In der Regel ist die Mitgliedschaft in einem Sportstudio an eine feste Laufzeit gebunden. Doch was ist, wenn man schwanger ist? Kann man den Fitnessstudio-Vertrag einfach so kündigen? Eine Schwangerschaft oder auch ein Umzug sind wohl die häufigsten Gründe, warum man einen festen Vertrag in einem Verein oder in einem Fitnessstudio schnell wieder kündigen möchte. 

Möchten Sie einen Fitnessstudio-Vertrag vorzeitig kündigen, so brauchen Sie dazu auch einen richtigen Grund. So ist es zumindest im § 626 Abs. 1 BGB vorgeschrieben. Die Erfahrung zeigt, dass es oft sehr schwierig ist aus einem Fitnessstudio-Vertrag wieder herauszukommen. 

Eine außerordentliche oder fristlose Kündigung erscheint in diesem Fall wirkungslos. Und selbst eine Schwangerschaft stellt noch lange keinen wichtigen Grund dar, um den Vertrag fristlos zu kündigen. Selbst eine Risikoschwangerschaft stellt keinen Grund dar, um aus dem Vertrag herauszukommen.

Ein Blick in das vertragliche Sonderkündigungsrecht

Leider gibt es keine allgemeingültige Regelung, die im Falle einer Schwangerschaft ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Allerdings sollten die Betroffenen auf jeden Fall ihren Vertrag überprüfen, am besten noch, bevor dieser unterschrieben wird. Unter Umständen kann in einem Vertrag eine Klausel aufgenommen werden, wo es bei Vorliegen einer Schwangerschaft zur Auflösung des Vertrages kommen kann.

Auch, wenn es im Vorfeld kein Sonderkündigungsrecht gibt, so kann man dennoch noch rechtzeitig aus dem Vertrag rauskommen. Dazu sollte man die Gründe aufführen und versuchen mit dem Verein oder Club zu einer Einigung zu kommen. Viele Fitnessstudios wollen Streit mit ihren Kunden vermeiden. Daher suchen sie nach einer gemeinsamen Lösung, welche beide Seiten zufriedenstellt.

Beispielsweise kann eine zwischenzeitliche Pause des Vertrages eine Lösung darstellen, die für beide Seiten interessant ist. In dieser Zeit müssen Sie keine Gebühren zahlen. Allerdings wird sich die Vertragslaufzeit um die nach hinten ausgesetzten Monate verlängern. Sollten Sie mit Ihrem Fitnessstudio immer noch nicht zu einer gemeinsamen Lösung gekommen sein, so nehmen Sie am besten Kontakt mit einem Anwalt auf.