A

Man spricht von einer abweichenden Halterschaft, wenn der Halter eines Kraftfahrzeugs und derjenige, auf den die Versicherung für das Kraftfahrzeug läuft, nicht ein und dieselbe Person sind.

Die Abgasuntersuchung (AU) ist seit 2010 ein Teil der Hauptuntersuchung (HU) und muss alle 24 Monate vorgenommen werden.

Nach der Erstzulassung eines privat genutzten Fahrzeuges ist die Abgasuntersuchung erst nach 36 Monaten fällig, danach alle 24 Monate.

Ohne erfolgreiche Abgasuntersuchung (und Hauptuntersuchung) ist die Zulassung eines Fahrzeuges für den Straßenverkehr nicht möglich. Sind die Emissionswerte zu hoch, wird keine Prüfplakette vergeben. Diese ist an der sechseckigen Form erkennbar.

AA1000 bezeichnet eine Reihe von Standards für Corporate Responsibility und nachhaltige Entwicklung der Organisation AccountAbility und betrifft besonders die Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Integration aller Stakeholder.

AccountAbility wurde 1995 gegründet und hilft Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Regierungen, die ESG-Richtlinien (environment and social governance) zu integrieren. Dazu vereint die Organisation neue Erkenntnisse aus der Forschung, anerkannte Standards und strategische Beratung und liefert passende praktische Lösungsansätze.

Die AA1000-Standard-Serie von AccountAbility bezieht sich auf Themenschwerpunkte der Unternehmensführung, wie die organisatorische Strategie, bietet Hilfe und Richtlinien bei nachhaltiger Berichterstattung und fördert das Engagement der Stakeholder. Diese werden an der Entwicklung der Standards beteiligt.

Die AA1000-Serie umfasst drei Standards: den Principles-, den Assurance- und den Stakeholder-Engagement-Standard. Ersterer bietet einen Rahmen für Organisationen, um die spezifischen Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu identifizieren, zu priorisieren und zu bewältigen. Dazu sollen alle der Nachhaltigkeitsbereiche und Ziele bestimmt und entsprechende Standards geschaffen werden, die gemäß den Transparenzanforderungen anschließend in der Nachhaltigkeitsberichterstattung bekannt gegeben werden. Gegenstand des Assurance-Standards ist das Thema Glaubwürdigkeit einer Organisation, während der Stakeholder-Engagement-Standard sich auf die Stakeholder bezieht.

Drei Prinzipien prägen den Principles-Standard: Inclusivity, Materiality und Responsiveness. Unter Inclusivity wird die Integration aller Stakeholder in die Strategie verstanden, während Materiality auf die Wichtigkeit eines Themas abzielt. Ein Thema ist dann „material“, wenn es Auswirkungen auf die Entscheidungen und Handlungen der Organisation und der Stakeholder hat. Responsiveness bezieht sich auf den Dialog zwischen Stakeholdern und der Unternehmensführung.

Der AA1000 Assurance Standard (AS) wurde 2003 entwickelt und veröffentlicht, um die Glaubwürdigkeit und Qualität der Nachhaltigkeitsleistung und -berichterstattung zu garantieren. Die Standardisierung soll die Verlässlichkeit der Angaben über die Nachhaltigkeits-Performance sicherstellen. Dieser Standard wird maßgeblich von den bereits genannten Prinzipien geleitet, ebenso der AA1000 Stakeholder Engagement Standard (SES). Letzterer fokussiert aber auf die Integration der Stakeholder in den Nachhaltigkeitsprozess des Unternehmens.

Zum Thema Unternehmensführung gibt es eine Reihe von Fachbegriffen, die verschiedene Schwerpunkte bezeichnen.

Einer der wichtigsten und umfassendsten dieser Begriffe ist die Corporate Responsibility (CR). Sie steht für die Verantwortung des Unternehmens im Allgemeinen und umfasst die Auswirkungen, die das Unternehmen auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Politik hat und für die es Verantwortung übernehmen muss. Schwerpunkte der Corporate Responsibility sind Corporate Social Responsibility, Corporate Governance und Corporate Citizenship.

