A

Man spricht von einer abweichenden Halterschaft, wenn der Halter eines Kraftfahrzeugs und derjenige, auf den die Versicherung für das Kraftfahrzeug läuft, nicht ein und dieselbe Person sind.

Die Abgasuntersuchung (AU) ist seit 2010 ein Teil der Hauptuntersuchung (HU) und muss alle 24 Monate vorgenommen werden.

Nach der Erstzulassung eines privat genutzten Fahrzeuges ist die Abgasuntersuchung erst nach 36 Monaten fällig, danach alle 24 Monate.

Ohne erfolgreiche Abgasuntersuchung (und Hauptuntersuchung) ist die Zulassung eines Fahrzeuges für den Straßenverkehr nicht möglich. Sind die Emissionswerte zu hoch, wird keine Prüfplakette vergeben. Diese ist an der sechseckigen Form erkennbar.

E

Ein Elektromotorrad wird mit einem Elektromotor betrieben und gilt daher als energieeffizient und umweltschonend. Durch den fehlenden Verbrennungsmotor ist ein Elektromotorrad im Straßenverkehr deutlich leiser unterwegs. Nachteilig ist jedoch die kürzere Reichweite im Vergleich zu einem Motorrad mit Verbrennungsmotor.

Elektromotorrad, die sparsame Variante

Aufgeladen wird das Elektromotorrad an einer öffentlichen Ladestation. Alternativ auch über die Steckdose in der eigenen Garage. Trotz einer längeren Ladezeit als bei herkömmlichen Tankfüllungen, kostet eine Tankfüllung nur wenige Euro. Viele E-Tankstellen bieten das Aufladen sogar kostenlos an.
Auch steuerliche Vergünstigungen für Elektromotorräder oder bei Krediten lassen den Umstieg attraktiver werden.

Elektromotorrad ist nicht vom Fahrverbot betroffen

In vielen Städten, Stadtteilen und auch Ländern besteht bereits ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Davon sind Elektromotorräder meist nicht betroffen.

Ein Erdgasauto ist eine umweltfreundliche Variante zum Benzin- oder Dieselfahrzeug. Durch den Antrieb aus Erdgas und Luft findet eine geringere Umweltbelastung statt.

Mono- und bivalente Erdgasautos

Es gibt zwei Arten von Erdgasautos. Das monovalente Erdgasauto wird nur mit Erdgas betrieben. Ein kleiner Notfall-Tank mit Sprit sorgt bei einer fehlenden Erdgastankstelle für eine kurze Überbrückung.

Das bivalente Erdgasauto hingegen kann sowohl mit reinem Sprit, als auch Erdgas gefahren werden. Zwei Tanks ermöglichen ein Umschalten in die andere Kraftstoffart. Hierfür ist im Cockpit des Fahrzeuges ein spezieller Schalter angebracht. Der Vorteil beim bivalenten Erdgasauto im Vergleich zum monovalenten Modell ist die größere Kilometer-Reichweite.

Förderungen für das Erdgasauto

Aufgrund der geringeren Umweltbelastung können Erdgasautos auf verschiedene Weisen gefördert werden. Je nach Fahrzeugmodell gibt es steuerliche Einsparmöglichkeiten, Ökotarife bei der Versicherungsprämie, finanzielle Förderungen oder Tankgutscheine von den ansässigen Energieanbietern. Außerdem bieten einige Automarken bei einem Umstieg auf ein Erdgasauto der gleichen Marke attraktive Wechselrabatte an.

F

Ein Fahrzeugbrief, die Zulassungsbescheinigung Teil II, gehört zu einem wichtigen Bestandteil eines jeden Fahrzeugs. Der Fahrzeugbrief sollte keinesfalls im Fahrzeug mitgeführt werden. Er ist eine amtliche Urkunde, welche über die allgemeine Zulassung des Fahrzeugs Auskunft gibt.

Fahrzeugbrief – Die Ausstellung

Der Fahrzeugbrief wird mit einer Erstzulassung oder bei einer Ummeldung des Fahrzeugs ausgestellt. Dokumente, die vor Oktober 2005 ausgestellt worden sind, sind bis heute noch gültig. Weiterhin besitzt das Fahrzeug eine eindeutige Fahrzeugidentifikationsnummer. Diese wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Fahrgestellnummer bezeichnet. Schließlich wird dem Fahrzeug ein amtliches Kfz-Kennzeichen zugewiesen.

Grundsätzlich kann ein Fahrzeug auf eine konkrete Person ausgestellt werden. Die konkrete Person kann hier eine natürliche oder juristische Person sein, welche anschließend im Fahrzeugbrief als Halter und Besitzer eingetragen wird. Bei möglichen Änderungen müssen diese auch im Fahrzeugbrief notiert werden. Eine Änderung ergibt sich zum Beispiel, wenn einige Angaben zum Halter geändert werden müssen oder wenn am Fahrzeug einige technische Änderungen vorgenommen worden sind.

Wie ist ein Fahrzeugbrief aufgebaut?

Der Fahrzeugbrief besteht aus einem einseitig bedruckten Dokument, welches aufgrund von Wasserzeichen und Leuchtaufdrucken fälschungssicher ist. In der Mitte des Dokuments befindet sich die Fahrzeugbriefnummer.

In einem Fahrzeugbrief werden die grundlegenden Daten zu einem Fahrzeug eingetragen. Damit ein Fahrzeug auch zugeordnet werden kann, ist im Fahrzeugbrief die Identifizierungsnummer (FIN) eingetragen. Darüber hinaus ist im Fahrzeugbrief vermerkt, welche technischen Merkmale das Auto ausmachen. Dazu gehören die Marke, technische Daten wie Hubraum, Kraftstoffart und Version.

Wozu braucht man den Fahrzeugbrief?

Den Fahrzeugbrief braucht man um ein Auto um- oder abzumelden. Das Dokument muss für diesen Zweck bei der Zulassungsstelle vorgelegt werden. Das Dokument sollte beim Verkauf des Fahrzeugs an den neuen Besitzer übergeben werden. Dieses Dokument hat als Besitzurkunde daher einen sehr hohen Stellenwert und muss sicher aufbewahrt werden. Am besten verwahrt man den Fahrzeugbrief zuhause.

Geht der Fahrzeugbrief nun doch verloren, muss ein neues Dokument beantragt werden. Nicht nur muss man dazu eine eidesstattliche Erklärung abgeben, sondern auch mehrere Wochen warten bis man den neuen Fahrzeugbrief erhält. Der Verlust dieses so wichtigen Dokumentes ist mit sehr hohen Kosten verbunden.

Die Flottenversicherung stellt eine sehr umfassende Versicherung für Fahrzeuge dar. Eine Flottenversicherung wird von vielen Versicherungen angeboten.

Was sind die Vorteile einer Flottenversicherung?

Eine Flottenversicherung spart dem Unternehmer sehr viel Zeit. Fahrzeuge müssen nicht einzeln versichert werden, sondern werden in einem Gesamtpaket abgedeckt. Der Aufwand in der Verwaltung wird dadurch minimiert.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Flottenversicherung individuell auf den Betrieb angepasst werden kann. Auf diese Weise hat der Versicherte immer einen konkreten Ansprechpartner, der sich mit dem Fuhrpark der Firma auskennt und eine ganzheitliche Betreuung anbieten kann.

Was ist bei einer Flottenversicherung genau abgesichert?

Flottenversicherungen sind sehr komplexe Versicherungsleistungen. Versicherungen bieten die unterschiedlichsten Kombinationen an, und können ihr Angebot ganz individuell auf das Unternehmen abstimmen. Insofern gibt es kein einheitliches Angebot.

G

Eine Gefahrerhöhung bezeichnet eine nachträglich eintretende Erhöhung der Risiken des Versicherers. Eine solche Gefahrerhöhung löst eine Anzeigepflicht des Versicherungsnehmers aus und kann zur Leistungsfreiheit des Versicherers, zur Kürzung der Leistung oder zu einer Beitragserhöhung führen.

Die Gefährdungshaftung schreibt vor, dass der Halter eines Fahrzeugs auch dann für einen entstandenen Schaden haften muss, wenn er diesen nicht selbst verursacht hat. 

Gefährdungshaftung: Jeder Geschädigte soll einen Anspruch besitzen

Das Prinzip der Gefährdungshaftung soll eine Erleichterung für Geschädigte und deren Hinterbliebene darstellen. Ließen sich Ansprüche nur auf Grundlage der Verschuldenshaftung durchsetzen, könnten viele Unfallopfer keine Entschädigung durchsetzen.

Für das Entstehen eines Anspruchs im Sinne der Gefährdungshaftung müssen lediglich drei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens muss dem Wortlaut des § 7 StVG entsprechend ein „Betrieb eines Kraftfahrzeuges“ stattfinden. Zweitens muss es zu einem Schaden kommen. Drittens muss zwischen dem Betrieb des Kfz und dem Schaden ein kausaler Zusammenhang bestehen.

Wann ist ein Kfz „in Betrieb“?

Ein Kfz ist fast immer im Betrieb – es sei denn, es wird in einer Garage oder auf einem privaten Grundstück endgültig abgestellt. Während des Be- und Entladens gilt das Fahrzeug dagegen als „im Betrieb“. Dasselbe gilt nach dem Parken des Fahrzeugs im öffentlichen Raum: Hier stellt es nach Ansicht des Gesetzgebers grundsätzlich eine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

Verpflichtet ist der Halter, nicht der Eigentümer

Die Gefährdungshaftung verpflichtet den Halter des Fahrzeugs. Der Halter ist derjenige, der die Verfügungsgewalt besitzt und das Kfz auf eigene Rechnung nutzt. Wer Eigentümer eines Fahrzeugs ist, spielt dagegen keine Rolle. Bei einem geleasten oder sicherungsübereigneten Fahrzeug sind somit nicht Bank oder Leasinggesellschaft verantwortlich im Sinne der Gefährdungshaftung.

Welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es für den Halter?

Die Entlastungsmöglichkeiten für Halter sind begrenzt. Das Gesetz sieht lediglich höhere Gewalt und unabwendbare Ereignisse als Ausnahmetatbestände vor. Ein unabwendbares Ereignis liegt z. B. vor, wenn ein Fahrer auf der Autobahn einen winzigen Gegenstand aufwirbelt und es beim Hintermann dadurch zu Schäden am Fahrzeug kommt.

