen für einen schwankenden Energiespiegel. Zudem können Kinder schnell auf den Geschmack von solchen süßen Drinks kommen, was langfristige Gesundheitsschäden zur Folge haben kann. Für eine gesunde Entwicklung sollte ein Kind nicht mehr als 25 g Zucker pro Tag konsumieren. Mit Limonade ist diese Grenze schnell überschritten. Ersetze Limonade durch Sprudelwasser mit Fruchtsaftkonzentrat. Du kannst dein Kind auch zum Wassertrinken animieren, indem du ein Glas Wasser mit Minze oder gefrorenen Beeren und Zitrusfrüchten aromatisierst.

Bereite selbst „gesundes Junkfood“ zu

Gerichte wie Hamburger und Hähnchen-Nuggets gelten in der Regel als Junkfood. Bereitet man sie jedoch selbst frisch zu, können sie gesünder und nahrhafter sein als im Fastfood-Restaurant. Die Zubereitung ist einfach und schnell. Für Hamburger benötigt man lediglich frisches Hackfleisch, Essiggurken, Burger-Brötchen sowie eine Packung Cheddarkäse in Scheiben. Dazu kann man ein paar geschnittene Tomaten und etwas Salat auf die Burger legen, damit das Kind zusätzliche Nährstoffe zu sich nimmt. Für die Zubereitung von Nuggets kann man Hähnchenbrust in mundgerechte Stücke schneiden und entweder mit Semmelbröseln oder gemahlenen Cornflakes panieren. Durch das gemeinsame Kochen bekommen die Kinder einen besseren Zugang zum Thema Ernährung. Wenn Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und selbst oft gesund kochen, ist die Motivation der Kinder höher, sich nachhaltig gesund zu ernähren.

Achte auf gesunde Beilagen

Manchmal fällt es schwer, der Versuchung von ungesundem Fastfood zu widerstehen. In diesen Fällen kann man aber wenigstens etwas Gesundes als Beilage wählen, wie zum Beispiel einen Salat oder selbstgemachte Pommes aus dem Backofen. Schneide einfach einige Kartoffeln oder Süßkartoffeln in Stifte oder Spalten, gib sie in eine Schüssel und vermenge sie gut mit Olivenöl. Gib etwas Salz und Pfeffer hinzu, lege sie auf ein Backblech und lass sie ca. 30 bis 40 Minuten im Backofen bei 200 Grad Celsius garen.

Wähle gesunde Dessert-Alternativen

Kinder naschen gerne Süßigkeiten. Es gibt jedoch eine Menge an süßen gesunden Alternativen, wie zum Beispiel frische Früchte, Obstkompott und Joghurt. Reichen solche Alternativen deinem Kind nicht aus, kannst du auch Obst mit Schlagsahne oder Speiseeis kombinieren oder ein Kompott mit einem Topping aus Haferflocken, Zucker und Butter in einen Crumble verwandeln. Obwohl diese Varianten vielleicht nicht die gesündesten sind, bekommt dein Kind dabei zumindest eines seiner „5 am Tag“.

Greife seltener zu Fertigsoßen und -dressings

Soßen und Salatdressings enthalten oft viel Zucker und Zusatzstoffe. Daher sollte man seltener nach verpackten Varianten greifen und stattdessen, wenn möglich, eigene Soßen und Dressings zubereiten. Das geht sehr schnell. Man kann beispielsweise ein gekauftes Salatdressing gegen eine Vinaigrette aus Olivenöl und Balsamico-Essig tauschen. Ersetze Ketchup durch eine frische Tomatensalsa, die auch süß und fruchtig schmeckt.

Kindern ungesundes Essen pauschal zu verbieten, führt letztendlich nur dazu, dass sie umso mehr Lust auf Junkfood bekommen. Es schadet nicht, seinem Kind ab und zu ungesunde Leckereien zu erlauben. Jedoch sollte man versuchen, sein Kind auch von einigen gesunden Alternativen zu überzeugen. So bleibt der Besuch im Fast Food Restaurant in Zukunft eine Ausnahme und etwas Besonderes.

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