Zur CR zählen Richtlinien, Kodizes oder Normen, die freiwillig übernommen werden. Sie haben meist nur interne Auswirkungen und ein Verstoß gegen sie kann das Image des Unternehmens zwar beeinträchtigen, ist aber nicht gesetzlich strafbar. Die rechtlich wirksamen Richtlinien und Normen sind hingegen Gegenstand der Compliance des Unternehmens. Eine strikte Trennung von Compliance und Corporate Responsibility ist allerdings nicht immer möglich.

Corporate Governance (CG) bezeichnet die eigentliche Unternehmensführung, das heißt die Leitung und Überwachung des Unternehmens. In der CG sind ebenfalls die unternehmensspezifischen Maximen, Regulatorien und Gesetze festgeschrieben sowie auch firmen- oder brancheninterne Kodizes.

Neben der CG gehört auch die Corporate Citizenship (CC) zur unternehmerischen Verantwortung. Sie steht für das bürgerschaftliche Engagement eines Unternehmens. Ein Beispiel für das CC ist Corporate Volunteering, bei dem Mitarbeiter als Freiwillige bei gemeinnützigen Projekten oder Organisationen eingesetzt werden. Auch Corporate Sponsoring oder Corporate Giving, also Unternehmensspenden, zählen hierzu.

Corporate Social Responsibility (CSR) ist die Bezeichnung für Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Dazu zählen soziale oder gesellschaftliche ebenso wie ökologische Projekte.

ASPI (Advanced Sustainable Performance Indices) ist eine Indexfamilie der französischen Ratingagentur Vigeo, die die Nachhaltigkeitsleistung (Sustainable Performance) von Börsenunternehmen abbildet. Sie wurde 2001 etabliert und ist seither ein Maßstab für Corporate Sustainability und ethisches Investment (Socially Responsible Investment, SRI).

Die Indexfamilie basiert auf einer Bewertung nach Positivfaktoren, sodass Unternehmen bei Erfüllung diverser Kriterien der Nachhaltigkeit (englisch: sustainability) eine bessere Bewertung erhalten und ein höheres Ranking erzielen können. Der ASPI Eurozone war der erste Index, der präsentiert wurde. Er basiert auf den Daten des Euro Stoxx und listet die 120 Unternehmen mit der besten Nachhaltigkeitsleistung in der Eurozone auf.

Neben den Positivkriterien ist auch die Triple Bottom Line ein grundlegendes Prinzip dieser Indizes. So kann nur mittels der Integration der ESG-Kriterien (environment and social governance) eine Nachhaltigkeit geschaffen werden, die gleichsam auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene wirksam ist. Dank eines Sustainable Investments soll eine gesellschaftliche und ökologische Sustainability Einzug in das Management erhalten.

Vigeo bewertet Unternehmen anhand von sechs Kriterien, die die Stakeholder mit einbeziehen und als Vigeo Criteria bekannt sind: gesellschaftliches Engagement, Corporate Governance, Geschäftsverhalten, Umwelt, Human Resources und Menschenrechte. Die Unternehmensstrategie und die Entscheidungen von Börsenunternehmen werden auf diese Kriterien geprüft, um die Auswirkungen auf die Stakeholder zu bestimmen.

Außerdem werden die Kategorien Führungsstil, Umsetzung und Resultate der Unternehmen bewertet und in ein Ranking eingeordnet. Dadurch kann die Bewertung der einzelnen Firmen innerhalb der unterschiedlichen Kategorien verglichen werden, was die Transparenz erhöht. In jeder Kategorie können pro Kriterium die folgenden Ränge erreicht werden: Pionier (++), fortgeschritten (+), durchschnittlich (=), unterdurchschnittlich (-) und desinteressiert (--).