Die grüne Versicherungskarte heißt eigentlich Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr (IVK) und dient zum Nachweis des Kfz-Haftpflichtversicherungsschutzes im Ausland. Für Fahrten in die meisten europäischen Länder ist die Karte rechtlich nicht mehr erforderlich.

In den meisten Ländern ist die Grüne Versicherungskarte überflüssig

In EU/EWR-Mitgliedstaaten ist das Mitführen der grünen Versicherungskarte i.d.R. nicht zwingend erforderlich. Insbesondere für Reisen nach Italien empfehlen Versicherer jedoch weiterhin das Mitführen, da die Polizei nach Unfällen und auch bei Kontrollen häufiger nach dem Dokument verlangt.

Länder, in denen die Grüne Karte mitgeführt werden muss sind Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Serbien, Montenegro, Türkei, Russland, Ukraine und Weißrussland. Im Kosovo wird die Karte nicht akzeptiert: Bei Einreise mit einem ausländischen Fahrzeug muss ggf. ein Versicherungsschutz erworben werden.

Kein einheitlicher Geltungsbereich

Die Angaben zu den Ländern, in denen die Karte benötigt wird, unterscheiden sich z. T. zwischen den Versicherern. Auf der grünen Versicherungskarte sind dann Länder durchgestrichen, in denen das Unternehmen keinen Versicherungsschutz zur Verfügung stellt. Auf dem Dokument sind Informationen zum Fahrzeug, zum Versicherer und zum Halter vermerkt.

Internationale Abkommen zur Deckung von Versicherungsansprüchen werden häufig durch Kooperationen realisiert. Ist z. B. ein deutscher Versicherer in einem Land nicht tätig, kann er einen ortsansässigen Versicherer gegen Kostenerstattung mit der Abwicklung von Schadensfällen betrauen.

H

Die Hauptfälligkeit bezeichnet das Datum, zu dem die Versicherungsprämie fällig ist. Das Datum der Hauptfälligkeit entspricht damit dem Tag, an dem Versicherer und Versicherungsnehmer sich gegenseitig zur Leistung verpflichtet sind.

Die Hauptfälligkeit in der Kfz Versicherung bezeichnet beim Neuabschluss eines Vertrags das Datum des Vertragsabschlusses. Zu diesem Datum ist die Erstprämie fällig und der Versicherungsschutz tritt in Kraft. Die nächste Hauptfälligkeit ist im Vertragsverlauf dann der Beginn des nächsten Versicherungsjahres.

Hauptfälligkeit typischerweise am 01. Januar

Bei vielen Versicherern beginnt das Versicherungsjahr am 01. Januar. Aber oft weichen Anbieter auch davon ab und rechnen mit dem Beginn des neuen Versicherungsjahres ein Jahr nach Vertragsschluss.

Hauptfälligkeit muss bei Kündigung beachtet werden

Soll die Kfz Versicherung gewechselt werden, ist die Hauptfälligkeit im Hinblick auf die Kündigungsfrist relevant. Liegt die Hauptfälligkeit auf dem 01. Januar, muss die Kündigung dem Versicherer bis zum 30.11. des Vorjahres vorliegen. Die einmonatige Kündigungsfrist gilt für alle Versicherungsnehmer im Fall einer ordentlichen Kündigung.

Kfz müssen erstmals 36 Monate nach der Erstzulassung und danach im Intervall von zwei Jahren auf ihre Verkehrstauglichkeit überprüft werden.

Die Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme an der Hauptuntersuchung (HU) ist in § 29 StVZO festgelegt. Die Untersuchung wird durch staatlich anerkannte Prüforganisationen wie die DEKRA oder den TÜV durchgeführt. Deshalb wird die Hauptuntersuchung umgangssprachlich auch als „TÜV“ bezeichnet.

Hauptuntersuchung (HU) ist regelmäßig Pflicht

Unter die Pflicht zur Teilnahme an der Hauptuntersuchung (HU) fallen alle zulassungspflichtigen Kfz und Anhänger, nicht jedoch Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen. Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU) ist auch die Abgasuntersuchung (AU).

Für die Teilnahme an der HU ist der Halter eines Fahrzeugs verantwortlich. Er muss sich fristgerecht bei einer zuständigen Stelle melden und am vereinbarten Termin das Fahrzeug vorführen. Der Halter muss auch die Kosten tragen. Die Kosten variieren leicht zwischen den verschiedenen Prüfstellen sowie regional.

Stellen die Prüfer keine Mängel fest, wird die Durchführung der Hauptuntersuchung im Fahrzeugschein vermerkt und die aktualisierte Prüfplakette am Kennzeichen des Kfz angebracht. Auf dieser sind Jahr und Monat der nächsten HU vermerkt. Stellen die Prüfer Mängel fest, muss der Halter diese beseitigen und das Fahrzeug im Anschluss daran erneut vorführen. Sind die Mängel so groß, dass das Kfz als nicht mehr verkehrssicher eingestuft wird, entfernt die Prüfstelle die Plakette und informiert den Halter darüber, dass eine Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr möglich ist.

Versicherungsschutz für Fahrten zur Hauptuntersuchung

Im Hinblick auf Fahrten zur Hauptuntersuchung finden sich in den Versicherungsbedingungen zur Kfz Haftpflichtversicherung einige Besonderheiten. Fahrzeuge, die mit einem Saisonkennzeichen zugelassen sind, sind i.d.R. auch außerhalb der Saison versichert.

Der Versicherungsschutz gilt dann für Fahrten zur Hauptuntersuchung (und i.d.R. auch für Fahrten im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren, der Sicherheitsprüfung und der Abgasuntersuchung). Der Versicherungsschutz ist häufig auf Fahrten innerhalb des für den Halter zuständigen Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks beschränkt.

In der Kfz Haftpflichtversicherung sind i.d.R. auch Fahrten mit ungestempelten Kennzeichen versichert.

Ausgenommen sind i.d.R. Fahrten mit einem roten Kennzeichen oder ein Kurzzeitkennzeichen. Versichert sind so bezeichnete „Zulassungsfahrten“. Dabei handelt es sich um Fahrten zur Zulassungsstelle zur Anbringung der Stempelplakette, Fahrten zur Durchführung der Hauptuntersuchung (HU) und Fahrten zu Sicherheitsprüfungen. Auch hier gilt der Versicherungsschutz i.d.R. für den Zulassungsbezirk und einen angrenzenden Bezirk.

Die Herstellerschlüsselnummer (HSN) ist ein vierstelliger numerischer Code. Er ist in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Punkt 2.1 aufgeführt und dient der Identifikation eines Herstellers.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) unterhält ein Verzeichnis der Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern. In diesem Verzeichnis sind alle Hersteller aufsteigend nach der HSN aufgeführt. Voraussetzung für die Aufnahme in die Datenbank ist, dass vom KBA eine nationale HSN zugeteilt worden ist.

Der Herstellerschlüssel ist nicht immer eindeutig

Über die nationalen HSN hinaus gibt es internationale Herstellerschlüssel. Diese World Manufacturer Identifier (WMI) sind drei- bis sechsstellige alphanumerische Codes und gehen auf die Norm DIN- ISO 3780 in Verbindung mit DIN-ISO 3779 zurück.

Der deutsche Autobauer BMW ist beim KBA unter der HSN 0005 gelistet. Dieser Nummer sind Personenwagen, Krafträder und PKW-Mini zugeordnet. Einzelne Tochtergesellschaften von Konzernen können unter einer eigenen HSN gelistet sein. So ist General Motors Kanada z. B. unter der HSN 1906, General Motors USA dagegen unter der 1766 gelistet. Umgekehrt sind einigen HSN mehrere Hersteller zugeordnet, was zumeist auf Umstrukturierungen zurückzuführen ist. Unter der HSN 0790 sind in der Liste des KBA z. B. sowohl Daimler-Benz als auch Daimler Chrysler als auch Mercedes Benz.

Exakte Fahrzeugbestimmung nur mit der Typschlüsselnummer

Die exakte Bestimmung eines Fahrzeugs allein mit dem Herstellerschlüssel ist nicht möglich. Dazu wird zusätzlich die Typschlüsselnummer benötigt.

Versicherer ordnen Fahrzeuge anhand von Herstellerschlüssen und Typschlüsselnummer einer Risikostufe zu. Dabei werden Typklassen jeweils für die Kfz-Haftpflicht sowie für die Voll- und Teilkaskoversicherungen festgelegt. Die Risikoeinstufung eines Fahrzeugs kann sich zwischen den verschiedenen Versicherungssparten unterscheiden. So geht das erhöhte Diebstahlrisiko eines bestimmten Fahrzeugtyps nicht notwendigerweise mit einem größeren Risiko in der Kfz-Haftpflichtversicherung einher.

Der Herstellerschlüssel in Verbindung mit der Typschlüsselnummer ist für die Berechnung von Prämien in der Kfz-Versicherung und damit auch für Vergleiche zwingend notwendig. Neben dem Fahrzeugtyp entscheiden jedoch diverse weitere Aspekte über die Höhe der Prämie, darunter z. B. die Regionalklassen.

K

Der Kfz Schadenservice ist die Abteilung einer Versicherung, die Schadensmeldungen entgegennimmt. Tritt ein Schaden ein, müssen Geschädigte den Schaden beim Kfz Schadenservice der Haftpflichtversicherung des Schadenverursachers bzw. bei ihrer eigenen Versicherung melden. Die meisten Versicherer nehmen Schadenmeldungen mittlerweile online entgegen. Zusätzlich kann der Kfz Schadenservice telefonisch oder schriftlich kontaktiert werden.

Kfz Schadenservice umgehend informieren

Versicherungsnehmer sind vertraglich verpflichtet, Schäden umgehend zu melden. Wurde der Kfz Schadenservice informiert, leitet der Versicherer die weiteren Schritte ein und informiert über notwendige Maßnahmen wie z. B. das Einsenden von Fotos oder die Begutachtung des Schadens durch einen Sachverständigen. Dieser wird i.d.R. durch den Versicherer ausgewählt.

Viele Versicherer informieren ihre Kunden durch Statusmeldungen über den aktuellen Stand der Bearbeitung.  Am Ende der Bearbeitung steht die Entscheidung des Versicherers. Dieser kann z. B. den Schaden regulieren oder durch Einwände die Leistung verweigern oder kürzen.

Nach Unfällen sollten dem Unfallgegner neben Name und Adresse auch die Anschrift des Versicherers, die Nummer des Versicherungsscheins und das Kennzeichen mitgeteilt werden. Dieselben Informationen sollten auch vom Unfallgegner eingefordert werden. Die Versicherung des Unfallgegners kann bei Kenntnis des Kennzeichens ggf. über den Zentralruf der Autoversicherer ermittelt werden.

