Eine junge Frau tupft sich in der Sonne den Schweiß mit einem Tuch von der Stirn

Der Taupunkt – ein Maß für die Schwüle

  1. DER TAUPUNKT – EIN MASS FÜR DIE SCHWÜLE

Der Tau­punkt – ein Maß für die Schwüle

In der Meteorologie gibt es verschiedene Größen, die etwas über die Luftfeuchtigkeit verraten. Als Luftfeuchtigkeit wird der Anteil des Wasserdampfs in der Luft bezeichnet. 

Wenn die maximale Menge an Wasserdampf in der Luft erreicht ist, dann ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt. Die maximale Menge Wasserdampf hängt von der Temperatur der Luft ab. Je höher die Temperatur, desto mehr Wasserdampf kann aufgenommen werden. 

Am bekanntesten ist die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent. In der Meteorologie spielt aber der Taupunkt eine noch größere Rolle. Der Taupunkt drückt nämlich die absolute Feuchte der Luft aus. Er eignet sich damit auch als Maß für die Schwüle der Luft.

Wasserdampf in der Luft

Die Menge des Wasserdampfs in der Luft kann mit unterschiedlichen Größen gemessen werden. Eine Möglichkeit ist das Wasser in Gramm pro Kubikmeter Luft (absolute Feuchte). Die andere Möglichkeit ist das Verhältnis der vorhandenen Feuchte zur maximal möglichen Feuchte in Prozent (relative Feuchte).

Beispiel für 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit

Die relative Luftfeuchtigkeit kann sowohl bei 35 Grad Lufttemperatur auch bei 15 Grad Lufttemperatur bei 50 Prozent liegen. In warmer Luft ist aber viel mehr Wasserdampf enthalten. Das drückt der Taupunkt aus. 

Bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit und 35 Grad Lufttemperatur liegt der Taupunkt bei 23 Grad. Bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit und 15 Grad Lufttemperatur liegt der Taupunkt bei 5 Grad. 

Wenn die Luft eine Temperatur von 35 Grad hat, kann sie viel mehr Wasser aufnehmen, als wenn sie kühlere 15 Grad hat. In diesem Fall ist es bei 35 Grad extrem schwül. Bei 15 Grad ist die Luft dagegen angenehm. Obwohl die relative Luftfeuchtigkeit mit 50 Prozent gleich ist, unterscheidet sich die Auswirkung. 

Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die man die Luft herunterkühlen muss, damit die Feuchtigkeit kondensiert. Erreicht die Lufttemperatur den Taupunkt, dann bildet sich Nebel.

Ob es schwül wird, kann man am Taupunkt erkennen

Der Taupunkt eignet sich gut als Maß für schwüle Luft im Sommer. Liegt der Taupunkt bei über 16 Grad, empfinden es die meisten Menschen als schwül. Ab einem Taupunkt von 20 Grad ist es sehr unangenehm schwül und drückend. In den Tropen liegt der Taupunkt fast immer über 20 Grad. In Deutschland und Mitteleuropa liegt er nur an wenigen Tagen im Sommer über 20 Grad.

Sie wollen also wissen, ob es schwül wird? Die relative Luftfeuchtigkeit allein sagt darüber nichts aus. Sie sollten dazu in der Wettervorhersage nach dem Taupunkt suchen.

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