Vigeo Rankings sind eins zu eins in die ASPI-Werte umrechenbar. Der beste Vigeo-Rang „Pionier“ entspricht dem besten ASPI-Wert vier. Der schlechteste Rang bei Vigeo ist dem schlechtesten Wert bei ASPI, also Null, gleichzusetzen. Neben diesen Werten beeinflussen auch weitere Faktoren den ASPI-Index. So werden Unternehmen, deren Engagement im Vergleich zu den Rankings in den anderen Kriterien als ungenügend angesehen wird, vom Index ausgeschlossen. Ein weiteres Ausschlusskriterium ist die unzureichende Beilegung von Kontroversen mit einem Stakeholder.

Assekuranz ist ein älterer Begriff für „Versicherung“. Damit wird das Prinzip der Risikoübernahme gegen einen bestimmten Versicherungsbetrag bezeichnet, auch Versicherungs- oder Äquivalenzprinzip genannt.

Normalerweise wird bei einer Versicherung ein Geldbetrag an die Assekuranz eingezahlt, damit diese bei Eintritt des Versicherungsfalls einen Schadensausgleich leistet. Dieses Konzept funktioniert, weil viele den Betrag einzahlen, aber nur bei wenigen ein Schadensfall eintritt. So kann der Schadensausgleich dann aus den Versicherungsbeiträgen gezahlt werden. Der Betrag, der dafür von der Assekuranz benötigt wird, wird anhand von mathematischen Formeln errechnet.

Versicherungen sind für die moderne Wirtschaft unerlässlich. Sie ermöglichen die Absicherung und den Aufbau von privaten Werten, die wiederum die Absicherung des Kollektivs ermöglichen. Dadurch ist privater Besitz geschützt und kann genutzt werden, um beispielsweise Industrieanlagen zu errichten, die selber wieder Werte erzeugen. Dieses Prinzip nutzen Versicherungen, die sich als Risikoausgleichskollektiv organisieren. Sie bieten Sicherheit für die Versicherungspartner und nutzen den Risikoausgleichseffekt, um aus dem Überschuss der Beiträge Gewinn zu erzielen.

Es gibt viele Versicherungsformen, die sich unterschiedlich systematisch darstellen lassen. Üblicherweise werden sie in sechs Gruppen eingeteilt. Die erste umfasst die Individual- und Sozialversicherung, wozu private und gesetzliche Versicherungsformen zählen. Die Personen- und Nichtpersonenversicherung, wie eine Krankenversicherung oder Haftpflichtversicherung, zählen zur zweiten Gruppe. Die dritte besteht aus Schadens- und Summenversicherungen, bei denen konkrete Geldwerte anfallen. Aktiven- und Passivenversicherungen stellen die vierte Gruppe. Beispiele hierfür sind eine Gebäudeversicherung und eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Die fünfte Gruppe bezieht sich speziell auf die Art des Risikos und die sechste umfasst Lebens- und Nichtlebensversicherungen.

Der Umfang der versicherbaren Risiken lässt sich grob in vier Kategorien einordnen: biometrische Risiken, Kostenrisiken, Schadensrisiken und Haftungsrisiken. Unter biometrische Risiken werden alle Risiken zusammengefasst, die das Leben bzw. den Lebensunterhalt betreffen. Beispiele dafür sind Lebensversicherungen oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen. Kostenrisiken beziehen sich auf monetäre Beträge und werden von Rechtsschutz- oder Krankenversicherungen übernommen.

Bei Schadensrisiken entsteht ein Schaden, etwa durch Feuer, Unfall oder Diebstahl, der über unterschiedliche Versicherungsarten abgedeckt werden kann. Als bekannteste Beispiele sind die Unfallversicherung oder Hausratversicherung zu nennen. Für Haftungsrisiken stehen diverse Haftpflichtversicherungen zur Wahl. Diesen Versicherungsschutz gibt es in unterschiedlichen Spezialisierungen, wie für Fahrzeuge oder für den Beruf. Er schützt den Vertragsnehmer vor den Ansprüchen anderer.