Bei Unfällen im Ausland sollte der Kfz Schadenservice nach Möglichkeit noch vom Ausland aus kontaktiert werden. Für eine schnelle Bearbeitung sollte der Europäische Unfallbericht ausgefüllt werden. Die Kenntnis der Versicherung und der Versicherungsscheinnummer des Unfallgegners ist bei Unfällen im Ausland besonders wichtig, da die Ermittlung nicht zwingend über das Kfz-Kennzeichen möglich ist.

Der Begriff Kasko bezeichnet Versicherungen gegen Schäden an Fahrzeugen, Flugzeugen und Schiffen. Auf dem deutschen Massenversicherungsmarkt bezeichnet Kasko die Kfz-Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung.

Die Kaskoversicherung ist anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung in Deutschland keine Pflichtversicherung. Sie schützt den Besitzer eines Fahrzeugs gegen Schäden und Verlust, deckt aber keine Ansprüche dritter Parteien ab wie die Haftpflichtversicherung.

Kfz-Zubehör sind Gegenstände, die zum Fahrzeug gehören. Für solches Fahrzeugzubehör besteht zum Teil Versicherungsschutz in der Kaskoversicherung.

Welches Zubehör unter welchen Bedingungen versichert ist, ist zumeist detailliert in den Versicherungsbedingungen aufgeführt.

Beitragsfrei mitversichertes Kfz-Zubehör

Beitragsfrei mitversichert sind häufig fest im Fahrzeug eingebaute oder am Fahrzeug angebaute oder im Fahrzeug unter Verschluss verwahrte Zubehörteile. Voraussetzung für den beitragsfreien Versicherungsschutz ist, dass die Zubehörteile ausschließlich dem Gebrauch des Fahrzeugs dienen und nach allgemeiner Verkehrsanschauung nicht als Luxus angesehen werden. Zudem muss das Zubehör straßenverkehrsrechtlich zulässig sein.

Mitversichert sind häufig zudem Zubehörteile, die im Fahrzeug unter Verschluss verwahrt werden und zur Behebung von Betriebsstörungen des Fahrzeugs dienen. Dabei kann es sich z. B. um Gegenstände zur Absicherung, Leuchtmittel etc. handeln.

Versicherungsschutz für Kfz Zubehör gibt es auch für Motorräder: Schutzhelme sind i.d.R. als Kfz-Zubehör versichert, solange sie entweder bestimmungsgemäß genutzt werden oder mit dem abgestellten Fahrzeug so fest verbunden sind, dass unbefugtes Entfernen zwingend mit einer Beschädigung einhergeht.

Bedingt mitversichertes Kfz-Zubehör

Einige Zubehörteile sind nur bis zu einem im Versicherungsvertrag festgelegten Gesamtneuwert beitragsfrei versichert. Dazu zählen je nach Festlegung in den Versicherungsbedingungen z.B. Radio- und sonstige Audiosysteme, fest eingebaute Navigationssysteme, Video- und Kommunikationssysteme, zugelassene Veränderungen im Zusammenhang mit Tuning, inidviduelle Lackierungen und Beschriftungen, Beiwagen und Verkleidungen sowie Spezialaufbauten und Spezialeinrichtungen.

Die Kraftfahrzeugsteuer ist seit dem 1. Juli 2009 eine Bundessteuer. Vor diesem Zeitpunkt lag die Ertrags- und Verwaltungshoheit bei den Ländern. Seit dem 1. Juli 2014 ging die Verantwortung für die Kfz-Steuer-Bearbeitung auf die Zollverwaltung über. Schaut man auf die regionale Ebene, so besitzt das entsprechende Hauptsollamt die Verantwortung für die Kfz-Steuern. Daher ist das Finanzamt seit 2015 auch nicht mehr dafür verantwortlich Kfz-Steuern einzunehmen.

Was ist der Zweck der Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuer wird einmal im Jahr bezahlt. Zudem gilt bei der Kfz-Steuer das Verursacherprinzip. Da ein Auto die öffentliche Straße nutzt, und bis zu einem bestimmten Grad auch die Umwelt durch Schadstoffe belastet, müssen die Fahrer auch die Instandhaltungskosten übernehmen. Als zweites soll die Kfz-Steuer auch eine unterstützende Funktion für eine umweltfreundliche Technologie ausüben. Autos mit einem geringeren Schadstoffausstoß werden von den Steuern befreit oder die Autofahrer zahlen einen geringeren Betrag.

Wer zahlt die Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuern müssen für das Halten und für das Benutzen von Fahrzeugen bezahlt werden. Es ist dabei unerheblich ob das Fahrzeug für den Verkehr auf einer öffentlichen Straße benutzt wird.

Können Fahrzeuge von den Steuern befreit werden?

Es gibt einige Fahrzeuge, die von den Kfz-Steuern befreit sind. Die Befreiung ist aber vom Verwendungszweck, dem Halter und der Art des Fahrzeuges abhängig. Es gibt die Möglichkeit auf eine zeitlich unbefristete und zeitlich befristete Befreiung.
Fahrzeuge, die für die Land- und Forstwirtschaft verwendet werden, sind Sonderfahrzeuge, Zugmaschinen und Anhänger. Sonderfahrzeuge müssen aber anerkannt werden. Gleichzeitig zählen Sattelzugmaschinen und Sattelanhänger nicht zu den steuerbefreiten Fahrzeugen.

L

Das Leasing erfreut sich für viele Autofahrer einer großen Beliebtheit. Kein Wunder, denn das Leasing stellt inzwischen eine gute Alternative zu einem klassischen Autokredit dar. Das Leasingunternehmen agiert hier als Leasinggeber. Der Leasinggeber stellt das Leasingfahrzeug zur Verfügung. Damit der Leasingnehmer das Fahrzeug auch nutzen kann, muss er ein monatliches Entgelt für die Nutzung zahlen. Das Fahrzeug wird am Ende der Leasingdauer zurückgegeben. Der Leasinggeber ist auch während der gesamten Laufzeit des Fahrzeuges der Eigentümer des Fahrzeugs. Ist die Kreditlaufzeit abgelaufen, so kann der Leasingnehmer das Fahrzeug zum Restwert übernehmen. Dabei bestimmen die jeweiligen Konditionen des Vertrages, ob dies auch möglich ist.

Vollamortisation

Eine Alternative besteht auch darin das Fahrzeug während der Laufzeit abzubezahlen. Wenn dieser Fall ist, spricht man auch von einer Vollamortisation. Die Anschaffungskosten werden durch die Leasingrate beglichen. Der Leasingvertrag kann zudem während der Grundmietzeig nicht gekündigt werden.

Teilamortisation

Bei der Teilamortisation wird das Leasinggut nicht komplett abbezahlt. Es besteht die Möglichkeit den Vertrag nach Ablauf der Leasingdauer zu verlängern. Alternativ kann das Auto auch zum Restwert übernommen werden.

Vorteile des Leasings

Ein Vorteil für Firmen besteht darin, dass die Leasingraten von der Steuer abgesetzt werden können. Die Leasingraten stellen Betriebsausgaben dar. Weiterhin haben Privatpersonen den Vorteil, dass nicht auf einmal eine große Summe für die Anschaffung des Fahrzeugs zahlen müssen. Die Zahlung in gleichbleibenden und im Voraus berechneten Raten hilft ungemein die finanzielle Belastung zu reduzieren.

Leasingvertrag

Ein Leasingvertrag ist einem Mietvertrag sehr ähnlich. Allerdings ist der Leasingnehmer für die Wartung des Fahrzeugs verantwortlich. Der Leasingnehmer kann am Ende der Laufzeit entscheiden, ob er das Auto kaufen will oder zurückgeben möchte. Bei einem Kauf im Anschluss spricht man auch von einem Mietkauf.

Zusammensetzung der Leasingrate

Die vertraglich festgelegte monatliche Leasingrate ist abhängig vom Anschaffungswert, vom Restwert, vom Wertverlust und den Verwaltungskosten.

M

Einen Motorroller für den Straßenverkehr zuzulassen ist nur mit einer gültigen Versicherung möglich. Welche Versicherungsart geeignet ist, hängt vom Motorroller ab.

Folgende Motorroller-Typen werden dabei unterschieden:

Kleinkraftroller: Kleinkraftroller haben einen Hubraum von bis zu 50 ccm und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h. Sie können bereits mit 16 Jahren gefahren werden. Die KFZ-Steuer muss für diese Motorroller nicht gezahlt werden und ein kleines Versicherungskennzeichen ist bereits ausreichend. Dieses erhält man meist direkt durch die Versicherung (vor Ort oder postalisch) und muss nicht zum Straßenverkehrsamt.

Gültig ist dieses Kennzeichen immer ab dem 1. März eines Jahres bis zum 28./29.2. des folgenden Jahres. Die Anmeldung ist zwar auch zu jedem anderen Zeitpunkt möglich, dennoch bleibt der 28./29.2. des folgenden Jahres als Versicherungsende bestehen und ein neues Kennzeichen muss angefordert werden.

Erkennbar sind die Kennzeichen an der jährlich wechselnden Farbe, so dass schnell ersichtlich ist, ob ein aktuell gültiges Kennzeichen angebracht ist.

Leichtkraftroller: Der Hubraum liegt zwischen 50 und 125 ccm. Die KFZ-Steuer entfällt für diese Typen ebenfalls, dafür ist jedoch ein normales KFZ-Kennzeichen notwendig. Dieses kann auf einen Saisonzeitraum zugelassen werden, wenn die Nutzung beispielsweise nur in den Sommermonaten stattfindet. Ein Saisonkennzeichen ist zudem meist günstiger als eine Ganzjahreszulassung.

Motorroller Versicherungsschutz

Wie bei einem Auto auch, kann auch ein Motorroller unterschiedlich abgesichert werden. Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist dabei Pflicht. Zusätzlich können eine Teilkasko- und eine Vollkasko-Versicherung abgesichert werden.

Eine Motorradversicherung (mindestens der KFZ-Haftpflichtschutz) ist eine Voraussetzung, um ein Motorrad für die Teilnahme am Straßenverkehr zulassen zu können.

Deckungen in der Motorradversicherung

Versichert werden muss ein Motorrad mindestens mit einer KFZ-Haftpflichtversicherung. Aufgestockt werden kann der Versicherungsschutz mit einer Motorrad-Teilkaskoversicherung. Für neuwertige oder hochpreisige Motorräder ist zudem die Motorrad-Vollkaskoversicherung empfehlenswert.

