Für viele Menschen ist der Verlust des Jobs ein sehr großer Verlust. Nach dem Verlust des Jobs muss man nach Maßnahmen suchen, um an Geld zu kommen. In vielen Fällen muss man hier sehr schnell handeln, damit die Einschnitte in den persönlichen und finanziellen Bereich nicht zu gravierend sind.

Mit einem 165 Euro-Job gibt es zum Glück eine Möglichkeit das Arbeitslosengeld mithilfe eines Nebenjobs ein wenig aufzustocken. Familien haben mit dem reduzierten Einkommen natürlich ein gravierendes Problem. Umso schlimmer ist es, wenn der Jobverlust sehr plötzlich kommt. Mit dem 165-Euro-Job können kleinere Beträge in die Familienkasse fließen. Diese Beträge sind zwar klein, aber nach einem Jobverlust kann jeder Euro wichtig sein.

Empfänger von Arbeitslosgengeld sollten einige Regeln unbedingt beachten, damit sie auf der sicheren Seite sind und keine Ansprüche verlieren.

Beim 165-Euro-Job auf Arbeitszeiten achten

Als Empfänger von Arbeitslosengeld I sind Sie berechtigt bis zu 15 Stunden in der Woche zu arbeiten. Dabei müssen Sie aber vorsichtig sein. Denn die Grenze liegt genau bei 15 Stunden. Arbeiten Sie genau 15 Stunden, dann verlieren Sie Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld. Insofern müssen Sie sich an einer Arbeitszeit von 14 Stunden und 59 Minuten halten. Manchmal kann es sogar vorkommen, dass Sie Rückzahlungen leisten müssen, weil der Arbeitgeber nur gerade Summen zahlen will. Schließlich muss der Nebenjob auch bei der Arbeitsagentur gemeldet werden. Dies sollte bis zum Beginn der Tätigkeit auch geschehen.

So viel Arbeitslosengeld bleibt Ihnen trotz Nebenjob

Grundsätzlich müssen Sie beachten, dass Ihr Nettoeinkommen des Nebenjobs vom Arbeitslosengeld abgezogen wird. Es gilt hier ein Freibetrag von 165 Euro. Verdienen Sie zum Beispiel 400 Euro, dann werden 235 Euro von Ihren Leistungen abgezogen. Somit können Sie durch den Nebenjob maximal 165 Euro mehr Geld haben als Sie mit Ihrem regulären Arbeitslosengeld bekommen. Daher hat sich auch die Bezeichnung 165-Euro-Job ergeben.

100 Euro Freibetrag bei Hartz IV

Bezieher von Arbeitslosengeld II müssen andere Regeln beachten: Hier ist nämlich der zeitliche Umfang des Jobs nicht ausschlaggebend. Daher gilt hier auch die Grenze von 15 Stunden nicht. Der Freibetrag liegt zudem bei mindestens 100 Euro monatlich. Verdienen Die also zwischen 100 und 1.000 Euro brutto im Monat, dann sind zusätzlich zum Freibetrag noch 20 Prozent des Bruttolohnes frei. Diese 20 Prozent werden dann auch nicht vom Arbeitslosengeld abgezogen. Wenn Sie zwischen 1.000 und 1.200 Euro bekommen, erhalten Sie einen zusätzlichen Freibetrag von 10 Prozent. Die Beratung durch einen Experten kann Ihnen im Zweifelsfall weiterhelfen. Sie lernen dann auch mehr über die geltenden Sonderregelungen.

Nebenjob kann bei Jobsuche helfen

Ein 165-Euro-Job wird von der Arbeitsagentur gern unterstützt, weil er einen guten Eindruck vermittelt und als Vorbereitung auf einen richtigen Beruf dient. Es kann natürlich passieren, dass sich aus der Nebentätigkeit eine Festanstellung entwickelt. Und selbst, wenn dies nicht passieren sollte, bleibt der Nebenjobber durch seine Tätigkeit in einem geregelten Berufsalltag und arbeitet vielleicht sogar in seinem ursprünglichen Berufsfeld. Allerdings sollte die Suche nach einem festen Arbeitsplatz niemals aufgegeben werden. Die betroffene Person sollte sich natürlich stets darum bemühen sich nach einer neuen und festen Stelle umzusehen.

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