Als Asset-Allocation wird die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen bezeichnet. Der deutsche Begriff dafür ist die Anlageaufteilung oder Portfolio-Strukturierung. Typische Anlageklassen sind Fonds, Aktien, Immobilien oder Rohstoffe.

Bei der Asset-Allocation ist es wichtig, die Portfolio-Struktur auf die Bedürfnisse des Kunden auszurichten. Es gibt kein Standardverfahren, da die Ansprüche an die Rendite und die Risikobereitschaft von Anleger zu Anleger variieren. Der Anlageberater oder Asset-Manager sollte sich daher mit der finanziellen Situation und den Zielvorstellungen des Kunden eingehend auseinandersetzen und daraufhin die passende Portfoliostruktur wählen.

Generell ist die Rendite gegen das Risiko abzuwägen. Je risikoreicher eine Anlage oder Anlageklasse, desto höher kann in der Regel die Rendite werden. Dagegen ist die Rendite risikoärmerer Anlagen beschränkt. Auch hier ist die Erfahrung eines Anlageberaters gefragt, um bei der Asset-Allocation die richtige, und für den Kunden passende, Mischung aus risikoreichen und risikoärmeren Anlagen auszuwählen. Das Ziel ist üblicherweise eine Maximierung der Rendite mit kalkulierbarem Risiko.

Dazu gehört im Zuge der sogenannten strategischen Asset-Allocation eine regelmäßige Überwachung des Anlage-Portfolios, um die Wertverhältnisse innerhalb des Portfolios auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten. Ändern sich die Werte einzelner Anlagen, beispielsweise von Fonds oder Aktien, so führt dies zu einer Verschiebung der Portfolio-Verhältnisse, dem durch Verkauf, Neukauf und Umschichtung entgegengewirkt werden kann. Als Teil des Asset-Managements orientiert sich die strategische Allocation eher an langfristigen Zielen. Sie wird mindestens einmal jährlich geprüft und kann dann individuell angepasst werden.

Die zahlreichen Möglichkeiten der Anlage (englisch: asset) werden, je nach Art, in sogenannte Asset-Klassen unterteilt. Die geläufigsten Asset-Klassen sind Aktien, Renten, Immobilien, Bargeld und Rohstoffe. Aktien werden nach den englischen Entsprechungen auch als Equities oder Stocks und Renten als Bonds bezeichnet.

Diese Klassen können weiter unterteilt und differenziert werden. Am geläufigsten ist die Differenzierung der Wertpapiere und Fonds nach Wirtschaftsräumen. So gibt es Fonds, die speziell auf Deutschland, die USA oder Asien fokussiert sind. Zudem ist eine weitere Unterscheidung der Investments nach Branchen möglich.

Viele Anlagen werden auch als Standard- und Nebenwerte klassifiziert. Zu den Standardwerten zählen besonders umsatzstarke Aktien, auch Blue Chips genannt. Diese sind in verschiedenen Listen zu finden, die wiederum nach Staaten sortiert sein können. Ein Beispiel dafür ist der Euro Stoxx 50, in dem die Aktien der 50 umsatzstärksten Unternehmen Europas gelistet werden. Es gibt ebenfalls Listen, in denen die Fonds nach Nebenwerten eingeteilt sind. Dies sind Aktiengesellschaften, die nicht in einem Standardwerte-Index, wie beispielsweise dem DAX, gelistet sind.

In der Vermögensverwaltung (englisch: asset management) wird die für den Anleger geeignete Verteilung der Anlage bzw. des Portfolios auf die gewünschten Asset-Klassen als Asset-Allocation bezeichnet. Damit soll eine gewünschte Rendite erzielt werden, für die ein bestimmtes Risiko in Kauf genommen wird. Um dieses Risiko zu minimieren und die Rendite zu sichern, wird das Vermögen auf verschiedene Asset-Klassen aufgeteilt, auf risikoarme, aber auch renditearme und eine renditereiche, aber auch risikoreiche Asset-Klasse. Dieses Verfahren wird auch Risikostreuung genannt.

