In der Urlaubszeit und den Wintermonaten November und Dezember schlagen Einbrecher am liebsten zu. In den vergangenen Jahren sind die Einbrüche in Wohnungen und Häuser im gesamten Bundesgebiet angestiegen - so meldet das Bundeskriminalamt. Seit Jahren steigt die Anzahl der Einbrüche an. Dabei überwinden die Einbrecher in den meisten Fällen mehr oder weniger wirksame Sicherheitsvorkehrungen und räumen dann die Wohnungen leer.

Damit das Dir nicht passiert, sind hier 18 der besten Maßnahmen für mehr Sicherheit in Deinem Zuhause – und keine davon wird Dich ein Vermögen kosten.

Tipp 1: Schütze Deine Eingangstür!

Gäste kommen durch die Wohnungstür – auch ungebetene nutzen diesen Eingang gern: Laut Erfahrungswerten der Polizei werden Einbrecher am ehesten vom Eindringen in die Wohnung oder das Haus abgehalten, wenn man sie schon an der Tür stoppt, indem man ihnen das unerwünschte Öffnen so schwierig wie möglich macht. Etwa die Hälfte der Einbrüche kannst Du verhindern, wenn die Täter genervt aufgeben und dann das Weite suchen. Einfache Handlungen erhöhen die Sicherheit: Tür deshalb niemals nur schnell ins Schloss ziehen, sondern immer zweifach abschließen. Auch wenn man nur mal schnell Brötchen oder die Zeitung holen geht – der kleine Zeitaufwand, die Wohnungstür ordentlich abzuschließen, lohnt sich.

Manche Haus- oder Eingangstüren lassen sich allein mit körperlicher Gewalt und ohne Einsatz von Einbruchswerkzeug zu öffnen. Die gute Nachricht: Jede Eingangstür lässt sich problemlos nachrüsten, der Einbau einer neuen, einbruchhemmenden Tür ab Widerstandsklasse 2 (insgesamt gibt es sechs, wobei sechs für die höchste Widerstandsklasse steht) bietet einen guten Einbruchschutz.

Tipp 2: Aktiviere immer den Alarm:

Es mag manchmal einfacher scheinen, ihn nicht zu aktivieren, wenn Du nur kurz weg bist. Es könnten jedoch Einbrecher lauern, die nur darauf warten, dass Du das Haus verlässt und ein Einbruch dauert nur wenige Minuten.

Tipp 3: Fenster zu!

Nur mal ganz schnell zu den Nachbarn oder fix in den Supermarkt? Auch hier solltest Du bedenken, dass Einbrechern kurze Zeitfenster schon reichen. Sie brauchen für ihre Taten meist nur wenig Zeit und nutzen auch kleine Fehler ihrer potenziellen Opfer. Sehen Kriminelle beim Eindringen durch die Wohnungstür Hürden, wenden sie sich umgehend der zweiten Möglichkeit, den Fenstern, zu. Ein gekipptes Fenster ist mühelos aufzuhebeln – und schon sind sie im Haus.

Tipp 4: Es gibt kein ideales Geheimversteck für den Schlüssel!

Jeder Dieb kennt die gängigen, vermeintlich sicheren Verstecke von Blumentopf bis Gartenschuhe. Auch unter der Türmatte ist kein geeigneter Platz und jeder Dieb wird auf die Idee kommen, hinter der Gießkanne, die neben der Eingangstür steht, nachzusehen. Also Zweitschlüssel immer nur bei Nachbarn oder anderen vertrauenswürdigen Personen deponieren.

Tipp 5: Nach Schlüsselverlust das Schloss austauschen:

Schlüssel verloren? Du denkst: Wird schon gut gehen, die Stadt ist schließlich groß. Du solltest aber kein unnötiges Risiko eingehen: Denn nur wenn Du den Schließzylinder austauschen lässt, kannst Du ausschließen, dass jemand den Schlüssel findet und zuordnen kann und potenzielle Einbrecher auf dumme Gedanken kommen. Und generell ist ein Schlüsselverlust immer problematisch und kann neben Einbruch noch weitere negative Folgen nach sich ziehen.

