Besonders von jungen Mietern, die noch in der Ausbildung sind und kein sicheres Einkommen haben, verlangen Vermieter oft eine Elternbürgschaft. Falls es zu Mietschulden oder Schäden in der Wohnung kommt, haften die Eltern. Bevor Sie eine Mietbürgschaft für Ihren Nachwuchs eingehen, sollten Sie einige wichtige Dinge beachten. Tipp: Ein Wohnungs-Rechtsschutz kann bei Streit mit dem Vermieter von großem Vorteil sein.

Studis und Azubis sind oft darauf angewiesen

Grundsätzlich gilt, dass der Vermieter nur eine Kaution oder eine Mietbürgschaft verlangen darf. Jedoch hat dies keine Wirkung, sofern der Bürge sich freiwillig dazu bereits erklärt. Dies hatte der Bundesgerichtshof (AZ IX ZR 16/90) so geurteilt. Dieser Fall kommt bei Elternbürgschaften zur Geltung, da der Nachwuchs dann nur sehr geringe Chancen hätte eine Wohnung auf dem Wohnungsmarkt zu finden.

Bei der Übernahme einer Bürgschaft müssen Sie als Elternteil die Verpflichtung eingehen für Mietrückstände, ausstehende Nebenkosten und Schäden in der Wohnung einzustehen. Bei der Mietbürgschaft ist es in der Regel so geregelt, dass der Vermieter mit seiner Forderung bei Problemen sich direkt an Sie wendet.

Höhe der Bürgschaft begrenzen

Üblicherweise haften Sie bei einer Mietbürgschaft nur in Höhe von drei Kaltmieten. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn Sie am Anfang des Mietverhältnisses von sich aus eine Bürgschaft anbieten.

Dies gilt auch dann, wenn Sie in einen laufenden Vertrag einspringen, um beispielsweise zu verhindern, dass Ihr Nachwuchs wegen der Mietschulden gekündigt wird (BGH, AZ VII ZR 379/12). Insofern haften Sie auch in diesem Fall in unbegrenzter Höhe für sämtliche Schäden oder Mietrückstände.