Motorradversicherung mit Saisonkennzeichen

Soll das Motorrad nur während der warmen Jahreszeit genutzt werden, ist ein Saisonkennzeichen sinnvoll. Empfehlenswert ist es, wenn dieses für mindestens 6 Monate gültig ist, da bei einem kürzeren Zeitraum keine Besserstufung der Schadenfreiheitsklasse im nächsten Jahr erfolgt (Voraussetzung hierfür ist auch, dass kein Schadenfall im aktuellen Kalenderjahr vorgelegen hat).

Außerhalb der Saison greift die Ruheversicherung.

Möchte man sich im Ausland einen Leihwagen mieten, so muss man sich nach den Vorschriften des Urlaubslandes richten. Das heißt natürlich auch, dass der Versicherungsschutz sich auch nach den Gegebenheiten des Urlaubslandes richten muss. Was die Kfz-Haftpflichtversicherung angeht, so gelten sehr niedrige Deckungssummen. Diese reichen bei Personenschäden aber kaum aus. Sollte ein Unfall passieren und die versicherte Summe ist nicht ausreichend für eine Entschädigung, muss die restliche Summe selbst bezahlt werden. Damit dies nicht passiert, kann man eine so genannte Mallorca-Police abschließen.

Was ist eine Mallorca-Police?

Die Mallorca-Police stellt eine Zusatzversicherung dar, die für Mietwagen in bestimmten Ländern zum Einsatz kommt. Der Zusatz führt dazu, dass der Mietwagen im Urlaubsland mit der gleichen Versicherungssumme haftpflichtversichert ist wie das beim heimischen Auto der Fall wäre. Der offizielle Name für diese Police ist „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“.

Anwendungsbereich

Ungeachtet der Bezeichnung beschränkt sich der Anwendungsbereich nicht nur auf Mallorca. Das versicherte Auto genießt einen Versicherungsschutz im geografischen Europa. Dazu zählt auch der europäische Teil der Türkei und Russlands.

Was sollte man bei einer Buchung eines Mietwagens beachten? Achten Sie darauf, dass Sie alle Konditionen und Preise nachvollziehen können. Darüber hinaus sollte man klären ob zusätzliche Kosten für Kindersitze, Tankservice und Navigationsgerät anfallen.

Übernahme Mietwagen – was ist zu beachten?

Auch bei der Übernahme eines Mietwagens sollte man einige Dinge beachten. Wichtig ist, dass sich alle Fahrzeugpapiere im Auto befinden und die Konditionen mit denen der Buchung übereinstimmen. Weiterhin sollte auch auf eine fremdsprachliche Fassung des Vertrags bestanden werden, die Sie wirklich lesen und verstehen können.

Bei der Übernahme des Mietwagens ist dieser auf Schäden zu überprüfen. Mängel sind zudem in einem Übergabeprotokoll festzuhalten. Weiter ist zu überprüfen was bei einem Unfall, Diebstahl oder einer Panne zu tun ist. Es sollte stets eine Notfall-Telefonnummer angegeben werden.

N

Um einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen in Betrieb nehmen zu können, muss dieser zunächst von der Zulassungsstelle zugelassen werden. Die Neuzulassung muss immer bei der zuständigen Zulassungsstelle des Halters erfolgen. Je nachdem, ob es sich um einen Neuwagen oder um einen Gebrauchtwagen handelt, müssen Halter entsprechende Unterlagen zur Zulassungsstelle mitbringen. Nur wenn alle notwendigen Unterlagen vorliegen, kann das Fahrzeug zugelassen werden.

Wichtige Unterlagen für die Neuzulassung

Welche Unterlagen benötigt werden, hängt davon ab, ob Fahrzeughalter ein gebrauchtes oder ein neues Fahrzeug anmelden möchten. Es gibt aber einige Unterlagen, die sowohl für einen Neu- als auch für einen Gebrauchtwagen relevant sind. Die folgenden Unterlagen müssen bei beiden Fahrzeugvarianten normalerweise vorliegen:

• Ausgestellte eVB der Versicherungsgesellschaft
• Gültiger Personalausweis
• Zulassungsbescheinigung Teil II (bekannt als Fahrzeugbrief)
• Bankverbindung zur Zahlung der Kfz-Steuer

Für ein gebrauchtes Fahrzeug sind außerdem die Zulassungsbescheinigung I (bekannt als Fahrzeugschein), Abmelde- und Stilllegungsbescheinigung und die HU-Bescheinigung notwendig. Falls Dokumente fehlen, kann das Fahrzeug letztendlich nicht zugelassen werden.

Wozu dient die Zulassung?

Jedem Fahrzeug, welches motorisiert ist und auf der Straße in Betrieb genommen werden soll, muss identifiziert werden können. Die Identifizierung erfolgt über das Kfz-Kennzeichen, welches von der Zulassungsstelle vergeben wird. Die Bankverbindung musste vor einigen Jahren noch nicht angegeben werden. Mittlerweile ist es aber so, dass sie Pflicht ist, wenn ein Fahrzeug angemeldet wird. Durch diese Maßnahme kann die zuständige Stelle direkt die Kraftfahrzeugsteuer von dem angegebenen Konto einziehen.

Auto aus dem Ausland zulassen

Handelt es sich um ein Fahrzeug aus dem EU-Ausland, ist normalerweise eine EG-Typengenehmigung vorhanden. Diese besagt, dass das Fahrzeug verkehrstauglich für die EU ist. Allerdings kann es auch einmal passieren, dass die EG-Typengenehmigung fehlt. Möglicherweise ist auch das Zertifikat nicht abrufbar. In dem Fall ist es notwendig, einen Sachverständigen zurate zu ziehen, der die EU-Tauglichkeit bestätigt. Stammt ein Fahrzeug aus einem Nicht-EU-Land, ist ein vom Staat zugelassener Gutachter unumgänglich. Erst wenn das Gutachten vorliegt und die Tauglichkeit bescheinigt wird, kann das Fahrzeug in der EU zugelassen werden.

Ist Ihnen die Nutzung von Ihrem Fahrzeug nach einem von Fremden verursachten Schadenfall nicht möglich, so kann ein Schadenersatz hierfür verlangt werden. Dies wird auch als Nutzungsausfallentschädigung bezeichnet.

Nutzungsausfallentschädigung - Dauer

Die Dauer für die Leistung einer Nutzungsausfallentschädigung ist von verschiedenen Faktoren abhängig. In der Regel gilt eine Frist von maximal 14 Tagen. In dieser Zeit ist die Reparatur eines Wagens durchaus möglich. Muss beispielsweise ein PKW aufgrund eines Totalschadens ersetzt werden, kann der Zeitraum länger ausfallen. Dies wird jedoch individuell entschieden. Der Geschädigte hat zudem dazu beizutragen, den Schaden schnellstmöglich regulieren zu lassen.

Die Höhe der Entschädigungssumme

Für die Berechnung der Entschädigungssumme durch den Ausfall wird die Sanden-Danner-Tabelle genutzt, welche in verschiedene Kategorien (A bis L) eingeteilt ist. Autos und Motorräder werden dort nach Nutzwert berechnet und auch das Fahrzeugalter hat einen Einfluss auf die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung.

Wann kann die Nutzungsausfallentschädigung in Anspruch genommen werden?

Im Prinzip ist jeder berechtigt, die Nutzungsausfallentschädigung in Anspruch zu nehmen, wenn der eigene PKW durch Fremdverschulden repariert/ersetzt werden muss, das Auto jedoch dringend benötigt wird. Ein Grund ist beispielsweise die regelmäßige Fahrt zur Arbeitsstätte, die mit diesem Fahrzeug durchgeführt wurde. Ob eine dringende Nutzung vorliegt und einem die Nutzungsausfallentschädigung wirklich zusteht, hat bereits mehrere Gerichte beschäftigt, die nach Einzelfällen entschieden haben. Wer sein Auto nicht reparieren lässt oder aufgrund eines Entzuges vom Führerschein den Wagen ohnehin nicht hätte nutzen können, wird es schwer haben, eine Nutzungsausfallentschädigung durchzusetzen.

Nutzungsausfallentschädigung bei Zweitwagen

Besitzen Sie einen Zeitwagen so muss dies kein Ausschluss für die Inanspruchnahme der Nutzungsausfallentschädigung sein. Wird der Zweitwagen beispielsweise regelmäßig durch den Partner genutzt und steht dem Geschädigten somit nicht zur Verfügung oder das zweite Fahrzeug kann mit dem verunfallten Fahrzeug nicht gleichgesetzt werden (beispielsweise Geländewagen mit Anhängerkupplung zu einem Smart), so steht ebenfalls die Nutzungsausfallentschädigung zu.

O

Bei einem Vertrag mit einer Versicherung hat der Versicherungsnehmer bestimmte Obliegenheiten zu erfüllen. Das bedeutet, dass er sich an gewisse Regeln halten muss, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Obliegenheiten als Versicherungsnehmer

Zu den Obliegenheiten eines Versicherungsnehmers gehört es beispielsweise, den Versicherer über wichtige Änderungen zu informieren, die den Versicherungsschutz beeinflussen oder gar gefährden können.

Liegt eine Adressänderung vor oder erweitert sich beispielsweise der Fahrerkreis für ein versichertes Fahrzeug, so muss der Versicherer darüber informiert werden. Zu den Obliegenheiten gehört es außerdem, dafür Sorge zu tragen, das Schadenrisiko so gering wie möglich zu halten. Im KFZ-Bereich bedeutet dies zum Beispiel, dass die Reifen den Witterungsverhältnissen angepasst sein müssen.

Ebenfalls zu den Obliegenheiten eines Versicherungsnehmers zählen das Zahlen der fälligen Versicherungsprämie sowie die unverzügliche Meldung nach einem Schadeneintritt. Auch ist es eine Pflicht des Versicherungsnehmers, einen eingetretenen Schaden so gering wie möglich zu halten (wird auch Schadenminderungspflicht genannt).

Was passiert, wenn Obliegenheiten nicht eingehalten werden?

Je nach Schwere eines Falles kann eine Obliegenheitsverletzung dazu führen, dass der Versicherer einen gemeinsamen Vertrag kündigen kann oder gänzlich von seiner Leistungspflicht befreit wird. Unterschieden wird dabei zwischen einer einfachen Fahrlässigkeit, der groben Fahrlässigkeit und der arglistigen Täuschung.