Tipp 6: Zeige gesundes Misstrauen gegenüber Unbekannten an der Tür:

Es klingelt – Du hast jedoch niemanden eingeladen? Dann solltest Du auch nicht freudestrahlend und ohne Sicherheitsvorkehrungen die Tür öffnen. Bei Trickbetrügern ist es eine beliebte Masche, als Handwerker oder Briefträger „verkleidet“, vor der Tür zu stehen. Zeige gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen und schaue, so vorhanden, zuerst durch den Türspion, wenn Unbekannte vor Deiner Eingangstür stehen. Auch ein Sperrbügel, der bewirkt, dass Du Deine Tür nur einen „Türspalt“ breit öffnen kannst, ist eine kleine, aber effiziente Sicherheitseinrichtung.

Tipp 7: Nicht die ganze Welt muss Deine Urlaubsbilder sehen:

Du verreist? Schön, aber erzähle es nicht der ganzen Welt. Wer in sozialen Netzwerken freudig postet, dass er gerade seine Koffer packt, sollte sich darüber bewusst sein, dass Verbrecher bei fehlenden Privatsphäre-Einstellungen ganz einfach online mitlesen können. Und für die ist der kleine Hinweis, dass Dein Haus oder Deine Wohnung einige Zeit leer stehen werden, Bares wert. Während Du Fotos vom Strand postest, können sie sicher sein, nicht beim Einbruch gestört oder gar ertappt zu werden. Wenn Du Deine Aktivitäten im Urlaub unbedingt teilen willst, dann am besten nur privat mit Freunden und Familie. Oder warte bis Du wieder aus dem Urlaub zurück bist.

Tipp 8: Licht an!

Selbst wenn Du nicht zu Hause bist, eine Zeitschaltuhr, die Lampen zeitgesteuert einschaltet, suggeriert in der Winterdunkelheit: Vorsicht, da ist jemand zu Hause. Ein Einbrecher, der damit rechnen muss, dass die Immobilie, die er ausrauben will, bewohnt ist, wird es sich zweimal überlegen, ob er die Tür aufbricht. Eine Zeitschaltung ist somit eine einfache und kostengünstige Idee, sich vor Einbrechern zu schützen.

HINWEIS:

Im Schutz der Dämmerung oder Nacht haben die Einbrecher Hochsaison. In den Monaten Oktober bis März verzeichnet die Polizei die meisten Einbrüche in Wohnungen und Häuser.

Tipp 9: Mache eine Bestandsaufnahme Deiner Wertsachen:

Wenn Du eine Liste Deiner Wertsachen hast, ist es für die Polizei im Ernstfall einfacher diese aufzuspüren. Mithilfe der Liste kannst Du schnell feststellen, was genau gestohlen wurde.

Tipp 10: Erste Hilfe im Notfall:

Du kommst nach Hause und stellst fest, dass bei Dir eingebrochen wurde. Die Eingangstür oder die Fenster sind beschädigt, alles ist zerwühlt, Notebook, Kamera, Schmuck, Bargeld fehlen. Alarmiere sofort die Polizei und unternimm vorerst nichts, verändere auch nichts, weil Du sonst wichtige Spuren vernichten könntest. Du musst unverzüglich eine Liste der gestohlenen Gegenstände anfertigen. Das ist umso leichter, wenn Du vorher eine Bestandsaufnahme Deiner Wertsachen angefertigt hast. Eine Liste gestohlener Gegenstände ist wichtig, falls der Dieb eines Tages gefasst wird und bei ihm gefundenes Diebesgut wieder an die Besitzer gelangen soll.

Tipp 11: Die Minuten-Regel:

Einbruchsexperten der Polizei wissen, dass Einbrecher nach wenigen Minuten aufgeben, wenn es Ihnen nicht gelingt, in ein Haus oder in eine Wohnung einzudringen. Deshalb ist Prävention wichtig. Experten empfehlen zum Beispiel mechanische Sicherheitseinrichtungen. Viele Hausbesitzer nehmen die Prävention auf die leichte Schulter und wundern sich, wenn ein Einbrecher binnen Sekunden mit Hilfe eines Kuhfußes oder Schraubendrehers ihre ungesicherten Fenster und Türen geöffnet hat. Bei Einfamilienhäusern sind Fenster und Balkontüren die bevorzugten Einbruchsstellen von Verbrechern. Eine Einbruchsicherung an Fenstern, Türen, Fenstertüren und Kellerschächten – in Form von zusätzlichen Schlössern – ist finanziell erschwinglich und hilft deutlich mit, Einbrecher abzuschrecken.

