Um Ihr Gehalt aufzubessern, können Sie einen Minijob neben ihrem Hauptberuf ausüben. Und selbst, wenn Sie bereits einen festen Job haben, können Sie sich mit einem Minijob etwas dazuverdienen. Dabei müssen Sie aber einiges beachten.

Nebenjob trotz Hauptberuf: Der Arbeitgeber muss zustimmen

Möchten Sie Ihr Gehalt nach Feierabend oder an einem Wochenende tun? Dann ist dies auf jeden möglich. Wichtig ist aber, dass Sie sich beim Arbeitgeber eine Genehmigung einholen müssen. Oftmals enthält ein Arbeitsvertrag die Bestimmungen, ob der Arbeitnehmer zusätzlich einem Minijob nachgehen kann. Vorteilhaft ist auch zu wissen, dass ein Verbot jeglicher Nebentätigkeiten rechtswidrig sein kann. Es lohnt sich hier auf jeden Fall einen Anwalt in Anspruch zu nutzen.

Wichtig ist natürlich auch zu wissen, dass der Nebenjob den Arbeitnehmer unter keinen Umständen bezüglich der Haupttätigkeit im Vollzeitjob beeinträchtigen darf. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn man nach Feierabend noch so lange jobbt, dass man am nächsten Morgen die Haupttätigkeit gar nicht mehr ordnungsgemäß verrichten kann. Und dass man auch nicht beim direkten Konkurrenten des Hauptarbeitgebers einen Minijob annehmen sollte, das sollte selbstverständlich sein.

Ein Minijob nebenfrei ist steuerfrei

Sehr gut zu wissen ist, dass man in einem Minijob bis zu 450 Euro zusätzlich verdienen darf, ohne das man für diese Summe Steuern und Sozialabgaben zahlen muss. Allerdings sind Sie nach wie vor dazu verpflichtet Beiträge zu Ihrer Rentenversicherung zu zahlen. Wichtig ist, dass nur ein einziger Minijob steuerfrei ist. Üben Sie mehrere Nebentätigkeiten auf 450-Euro-Basis aus, so werden die Einkünfte aus allen weiteren Zusatzjobs mit Ihrem Gehalt aus dem Vollzeitjob zusammengerechnet und müssen mit versteuert werden. Dasselbe gilt, wenn Sie selbstständig sind: Auch dann können Sie eine geringfügige Tätigkeit nebenbei ausüben, ohne für die Einkünfte zusätzlich Steuern zahlen zu müssen.

Minijob und Vollzeitjob: Nicht beim selben Arbeitgeber

Nicht zulässig ist es, wenn Sie beim einen und denselben Arbeitgeber einen Vollzeit- und Nebenjob ausüben. Was die Sozialversicherung angeht, so werden beide Tätigkeiten zusammengeführt und als Arbeitsverhältnis wären Sie in diesem Fall auch voll abgabenpflichtig. Als Betriebsrentner dürfen Sie aber in der Regel einen Minijob bei Ihrem früheren Arbeitgeber annehmen.

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