Stein auf Stein – in Deutschland boomt der Wohnungsbau. Seit 2008 ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen um rund 60 Prozent gestiegen. Etwa 309.000 Genehmigungen für Wohnungen in Mehr- und Einfamilienhäusern sowie Wohnheimen wurden alleine 2015 erteilt. Egal ob Fertighaus, Doppelhaushälfte oder ein großzügiges  Anwesen auf dem Land: Wer baut, trägt viel Verantwortung. Wie können sich Bauherren am besten gegen Risiken absichern?

Bauprojekt schützen – ab dem ersten Spatenstich

Im Frühjahr fängt die Bausaison wieder an und damit für viele Deutsche ein wichtiger Lebensabschnitt. Denn der Bau der eigenen vier Wände ist für viele nicht nur ein lang ersehnter Wunsch, sondern auch eine enorme finanzielle Belastung. Mit ungeplanten Kosten möchte sich dabei niemand herumschlagen. Doch leider läuft auf einer Baustelle nicht immer alles nach Plan. Wenn das frisch gedeckte Dach durch einen Sturm weggefegt wird oder Starkregen Dein halbfertiges Eigenheim beschädigt, kann sich der Hausbau schnell zum Alptraum entwickeln. Auch unvorhergesehene Eigenschaften des Baugrundes können Dein Bauprojekt von einen auf den anderen Tag lahm legen. Ein bindiger Boden beispielsweise kann je nach Anteil an Ton oder Lehm die Konsequenz haben, dass sich Wasser ansammelt, die Tragfähigkeit geringer ist und die Frostempfindlichkeit ausgeprägt ist. Es ist deswegen sehr wichtig im Vorfeld analysieren zu lassen, was für eine Art Untergrund gegeben ist, um böse Überraschungen zu vermeiden (Baugrunduntersuchung).

Wer vorher eine Bauleistungsversicherung abgeschlossen hat, muss sich in einem solchen Fall keine Sorgen machen. Diese Police erstattet Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten – und das nicht nur bei Schäden durch höhere Gewalt: Auch wenn zum Beispiel Bauarbeiter fahrlässig handeln oder Deine Baustelle Opfer von Vandalismus wird, kannst Du Dich auf diese Versicherung verlassen. Beim Abschluss der Police solltest Du darauf achten, für welche Schäden sie tatsächlich aufkommt, wie lange die Bauzeit dauern darf und ob es einen Selbstbehalt gibt.

Häuslebauer aufgepasst: Bauherren haften für Unfälle

Nicht nur Dein Haus sollte während der Bauphase optimal geschützt sein, sondern auch alle Menschen vor Ort. Denn eine Baustelle birgt mehr Gefahren als man denkt: Ein einstürzendes Gerüst, eine tiefe Baugrube oder herabfallende Teile können schnell zu Unfällen führen. Ob sich nun Bauarbeiter, Freunde oder Passanten verletzen: Für die Sicherheit auf und in unmittelbarer Nähe der Baustelle bist Du als Bauherr verantwortlich. Das ist gesetzlich geregelt. Auch wer ein Bauunternehmen oder einen Architekten beauftragt, ist im schlimmsten Fall voll schadenersatzpflichtig. Selbst wenn Kinder sich trotz Absperrungen auf der Baustelle verletzen, muss der Bauherr den Kopf hinhalten, da er auch als Laie eine Aufsichtspflicht hat, die nicht auf andere übertragbar ist. Der Ausdruck auf Warnschildern „Eltern haften für ihre Kinder“ befreit den Bauherrn nicht von dieser Aufsichtspflicht und der Auflage, Gefahrenquellen für Dritte möglichst auszuschließen. Hierzu existieren höchstrichterliche Urteile. Deswegen empfiehlt sich neben den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen eine Bauherren-Haftpflichtversicherung.

Neben Personen können natürlich auch Gegenstände beim Hausbau zu Schaden kommen. Vom Ziegelstein, der ein parkendes Auto trifft, bis hin zu Schäden am Nachbarhaus durch eine absinkende Baugrube: Auch hier wirst Du als Bauherr in die Pflicht genommen. Damit Dir Schadenersatzzahlungen nicht einen Strich durch die Rechnung machen, sicherst Du Dich am besten mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung ab. Sie übernimmt die Forderungen Dritter bei Personen- und Sachschäden während des Hausbaus.

Endlich fertig: So schützt Du Dein Traumhaus

Wer das Mammutprojekt Hausbau hinter sich gebracht hat, möchte sein frisch gebackenes Eigenheim natürlich bestmöglich gegen alle Gefahren schützen. Denn niemand will erleben, wie sein neues Domizil durch einen Brand zerstört wird, ganz abgesehen von den Kosten, die dann auf den Hausherren zukommen. Ob Feuer- und Sturmschäden, ein Blitzeinschlag oder ein Rohrbruch: Um sich gegen solche Risiken abzusichern, ist die Wohngebäudeversicherung ein Muss. Sie springt ein bei Schäden an Wänden, Böden, Fundament sowie Türen und Fenstern. Je nach Vertrag werden auch Elementargefahren, wie Überschwemmungen und Erdbeben von dieser Police abgedeckt.