Tipp 12: Elektronische Abwehr:

Sie ist die perfekte Ergänzung zur mechanischen Abwehr. Verbrecher nehmen Abstand und überlegen es sich noch einmal, in ein Haus oder in eine Wohnung einzudringen, die mit Kameras gesichert ist. Per Zeitschaltuhr gesteuerte Rollläden und Lampen täuschen in der Dunkelheit Anwesenheit von Bewohnern vor – auch das schreckt Einbrecher ab.

Tipp 13: Bitte Deine Nachbarn um Mithilfe:

Wenn Du wegfährst, lass Deine Nachbarn abends das Licht in Deinem Haus anschalten, sein Auto in Deiner Garage oder vor Deinem Haus parken, sowie Post und Pakete annehmen. So wird der Eindruck erweckt, Du seist zu Hause. Das hält Einbrecher von Deinem Haus fern, denn kein Einbrecher will dem Hausbesitzer begegnen!

Tipp 14: Prüfe den Außenbereich Deines Hauses auf Schwachstellen:

Da Dir Dein Zuhause so vertraut ist, kann es leicht passieren, dass Du Sicherheitslücken übersiehst. Daher lohnt es sich, regelmäßig aktiv nach Schwachstellen zu suchen. Eine weitere Möglichkeit ist folgendes Experiment: Um Sicherheitslücken aufzudecken, sollte man sich in die Gedankenwelt eines Einbrechers hineinversetzen. Schaffst Du es ohne Schlüssel in Dein Haus zu gelangen?

Tipp 15: Ändere regelmäßig den Sicherheitscode!

Ist Dein Haus mit einer Alarmanlage ausgestattet, empfiehlt es sich, den Zugangscode immer mal wieder zu ändern. So wird der Code, wenn er in die falschen Hände gelangt, nicht lange von Nutzen sein.

Tipp 16: Täusche vor, dass Du ein Überwachungssystem hast:

Hauptaufgabe eines teuren Überwachungssystems ist es, Einbrecher abzuschrecken. Genau diese Wirkung kannst Du erzielen, indem Du den Einbrecher glauben lässt, Du hättest eines. Eine günstige Kamera-Attrappe oder sogar ein einfaches Schild, das vor einem nicht vorhandenen Überwachungssystem warnt, können dazu führen, dass der Einbrecher seinen Plan noch einmal überdenkt.

Tipp 17: Markiere die Griffe teurer Werkzeuge und Gegenstände:

Es klingt zwar etwas ungewöhnlich, aber oft vermeiden Einbrecher es, Gegenstände mit hohem Wiedererkennungswert zu stehlen. Es reichen Deine Initialen oder kleine Symbole, um Deine Werkzeuge oder andere Wertgegenstände individuell zu kennzeichnen.

Tipp 18: Bewahre vertrauliche Unterlagen sicher auf:

Heutzutage können Daten mehr wert sein als materielle Gegenstände! Ein Einbrecher könnte zum Beispiel mit Hilfe Deiner Passwörter alle Deine Online-Accounts hacken und großen Schaden anrichten. Stelle also sicher, dass nur Du Zugriff auf Deine Daten hast und schreddere vor der Entsorgung alle vertraulichen Dokumente. Denn selbst wenn die Einbrecher in die Wohnung gelangen, müssen sie ja nicht online noch weitere Schäden anrichten.

Mache Einbrechern das Leben schwer mit diesen kostengünstigen Sicherheitsmaßnahmen. Sollte sich ein Langfinger doch einmal erfolgreich Zutritt zu Deinem Zuhause verschafft haben, gibt es wichtige Maßnahmen, die Du nach einem Einbruch ergreifen solltest.

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