Obliegenheiten, die schon vor Vertragsabschluss erfüllt sein müssen

Um einen Vertrag überhaupt erst abschließen zu können, muss der Versicherungsnehmer die ihm gestellten Fragen bereits wahrheitsgemäß beantworten. Falsche Angaben können zu einer späteren Vertragsablehnung führen. Dies ist vor allem bei Gesundheitsfragen der Fall, wenn diese nicht korrekt beantwortet wurden, für den Vertrag aber relevant sind (beispielsweise bei einer Krankenversicherung).

P

Das Pflichtversicherungsgesetz besagt, dass für jedes Kraftfahrzeug, welches am Straßenverkehr teilnehmen möchte, mindestens eine KFZ-Haftpflichtversicherung bestehen muss. So wird geregelt, dass im Schadensfall für die geschädigten Dritten der entstandene Schaden ersetzt wird.

Was passiert, wenn keine Versicherung abgeschlossen wurde?

Ist ein Fahrzeug ohne gültige Versicherung im Straßenverkehr unterwegs, kann dies beispielsweise mit Geldstrafen bis hin zum Freiheitsentzug oder einem Fahrverbot bestraft werden.

Wer muss die KFZ-Haftpflichtversicherung abschließen?

Der Fahrzeughalter hat dafür zu sorgen, dass sein Fahrzeug nicht ohne gültige KFZ-Haftpflichtversicherung am Straßenverkehr teilnimmt. Die Versicherung abschließen kann jedoch auch eine andere Person, beispielsweise der Partner oder das Kind. Fahrzeughalter und Versicherungsnehmer müssen nicht identisch sein.

KFZ-Haftpflichtversicherung nachweisen

Um ein Fahrzeug zulassen zu können, muss beim Straßenverkehrsamt die sogenannte eVB-Nummer vorgelegt werden. Die eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigungsnummer) wird von den KFZ-Versicherungen ausgegeben und gilt als Nachweis der vorläufigen Haftpflicht-Deckung.

Eine Probefahrt ist im Rahmen des Fahrzeugkaufes allgemein üblich. Das gilt für den gewerblichen Händler ebenso wie für den privaten Verkäufer. Meist entscheidet sie über den Verkaufserfolg. Kaufinteressenten nutzen eine Probefahrt, um die Fahreigenschaften eines Neuwagens zu testen oder sich vom technischen Zustand eines Gebrauchtwagens ein Bild zu machen.

Da während einer Probefahrt ein Unfall durch den Kaufinteressenten nicht auszuschließen ist, stellt sich die Frage nach der Haftung. Verschuldet ein Kaufinteressent einen Unfall, macht es einen Unterschied, ob die Testfahrt privater oder gewerblicher Natur ist.

Unfall bei Probefahrt mit Privatfahrzeug

Ein Probefahrer unterliegt bei der Beschädigung eines Fahrzeugs während der Probefahrt einem erheblichen finanziellen Risiko. Er haftet für alle verschuldeten Schäden.

Besteht für das Fahrzeug beispielsweise keine Vollkasko, sondern nur die gesetzliche Haftpflichtversicherung, wird ein Schadensfall teuer. Auch gebrauchte Fahrzeuge können einige viel wert sein. Vor dem Start der Probefahrt sollten wichtige Fragen geklärt werden. Diese können sein:

• Wie ist das Fahrzeug versichert?
• Wer haftet im Schadensfall für Schäden an dem Fahrzeug?
• Wer wird in welchem Umfang die Selbstbeteiligungskosten übernehmen?
• Wer trägt den Rückstufungsschaden?

Eine Vollkaskoversicherung übernimmt in der Regel keine durch grob fahrlässiges Verhalten herbeigeführten Schadensfälle. Ist die Unfallursache eine stark überhöhte Geschwindigkeit, ein überfahrenes Rotlicht, Alkohol am Steuer oder ein Bremstest auf einer verkehrsreichen Straße trägt der Probefahrer den Schaden meist und auch bei bestehender Vollkaskoversicherung selbst. In den Versicherungsbedingungen sind die Versicherungsausschlüsse bei grob fahrlässigem Verhalten der Versicherten aufgeführt, die den Versicherer von der Leistungsverpflichtung freistellen.

Klarheit über den Versicherungsschutz und die Haftung für Beschädigungen bei einem Unfall während der Probefahrt verschafft eine Probefahrtvereinbarung. Sicherheit für Schadensfälle während einer Testfahrt bietet dem Probefahrer der Abschluss einer speziellen Probefahrtversicherung. Diese Policen sind für wenige Euro erhältlich. Im Schadensfall erhält der Verkäufer seine Selbstbeteiligung teilweise oder komplett und die Kosten der Hochstufung erstattet.

Schadensfall bei Probefahrt mit Händler-Fahrzeug

Werden Fahrzeuge von einem gewerblichen Händler probeweise zur Verfügung gestellt, besteht oftmals eine Teilkaskoversicherung. Bei Händlerfahrzeugen mit roten Kennzeichen ist meist nur die Haftpflicht versichert. Der Schutz einer Kaskoversicherung ist nicht vorhanden.

Von der Leistung freigestellt sind Versicherer so wie bei der privaten Probefahrt bei Unfällen, die aus grober Fahrlässigkeit mit einem Händlerfahrzeug passieren. Trotz Regulierung trägt der Probefahrer als Schadensverursacher die Kosten für den vereinbarten Selbstbehalt. Bei einem Händler sollte eine Probefahrtvereinbarung abgeschlossen und mit klaren Angaben zum Versicherungsschutz und zur Haftung versehen werden.

 

R

Jeder Versicherungsnehmer wird in eine Schadenfreiheitsklasse eingeteilt, wenn ein Fahrzeug angemeldet wird. Gerade Fahranfänger müssen hohe Versicherungsbeiträge bezahlen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Schadenfreiheitsrabatte von einer Person auf eine andere Person zu übertragen. Dieser Vorgang wird Rabattübertragung genannt.

Dabei handelt es sich jedoch um eine freiwillige Leistung, die unterschiedlich gehandhabt wird.

SF-Rabattübertragung von Motorrad- auf Autoversicherung

Bei Bedarf können Versicherte unter Umständen auch die SF-Rabatte der Motorradversicherung auf die Autoversicherung übertragen. In dem Fall unterscheiden sich jedoch die Schadenfreiheitsrabatte.

Rabattübertragung beantragen – das ist notwendig

Eine Rabattübertragung muss bei dem Versicherer beantragt werden. Es gibt ein spezielles Formular, welches sich SFR-Abtretung nennt. Das Formular muss mit allen relevanten Daten ausgefüllt werden. Falls die Person, die die Schadenfreiheitsrabatte abgeben soll, schon verstorben ist, muss nur eine Sterbeurkunde vorgelegt werden.

Versicherte in der KFZ Versicherung werden regelmäßig auf der Grundlage von unfallfreien Jahren in eine Schadenfreiheitsklasse eingeteilt. Die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse ist die Folge eines zu regulierenden Schadens. Durch die Kostenübernahme kleiner Unfallschäden lässt sich eine Rückstufung vermeiden.

Zugehörigkeit zu einer Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse)

Die Kosten der Versicherungsprämie werden maßgeblich durch die Zugehörigkeit zu einer Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) bestimmt. Verursacht der Versicherungsnehmer einen zu regulierenden Schaden, führt das zur Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse. Als Ergebnis steigt Prämie für die KFZ Versicherung wieder.

Die Versicherungsprämie reduziert sich regelmäßig nach einem weiteren Jahr, ohne das in Anspruch nehmen von Leistungen. In jedem Fall führt die Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse für die folgenden Jahre im Vergleich zu der Einstufung bei Schadensfreiheit zu einem höheren Versicherungsbeitrag. Bei zu häufigen Schadensfällen kann die Versicherung von ihrem Recht der außerordentlichen Kündigung Gebrauch machen.

Wie und wann wird die Rückstufung im Schadensfall vorgenommen?

Meldet der Versicherungsnehmer einen Schaden in der Fahrzeughaftpflicht - oder KFZ- Vollkaskoversicherung, kommt es mit Beginn des neuen Versicherungsjahres (1. Januar) zur Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse. Die Grundlage der Rückstufung bilden die zu diesem Zeitpunkt anwendbaren Versicherungsbedingungen und Rückstufungstabellen. Eine Rückstufung ist nicht von der Höhe des Schadens abhängig.

Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse vermeiden

Nach einem Schaden hat der Versicherungsnehmer die Wahl, zwischen Regulierung durch die Versicherung und die Übernahme des Schadens zu eigenen Lasten. Eine persönliche Schadensübernahme verhindert die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse.

Eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse lässt sich mit der Vereinbarung eines Rabattretters vermeiden. Durch den Rabattretter erhöht sich die Prämie geringfügig gegenüber dem normalen Versicherungsbetrag. Im Falle einer Schadenregulierung durch die Versicherungsgesellschaft bleibt die sonst übliche Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse aus.

Die Rückstufung durch einen Versicherungswechsel verhindern?

Die Rückstufung lässt sich keinesfalls durch einen Wechsel des Versicherungsunternehmens verhindern. Die aktuelle Versicherung gibt die neue Schadenfreiheitsklasse an die künftige Versicherung weiter.

Die Rettungspflicht gehört zu den Obliegenheiten eines Versicherten. Obliegenheiten beschreiben Verhaltensregeln, denen Versicherte in gewissen Situationen unterliegen. Diese Verhaltenspflichten sind zwar nicht einklagbar, bei Nichtbefolgen können sie rechtliche Nachteile nach sich ziehen. Ein Nachteil kann die z.B. die Leistungsfreiheit des Versicherers sein.

Der Versicherer deckt ein bestimmtes Risiko und möchte einen Schaden so gering wie möglich halten. Geregelt ist die Rettungspflicht im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und sie verlangt vom Versicherungsnehmer bei Eintreten eines Schadensereignisses einen Schaden abzuwenden und zu begrenzen. Die Entstehung der Rettungspflicht hängt direkt mit dem Eintreten des Versicherungsereignisses zusammen. Der versicherte Schadensfall ist für die Rettungspflicht in jedem Fall eingetreten. Die Erfüllung der Rettungspflicht in § 82 VVG löst den Ersatz von Rettungskosten aus.

