Diabetes ist eine Erkrankung, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Der hektische, moderne Lebensstil mit vielen Stunden sitzender Bürotätigkeit und dem zunehmenden Konsum von fettigen, zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken lässt die Häufigkeit ansteigen. Es gibt zwei Arten von Diabetes, von denen eine mit ein paar Anpassungen des Lebensstils verhindert werden kann.

Was ist Diabetes?

Dein Körper wird durch Glukose angetrieben, die größtenteils aus der Nahrung stammt, die du zu dir nimmst. Wenn du etwas isst, baut dein Körper Kohlenhydrate ab, um Glukose zu produzieren. Diese dient dazu, dein Gehirn, deine Muskeln und andere Organe mit Energie zu versorgen.

Es ist entscheidend für die Gesundheit, den Blutzuckerspiegel im gesunden Gleichgewicht zu halten. Hier kommt Insulin ins Spiel. Als Hormon der Bauchspeicheldrüse reguliert Insulin den Glukosespiegel stark. Nach dem Essen signalisiert Insulin dem Körper, Glukose aus dem Blutkreislauf aufzunehmen, um sie für die Energiegewinnung zu nutzen. Besteht ein Überschuss an Glukose, hilft es dem Körper, diese zu speichern.

Diabetes tritt auf, wenn dein Körper entweder nicht in der Lage ist, Insulin zu produzieren oder wenn er es nicht richtig verwerten kann. Dies führt wiederum zu einem erhöhten Glukosespiegel im Blut. Derzeit sind weltweit etwa 425 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Es gibt zwei Hauptformen der Erkrankung, die beide unterschiedliche Ursachen haben.

Was ist Typ-1-Diabetes?

Typ-1-Diabetes kommt seltener vor als Typ 2 und betrifft etwa 10 % aller Diabeteskranken. Er tritt am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen auf und wird dadurch verursacht, dass der Körper wenig oder gar kein Insulin produziert. Das bedeutet, dass tägliche Insulininjektionen notwendig sind, um den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten. Typ-1-Diabetes wird verursacht, wenn der Körper die Zellen angreift, die Insulin produzieren. Das bedeutet, dass man Glukose gar nicht verwerten kann und sie sich überall im Gewebe ablagert. Die Auslöser und Risikofaktoren dafür sind nicht bekannt, aber sie hängen mit einer Kombination aus genetischen Faktoren und Umweltbedingungen zusammen. So kann beispielsweise eine familiäre Vorbelastung das Risiko für die Erkrankung leicht erhöhen.

Was ist Typ-2-Diabetes?

Typ-2-Diabetes betrifft vor allem Erwachsene, aber auch jüngere Menschen können daran erkranken. Er tritt auf, wenn der Körper das produzierte Insulin nicht effektiv verwerten kann, so dass der Blutzuckerspiegel weiter steigt. Während die Genetik zur Entstehung der Krankheit beitragen kann, spielen Lebensstilfaktoren wie Ernährung und körperliche Aktivität eine entscheidende Rolle.

Was sind die Symptome?

Die Symptome für beide Hauptformen sind ähnlich, der Unterschied besteht darin, dass sie in unterschiedlichem Alter auftreten. Die Symptome von Diabetes Typ 1 treten normalerweise recht plötzlich auf, während es bei Diabetes Typ 2 mehrere Jahre dauern kann, bevor sie überhaupt erscheinen.

  • Abnormer Durst und trockener Mund
  • Plötzliche Gewichtsabnahme
  • Häufiges Wasserlassen
  • Ständiger Hunger
  • Verschwommene Sicht
  • Energiemangel, Müdigkeit
  • Bettnässen
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Händen oder Füßen
  • Mehr Hautinfektionen
  • Schlecht heilende Wunden

Kann ich Diabetes Typ 1 vorbeugen?

Da die Ursachen und Risiken von Typ-1-Diabetes noch nicht ausreichend erforscht sind, bestehen derzeit keine Präventionsmöglichkeiten. Es werden allerdings verschiedene vorbeugende Maßnahmen gegen den Ausbruch von Typ-1-Diabetes diskutiert, zum Beispiel eine ausreichende Stilldauer nach der Geburt sowie eine spätere Verabreichung von Kuhmilch und glutenhaltiger Nahrung an Kinder. Gesicherte Erkenntnisse zur Wirksamkeit gibt es jedoch nicht.

Sind in deiner Familie bereits Fälle von Diabetes Typ 1 aufgetreten, solltest du regelmäßig Bluttests machen lassen. Sie können Antikörper gegen das Gewebe der Bauchspeicheldrüse oder Insulin nachweisen. Sprich hierzu am besten mit deinem Hausarzt!

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