Der Versicherungsnehmer unterliegt keiner gesetzlichen Schadenverhütungspflicht, somit ist er nicht zum Abwenden des Versicherungsfalls verpflichtet. Zur Anwendung kommen hingegen Obliegenheiten zur Abwendung oder Verminderung von Schaden (Gefahr, Gefahrerhöhung), die der Versicherungsnehmer beispielsweise durch Unterlassung verletzen kann.

Im Prinzip ist unter Erfüllung der Rettungspflicht zu verstehen, dass der Versicherungsnehmer Maßnahmen im gleichen Umfang ergreift, die er bei einem nichtversicherten Schadensfall durchführen würde.

Beispiele für Maßnahmen im Zuge der Rettungspflicht sind bei Brandschaden Löschversuche und die Alarmierung der Feuerwehr. Bei Einbruch und Diebstahl ist eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Bei einem Verkehrsunfall gehört die Alarmierung von Polizei und Rettungskräften, die Sicherung des Unfallortes und die Versorgung von Verletzten zu den Rettungspflichten. Rettungspflichten aus der Kfz-Versicherung bedeuten für den Versicherungsnehmer, dass gegenüber Dritten kein Schuldeingeständnis ausspricht oder gar unterschreibt.

Die Versicherungsprämien in der KFZ-Versicherung werden unter Hinzuziehung von Typklassen und Regionalklassen kalkuliert. Während in den Typklassen der Fahrzeugtyp erfasst wird, wird in den Regionalklassen die Häufigkeit von Schäden und Unfälle einer bestimmten Region erfasst. Sie sind das Spiegelbild der Schadenbilanz der Regionen.

Regionalklasse und Typklasse sind wesentliche Tarifmerkmale zur Festlegung der Versicherungsbeiträge durch einen Versicherer. Herausgegeben werden die Regionalklassen einmal pro Jahr durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Regionalklassen für das Folgejahr stehen zu Beginn des Monats September in der Regel fest.

In Deutschland werden dabei Schäden und Unfälle für insgesamt 413 Zulassungsbezirke erfasst. Die Einteilung in Regionalklassen gibt es sowohl für die Kfz-Haftpflichtversicherung sowie für die Teil- und Vollkasko-Versicherung.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung nimmt das Fahrverhalten der Autofahrer des Zulassungsbezirks Einfluss auf die Regionalklasse. In der Schadenbilanz einer Region finden sich die Anzahl der Schäden, die Schadensverursacher und die durchschnittliche Schadenhöhe wider. Die Anzahl in der Region zugelassenen Fahrzeuge ist ein weiteres Kriterium. Eine Unfallhäufigkeit an bestimmten Orten der Region könnte zu einem überdurchschnittlich hohen Schadenaufkommen führen. Bei der Festlegung der Regionalklasse in der Kaskoversicherung werden Fahrzeugdiebstähle, Wildunfälle sowie die Sturm- und Hagelschäden einbezogen.

Regionalklassen in Deutschland

Kfz-Versicherte werden einmal jährlich in ihrer Kfz-Versicherung neu in der Regionalklasse eingestuft. Für die Prämienerhebung ist der Wohnort ausschlaggebend. Die Bezugsgröße sind die aktuell 413 Zulassungsbezirke und die Anzahl und Kosten der dort erfassten Fahrzeug-Schäden in den letzten fünf Jahren.

Die Einteilung der Regionalklassen erfolgt auf der Basis von Indexwerten unter Berücksichtigung der Schadenbilanz der Kfz-Zulassungsbezirke. Der Bundesdurchschnitt erhält den Wert 100. Ein Indexwert über 100 weist auf eine überdurchschnittliche Schadenbilanz hin. Regionen mit wenigen Schäden haben einen niedrigeren und damit besseren Indexwert.

Anzahl der gegenwärtigen Regionalklassen:

• Kfz-Haftpflichtversicherung 12
• Teilkaskoversicherung 16
• Vollkaskoversicherung 9

Aus der Regionalklasse kann abgelesen werden, wie günstig oder wie teuer eine KFZ-Versicherung ist. Je niedriger die Regionalklasse ausfällt, desto günstiger wird ein Versicherungsbeitrag werden.

Die vom GDV veröffentlichten Regionalklassen sind für KFZ-Versicherer unverbindliche Empfehlungen und nicht bindend. Daher können vom Versicherer Preisgrundlagen davon abweichen. In der Regel werden Typklasse und Regionalklasse auf jeder Beitragsrechnung aufgeführt.

Die Regionalstatistik des GDV kann ab nach Veröffentlichung für Neuverträge und für laufende Verträge zum Fälligkeitstermin angewendet werden. Prämienänderungen erfolgen in der Regel zum 01.01. eines jeden Jahres. Jeder Verbraucher und Versicherte kann sich direkt beim GDV über Regionalklassen informieren und Veränderungen der Klassen und die maßgeblichen Indexwerte abrufen.

S

Wird ein Schaden durch die Kfz-Versicherung reguliert, hat das für den Versicherungsnehmer regelmäßig eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse zur Folge und die Beiträge steigen. Bei einem Schadenrückkauf erstattet der Versicherungsnehmer den vom Versicherer regulierten Schaden vollständig zurück und verhindert damit eine Rückstufung.

Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse vermeiden

Wenn die Fahrzeughaftpflicht- oder Vollkaskoversicherung die Regulierung eines Schadens übernimmt, erfährt der Versicherungsnehmer im folgenden Jahr meist eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse. Aufgrund dessen zahlt er einen höheren Beitragssatz.

Reguliert die Versicherung den durch den Versicherten verschuldeten Schaden, hat das negative Auswirkungen auf den Schadenfreiheitsrabatt, denn es ihm werden einige der unfallfreien Jahre abgezogen. Bis zum Erreichen der ursprünglichen SF-Klasse kann es mehrere Jahre dauern.

Um diese Rückstufung und die langfristig wirkenden Prämienerhöhungen zu verhindern, besteht in der KFZ Versicherung die Möglichkeit, den regulierten Schaden unter bestimmten Bedingungen zurückzukaufen.

Wie lange ist ein Schadenrückkauf möglich?

In der Regel hat der Versicherungsnehmer bis zu sechs Monate Zeit für einen Schadenrückkauf. Die Frist für eine Selbstregulierung läuft ab dem Zeitpunkt, zudem der Schadensfall von der Versicherung als abgeschlossen gemeldet wird. Der Versicherungsnehmer erfährt den Fristbeginn und das Fristende im entsprechenden Erledigungsschreiben.

Selbstbeteiligung (SB) ist ein Begriff aus dem Versicherungswesen, der den finanziellen Anteil beschreibt, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall zu übernehmen hat. Die Selbstbeteiligung, auch Selbstbehalt oder Kostenbeteiligung genannt, wird entweder jährlich oder pro Schadenfall angewendet. Bei der Regelung Selbstbeteiligung pro Schadenfall wird der vom Versicherungsnehmer zu tragende finanzielle Anteil von der Schadenssumme abgezogen. Bei einem jährlich vereinbarten Selbstbehalt zahlt der Versicherte einen Schaden bis maximal in der vereinbarten Höhe. Die über die Selbstbeteiligung hinausgehenden Beträge werden von der Versicherung erstattet.

Bei der Selbstbeteiligung kommt entweder ein fester Betrag (beispielsweise 500 Euro je Schadenfall) und ein prozentualer Wert (beispielsweise 10 Prozent je Schadenfall) zur Anwendung. Diese Regelungen können in kombinierter Form auftreten. So kann z. B. eine Selbstbeteiligung von 10 Prozent, mindestens 500 Euro je Schadenfall gelten.

Selbstbeteiligung (SB) in der Kaskoversicherung

Bei der Autoversicherung wird die Selbstbeteiligung im Rahmen der Kaskoversicherungen praktiziert. Durch eine hohe Selbstbeteiligung (SB) vermindert sich die Versicherungsprämie bei der Kaskoversicherung.

Allen Versicherungsnehmern wird eine entsprechende Schadenfreiheitsklasse zugeordnet. Durch die Schadenfreiheitsklasse wird angegeben, wie viele Jahre ein Fahrer ohne Unfall unterwegs war beziehungsweise kein Schaden reguliert wurde. Die SF-Klasse ist außerdem maßgeblich für den zu zahlenden Versicherungsbeitrag. Je niedriger die Klasse ist, umso höher fallen die Beiträge aus. Sowohl für die Kfz-Haftpflichtversicherung als auch für die Vollkaskoversicherung ist die SF-Klasse relevant.

Einstufung in die SF-Klasse durch Versicherer

Die meisten Versicherer verfügen über Schadenfreiheitsklassen zwischen 0 und 35. Hinzu kommen noch diverse Sonderklassen wie SF ½, SF M und SF S. Nach jedem unfallfreien Jahr steigen Versicherungsnehmer in der Klasse nach oben und müssen letztendlich weniger Beiträge bezahlen. Fahrer mit vielen schadenfreien Jahren profitieren von einem wesentlich niedrigen Beitragssatz.

Neue Einstufung nach Schaden durch den Versicherer

Falls ein Schaden in einem Versicherungsjahr entsteht, wird der Versicherungsnehmer in der Kfz-Versicherung ein oder mehrere Schadenfreiheitsklassen zurückgestuft, wodurch der Beitragssatz und die Beitragshöhe im nächsten Versicherungsjahr steigen. In den Versicherungsbedingungen des Kfz-Versicherers ist es ersichtlich, wie weit im Falle eines Schadens zurückgestuft wird.

SF-Klasse übertragen bei Versicherungswechsel

Jeder Fahrzeugnehmer hat die Möglichkeit, die Versicherung zu wechseln. Praktischerweise können die Schadenfreiheitklassen zu der neuen Versicherungsgesellschaft mitgenommen werden. Die Übertragung wird in der Regel von der neuen Versicherungsgesellschaft oder dem Versicherungsnehmer bei dem alten Versicherer beantragt.

Die Schwacke-Liste wird für die Bestimmung des Gebrauchtwagenpreises benötigt. Wer sein gebrauchtes Fahrzeug verkaufen möchte, hat dank der Schwacke-Liste einen gewissen Anhaltspunkt, der für Preisverhandlungen wichtig ist. Auch für Käufer ist die Schwacke-Liste hilfreich und sinnvoll, da sie eine ungefähre Einordnung leistet, wie viele das gewünschte Fahrzeug kosten sollte. Auch die Versicherungen nutzen die Schwacke-Liste, um den Restwert eines Fahrzeugs nach einem Unfall zu ermitteln.

Restwert des Fahrzeugs ermitteln - mit wenigen Angaben möglich

Bei der Schwacke-Liste handelt es sich nur um Durchschnittspreise für die Fahrzeuge. Es kann allerdings auch diverse Abweichungen von Region zu Region geben. Der Restwert eines Fahrzeugs hängt allgemein von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählen beispielsweise:

- Alter des Fahrzeugs
- Fahrzeugmarke und –typ
- Kilometerstand
- Enthaltene Sonderausstattung
- Allgemeiner Zustand

Ganz wichtig sind beim Gebrauchtwagenkauf die Faktoren Baujahr und Laufleistung. Je älter ein Fahrzeug ist und je mehr Kilometer gefahren wurden, umso niedriger fällt der Restwert aus. Schließlich müssen Käufer damit rechnen, dass aufwendige Reparaturen anfallen könnten. Auch starker Verschleiß und Gebrauchsspuren sind bei älteren Modellen oft vertreten. Enthält ein Fahrzeug jedoch einige Sicherheitsfeatures und eine Luxusausstattung, ist der Restwert des Fahrzeugs meist höher anzusetzen.

Kraftfahrzeug über Schwacke bewerten lassen

Interessierte können einen Gebrauchtwagen über die Schwacke-Liste bewerten lassen. Allerdings ist die Schwacke-Bewertung an Kosten gebunden. Das Unternehmen Eurotax Schwacke GmbH gibt die Schwacke-Liste heraus und stellt ein Online-Tool für die Autobewertung zur Verfügung. Es gibt auch kostenlose Tools im Internet, die eine grobe Einschätzung zum Fahrzeugwert bieten.

Fachmann hinzuziehen und genauen Wert erhalten

Dank der Schwacke-Liste gibt es bereits einen gewissen Richtwert, der für den Kauf und Verkauf eines Gebrauchtwagens interessant ist. Wer jedoch ganz genau wissen möchte, wie viel das entsprechende Fahrzeug wert ist, der sollte einen Fachmann konsultieren und das Kraftfahrzeug von dem Spezialisten begutachten lassen. Unter anderem ermöglichen TÜV, Dekra und andere Prüfstellen die Möglichkeit ein bezahltes Fahrzeuggutachten ausstellen zu lassen.

T

Die Typschlüsselnummer oder TSN ist ein alphanumerischer Code mit 9 Stellen. Dieser gibt Auskunft über die Fahrzeugart, die Karosserieform und den eingebauten Antrieb.

Die TSN befindet sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II unter 2.2. Diese Nummer wird vom Kraftfahrtbundesamt vergeben und ist zusammen mit der Herstellerschlüsselnummer eine Art „Identifikationsnummer“ für jedes einzelne Fahrzeug.

Welche Auswirkungen hat die TSN auf den Versicherungsbeitrag?

Die Typschlüsselnummer hat wichtige Auswirkungen auf die Versicherungsprämien. Mit Hilfe der TSN und der Herstellerschlüsselnummer, kurz HSN, ermittelt der Versicherer die Schadenklasse des Fahrzeugs. Diese Klasse ist ein wichtiger Anhaltspunkt zur Unfallstatistik gleichartiger Fahrzeuge in der jeweiligen Region. Jeden Herbst wird eine neue Unfall- und Schadenstatistik erstellt und die Fahrzeuge und Klassen dementsprechend angepasst.

Tipp: Wenn man sich bereits vor dem Autokauf über die Schadenklasse des gewünschten Fahrzeugs erkundigt, kann man die Höhe des zukünftigen Versicherungsbetrages in Erfahrung bringen. Gerade wenn man sich zwischen mehreren Fahrzeugtypen nicht entscheiden kann, lohnt sich ein kurzer Blick in die Schadenstatistik, um das steuerlich beziehungsweise versicherungstechnisch günstigste Exemplar herauszufiltern.

Die Tageszulassung wird im Volksmund oft mit der Kurzzeitzulassung verwechselt – Was genau ist also der Unterschied? Bei einer Tageszulassung lässt der Händler ein neuwertiges Fahrzeug für einen Tag auf seinen Namen zu. Dadurch kann das Kraftfahrzeug im Anschluss für einen günstigeren Preis als den Herstellerpreis an den Kunden verkauft werden. Normalerweise wird dieses Verfahren bei Vorführfahrzeugen angewendet, da zwischen der Erstzulassung und der Tageszulassung eines KFZ maximal ein Jahr liegen darf. Dabei ist der Kilometerstand allerdings irrelevant. Sollte allerdings ein Mangel bei der Übergabe des Fahrzeugs vom Händler vorliegen, ist dieser zur Gewährleistung verpflichtet. Die gesetzliche Gewährleistungsgarantie beträgt 2 Jahre, wobei ab dem zweiten Jahr der Käufer in der Beweispflicht steht.

Worauf sollte man bei einer Tageszulassung achten:

- Der Käufer ist der zweite Eigentümer, da der Verkäufer als Erstbesitzer in der Zulassungsbescheingung Teil II erscheint
- Die Herstellergarantie beginnt ab dem Tag der Erstzulassung und vermindert sich um die Zeit bis zur Zulassung auf den Kunden
- Das Fahrzeug darf höchstens 12 Monate alt sein, damit eine Tageszulassung möglich ist
- Die gesetzliche Gewährleistung beträgt ab Übergabe an den Kunden dennoch 2 volle Jahre

Im Gegensatz dazu steht die Kurzzeitzulassung, die für 5 Tage gültig ist. Diese Kurzzeitkennzeichen sind dafür gedacht, Fahrzeuge zu überführen oder Probefahren zu bewerkstelligen.

Jeder Versicherungsnehmer wird einer bestimmten Tarifgruppe zugeordnet. Anhand dieser berechnet sich der Versicherungsbeitrag. Jedem einzelnen Versicherer steht es zu, eigenständig zu bestimmen, welche Tarifgruppen er seinen Kunden anbietet.

Zwischen folgenden Gruppen kann unterschieden werden:

Gruppe A – schließt ehemalige und aktuelle Landwirte / Bauern ein, die keiner weiteren beruflichen Tätigkeit nachgehen.

Gruppe B – gilt für Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und deren nicht berufstätigen Familienangehörigen (Hausfrau, Kinder, …)

Gruppe D – ist für Freiberufler und Angestellte aus vorbestimmten Branchen gültig.

Gruppe N – gilt nur für Besitzer von Anhängern oder Fahrzeugen, die nicht als PKW einzustufen sind.

Gruppe R – dieser Gruppe werden die meisten Versicherungsnehmer zugeordnet.

Durch die Einordnung in unterschiedliche Tarifgruppen kann der Versicherer eine bessere Zuordnung der privaten und wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherungsnehmers vornehmen.

U

Nach einem Unfall muss (nach Möglichkeit umgehend) eine Unfallmeldung bei der Versicherung eingereicht werden. Wird eine Unfallmeldung erst wesentlich später eingereicht, beispielsweise nach mehreren Wochen, so muss dies mit einer plausiblen Erklärung erfolgen.

Unfallmeldung mit allen Daten

Bei einem Unfall sollten die wichtigsten Daten notiert werden (beispielsweise Kennzeichen oder Kontaktdaten des Unfallgegners). Zudem empfiehlt es sich die Polizei zu verständigen, um Unklarheiten bezüglich der Schuldfrage klären lassen zu können.

Unfallmeldung durch Schadenverursacher

Wer einen Schaden verursacht, sollte diesen der Versicherung melden, um den Schaden des Geschädigten schnellstmöglich regulieren lassen zu können. Bei einem Eigenschaden ist zusätzlich die eigene Kasko-Versicherung zu informieren.

Unfallmeldung durch Geschädigten

Lag ein Unfall vor, aber der Unfallverursacher hat Fahrerflucht begangen oder weigert sich den Schaden seiner Versicherung zu melden, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Über den Zentralruf der Versicherung kann man Schäden von Fremden durch Angabe des Kennzeichens oder Adresse melden und wird direkt mit der Versicherung des Unfallverursachers verbunden. Die Versicherung nimmt den Schaden zunächst auf, prüft den Vorgang und reguliert den Schaden, wenn die Ansprüche gerechtfertigt sind.

Liegen keine ausreichenden Daten zum Unfallverursacher vor, so sollte die Unfallmeldung erst bei der Polizei und anschließend bei der eigenen Versicherung erfolgen.

Je nach Vorfall und Versicherungsschutz (beispielsweise Vollkasko) reguliert die eigene Versicherung den Schaden und holt sich das Geld von der Versicherung des Unfallverursachers zurück, sofern dieser ermittelt werden kann. Bei Fahrerflucht sollte man daher immer sofort die Polizei verständigen.

 

Eine unterjährige Zahlung ermöglicht es, den Beitrag für die Versicherung halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich zu begleichen.

Für die unterjährige Zahlungsweise werden meist Ratenzahlungszuschläge erhoben. Der Ratenzahlungszuschlag wird dabei nicht auf den Jahresbeitrag, sondern auf die einzelnen Raten berechnet. Die günstige Variante um den Versicherungsbeitrag zu begleichen ist daher die jährliche Zahlungsweise.

Wann eine unterjährige Zahlungsweise sinnvoll sein kann

Sinnvoll kann die unterjährige Zahlungsweise dann sein, wenn klar ist, dass das Fahrzeug in wenigen Monaten verkauft wird und man hierfür nicht bereits den vollen Jahresbeitrag im Voraus zahlen möchte.

Für die Ummeldung eines Fahrzeuges auf dem Straßenverkehrsamt benötigt man Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief, den eigenen Personalausweis, Nummernschilder, die eVB-Nummer der KFZ-Versicherung wie die HU/AB-Bescheinigung. Wird das Auto für einen Dritten umgemeldet, ist dessen schriftliche Einverständniserklärung für den Abzug der KFZ-Steuer erforderlich.

Erfolgt eine Ummeldung des Fahrzeuges, hat dies meist auch einen Einfluss auf die KFZ-Versicherung. Beispielsweise kann ein Wohnortwechsel eine Regionalklassenänderung bewirken.

Ummeldung nach Umzug

Bei einer Ummeldung in einen anderen Bezirk müssen die Fahrzeugpapiere geändert werden. Ein Kennzeichenwechsel ist seit 2015 nicht mehr notwendig. Ein Fahrzeug, beispielsweise mit einem Berliner-Kennzeichen, darf nun auch in Köln mit dem Berliner-Kennzeichen zugelassen werden.

Ummeldung nach Halterwechsel

Folgt ein Halterwechsel (beispielsweise nach Fahrzeugverkauf), so muss das Fahrzeug ebenfalls umgemeldet werden. Bleibt der Versicherungsnehmer identisch und nur der Halter ändert sich, ist eine Ummeldung ebenfalls notwendig.

Ummeldung auf Saisonkennzeichen

Soll das Fahrzeug auf ein Saisonkennzeichen (oder von Saison auf Ganzjahreszulassung) geändert werden, muss die Ummeldung beim Straßenverkehrsamt genauso erfolgen.

Bußgelder bei nicht erfolgter Ummeldung

Erfolgt keine Ummeldung, obwohl diese erforderlich ist, so können Bußgelder verhängt werden. Einen festgeschriebenen Zeitraum gibt es nicht. Die Polizei entscheidet dies von Fall zu Fall.

V

Die vorläufige Deckung besagt, dass der Versicherungsschutz schon vor dem Ausfertigen des Versicherungsvertrages besteht.

In der KFZ-Versicherung bedeutet dies, dass ein PKW durch die Nutzung der eVB-Nummer ab dem Moment der Zulassung auf dem Straßenverkehrsamt vorläufigen Versicherungsschutz genießt. Im Rahmen der KFZ-Versicherung besteht mit dem vorläufigen Versicherungsschutz seitens der Versicherung in der Regel nur die KFZ-Haftpflicht.

Laufzeit der vorläufigen Deckung

Die vorläufige Deckung beginnt im Bereich der KFZ-Versicherung ab Zulassung des versicherten Fahrzeugs und endet regelmäßig mit der Ausfertigung der Versicherungspolice.

Bei einem Fahrzeugwechsel muss die neue Versicherung über die Vorversicherung informiert werden, damit die aktuelle Schadenfreiheitsklasse sowie der Schadenverlauf an die neue Versicherung übermittelt werden können.

Die Schadenfreiheitsklasse sowie der Schadenverlauf sind notwendig, um den neuen Vertrag korrekt berechnen zu können. Je besser die Schadenfreiheitsklasse ist (durch unfallfreie Jahre als Versicherungsnehmer), desto günstiger ist in der Regel der Beitrag.

Die neue Versicherung über die Vorversicherung zu informieren beschleunigt oft viele Vorgänge und Prozesse, da nicht immer zwingend der Versicherungsnehmer zwischengeschaltet werden muss. Oft tauschen sich der neue Versicherer mit der Vorversicherung bei Unklarheiten bezüglich Schäden oder Einstufung der Schadenfreiheitsklasse direkt aus.

Informationen der Vorversicherung

In bestimmten Fällen kann die Vorversicherung die Auskunft an die neue Versicherung verweigern. Dies ist möglich, wenn beispielsweise der Vertrag ungekündigt besteht und somit kein Anlass besteht, die neue Versicherung über Daten zu informieren.

Das Kfz Versicherungsjahr ist der turnusmäßige Zeitraum, über den sich eine Versicherungsperiode erstreckt. Bei den meisten Versicherern entspricht das Versicherungsjahr dem Kalenderjahr.

Der Versicherungsnehmer ist eine Vertragspartei eines Versicherungsvertrages. Der Versicherungsnehmer ist u.a. zur Zahlung des Beitrages verpflichtet und hat Anspruch auf die Erbringung von Versicherungsleistungen.

Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer gegenüber bestimmte Pflichten und Rechte. Neben der Pflicht zur Zahlung der Prämien ist der Versicherungsnehmer z.B. auch verpflichtet, die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Obliegenheiten sicherzustellen.

Der Versicherungsnehmer ist im Gegenzug berechtigt, die Versicherungsleistung zu erhalten. Dieses Recht muss sich nicht auf eine direkte Leistung des Versicherers an den Versicherungsnehmer beziehen. Der Anspruch kann auch darin bestehen, von Forderungen Dritter entlastet zu werden wie z. B. in der Kfz Haftpflichtversicherung.

Kfz Versicherungsnehmer und versicherte Person müssen nicht identisch sein

Der Versicherungsnehmer ist häufig, aber nicht zwingend die versicherte Person. Auch die versicherte Person erhält den Versicherungsschutz. In der Kfz Haftpflichtversicherung ist z. B. der berechtigte Fahrer mitversicherte Person.

Der Versicherungsnehmer ist nicht zwingend der Beitragszahler, aber zur Zahlung der Beiträge verpflichtet. Übernimmt eine andere Person als der Versicherungsnehmer die Beitragszahlung und kommt diese Person dabei in Verzug, kann der Versicherer auf den Versicherungsnehmer als Beitragsschuldner zurückgreifen.

Nur der Versicherungsnehmer, aber nicht die versicherte Person kann vertragsrelevante Entscheidungen treffen und z. B. eine wirksame Kündigung aussprechen oder Änderungen am Vertrag wie z. B. einer Erhöhung oder Herabsetzung der Selbstbeteiligung vornehmen.

Jeder Versicherungsnehmer erhält nach dem Abschluss einer Versicherung eine Versicherungspolice. Bei einer Kfz-Versicherung handelt es sich um einen Kfz-Versicherungsschein. In der Police werden alle wichtigen Daten festgehalten, die sowohl für den Versicherungsnehmer als auch für die Versicherungsgesellschaft relevant sind. Alle Vereinbarungen und Daten rund um den Versicherungsschutz sind in der Police enthalten.

Inhalt der Versicherungspolice auf einem Blick

Jedes Fahrzeug muss mit der Inbetriebnahme versichert sein. Mindestens eine Haftpflichtversicherung muss vorhanden sein, damit das Fahrzeug auf der Zulassungsstelle angemeldet werden kann. Versicherungsnehmer erhalten eine Versicherungsnummer, die sie mit zur Zulassungsstelle nehmen müssen. Kurz nach der Anmeldung des Fahrzeugs erhält der Versicherungsnehmer den Kfz-Versicherungsschein von dem Versicherungsunternehmen. Auf dem Kfz-Versicherungsschein sind unter anderem folgende Daten enthalten:

• Beginn des Versicherungsvertrags
• Alle wichtigen Fahrzeugdaten wie Schlüsselnummer
• Abgeschlossener Versicherungsschutz
• SF-Klasse
• Beitrag
• Zahlungsmethode

Der Kfz-Versicherungsschein (Police) ist der Nachweise für den Versicherungsnehmer über den im Vorfeld vereinbarten Versicherungsschutz im Schadenfall. Fahrzeughalter können auswählen, ob sie lediglich eine Kfz-Haftpflichtversicherung wünschen oder ob es ein umfangreicher Schutz mit Teil- oder Vollkasko werden soll. Ebenfalls wird auf dem Kfz-Versicherungsschein aufgeführt, welche Selbstbeteiligung abgeschlossen wurde, die im Schadensfall zu bezahlen ist

W

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat alle Fahrzeuge in Gruppen eingeteilt, die auch als Wagnisklassen bezeichnet werden.

Beispielsweise ist ein Fahrzeug mit Versicherungskennzeichen (PKW) mit der Wagniskennziffer 005 behaftet, ein Leichtkraftroller bis 80 ccm mit der 012 und ein Wohnmobil mit der 127.

Einfluss der Wagniskennziffer in der KFZ-Versicherung

Die Versicherungen melden jährlich alle Schäden zu den verschiedenen Wagniskennziffern an die GDV. Unter anderem entstehen daraus Statistiken, welche die Versicherungen wiederum für die Berechnung der Beitragsprämien nutzen können.

Seit 2012 ist es möglich zwei Fahrzeuge der gleichen Fahrzeug-Kategorie mit nur einem Kennzeichen zu nutzen. Ein Wechselkennzeichen für PKW und Motorrad zusammen wäre demnach nicht möglich, die Kombination aus Limousine und Cabrio hingegen schon.

Im Straßenverkehr genutzt werden darf dabei immer nur das Fahrzeug, auf welchem das Kennzeichen angebracht ist. Das Fahrzeug ohne Kennzeichen muss sich in dieser Zeit auf einem privaten Grundstück befinden.

Wechselkennzeichen in der Praxis

Das Wechselkennzeichen besteht aus zwei Teilen. Ein Teil bleibt fest an jedem Fahrzeug, der zweite Teil wird der Nutzung entsprechend auf das gewählte Fahrzeug montiert. Nur auf dem austauschbaren Teil sind die Plaketten zu finden.

Die Fahrzeuge mit dem Wechselkennzeichen können dabei unterschiedlich versichert werden. Beispielsweise PKW A mit Vollkasko, PKW B nur mit einer Teilkasko.

Wechselkennzeichen Kosten

Eine Kostenersparnis kann oft durch Rabatte im Bereich der KFZ-Versicherung auftreten, so dass sich ein Wechselkennzeichen in diesem Sinne lohnen kann.

Besteuert werden jedoch beide Fahrzeuge und (je nach Region) können Wechselkennzeichen teurer sein als eine normale Zulassung.

Für wen lohnen sich Wechselkennzeichen?

Wechselkennzeichen lohnen sich nur für Personen, die zwei Fahrzeuge besitzen, diese aber nie parallel nutzen (beispielsweise ein Alltagsfahrzeug und ein Cabrio für Schönwetter-Tage).

Sobald zwei Fahrzeuge parallel zum Einsatz kommen (beispielsweise bei Familien oder Paaren), sind Wechselkennzeichen wenig sinnvoll.

Das Widerrufsrecht laut § 8 des Versicherungsvertragsgesetzes besagt, dass ein Versicherungsnehmer einen Versicherungsvertrag in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen kann. Dieses Widerrufsrecht gilt ohne Angabe von Gründen.

Z

Es gibt viele Gründe, die für ein zweites Fahrzeug zusätzlich zum Erstwagen sprechen. Viele nutzen die Zweitwagenregelung zum Beispiel, um ein Saisonfahrzeug zu fahren. Als solches versteht man ein Kraftfahrzeug, welches nur saisonal genutzt wird und über spezielle Kennzeichen verfügt. Dies kann beispielsweise ein Cabrio oder ein Wohnwagen sein der nur im Sommer regelmäßig genutzt wird.

Für wen sich die Zweitwagenregelung wirklich lohnt

Oft wird die Zweitwagenregelung allerdings nicht für den Eigennutzen in Anspruch genommen, sondern für die eigenen Kinder. Auch wenn das Auto durch ein Elternteil versichert ist, kann das Kind dennoch als Halter angegeben werden. Bei der Kraftfahrzeugsteuer werden keine Extraabgaben für Fahranfänger fällig.