Die zur Anlageklasse passende Strategie wählt der Vermögensverwalter entsprechend dem Kunden, abhängig von dessen finanzieller Situation, dessen Risikobereitschaft und der gewünschten Rendite. Viele Strategien können auch an Veränderungen der Situation des Kunden angepasst werden. Für große Unternehmen oder Organisationen übernimmt ein Vermögensverwalter die gesamte Ausarbeitung und Neuanpassung der Strategie nach den Vorgaben des Unternehmens.

Beim Asset-Management überlässt der Kunde dem Asset-Manager (Vermögensverwalter) einen gewissen Geldbetrag für einen Zeitraum, in dem dieser mittels Anlagen eine gewünschte Rendite zu einem gegebenen Risikoniveau zu erzielen versucht. Dabei legt der Kunde die Rahmenbedingungen wie Betrag, Rendite, Zeitraum und Risiko für sein Portfolio fest und beauftragt den Asset-Manager mit der detaillierten Analyse der Situation und der Auswahl passender Anlagemöglichkeiten. Im Unterschied zur klassischen Vermögens- oder Anlageberatung trifft der Asset-Manager hierbei eigenständig Anlageentscheidungen für seine Kunden gemäß deren Vorgaben.

Beim Asset-Management von Institutionen steht die Optimierung des Vermögens im Vordergrund. Stiftungen oder karitative Einrichtungen können ihre Anlagen ebenso verwalten lassen wie staatliche Institutionen oder Versicherungsgesellschaften. Hierzu werden Strategien zur Renditemaximierung ausgearbeitet und dann von dem Verwalter bzw. den Asset-Managern entsprechend umgesetzt. Der weltweit größte Verwalter für Institutionen ist BlackRock aus den USA mit einem verwalteten Vermögen von über 4 Milliarden US Dollar.

Auch Privatkunden können einen Asset-Manager engagieren, der ihr Vermögen verwaltet und strategisch anlegt. Allerdings müssen Sie hierfür häufig über eine Mindesteinlagesumme von 5 Millionen Euro oder sogar bedeutend mehr verfügen.

Beim Asset-Management können, im Gegensatz zu der häufigsten Fonds-Art, den sogenannten Publikumsfonds, die persönlichen Anforderungen und Wertvorstellungen des Kunden in das Investment einfließen. Es können beispielsweise gewisse Anlagen ausgeschlossen werden, etwa Wertpapiere von Rüstungsunternehmen, oder gezielt solche von besonders grünen und innovativen Firmen gekauft werden.

Hinsichtlich der Anlageform ist das Portfolio nicht so strikt festgelegt wie bei anderen Anlagemethoden. Neben den klassischen Publikumsfonds kann auch in Aktien, Renten oder Immobilien investiert werden. Ausschlaggebend ist dabei immer die Risikobereitschaft des Kunden. Eine weitere beliebte Anlagemöglichkeit sind Beteiligungen. Sie erlauben dem Kunden und dem Verwalter eine große Flexibilität und Individualität bei ihren individuellen Investments.

E

Ein Elektromotorrad wird mit einem Elektromotor betrieben und gilt daher als energieeffizient und umweltschonend. Durch den fehlenden Verbrennungsmotor ist ein Elektromotorrad im Straßenverkehr deutlich leiser unterwegs. Nachteilig ist jedoch die kürzere Reichweite im Vergleich zu einem Motorrad mit Verbrennungsmotor.

Elektromotorrad, die sparsame Variante

Aufgeladen wird das Elektromotorrad an einer öffentlichen Ladestation. Alternativ auch über die Steckdose in der eigenen Garage. Trotz einer längeren Ladezeit als bei herkömmlichen Tankfüllungen, kostet eine Tankfüllung nur wenige Euro. Viele E-Tankstellen bieten das Aufladen sogar kostenlos an.
Auch steuerliche Vergünstigungen für Elektromotorräder oder bei Krediten lassen den Umstieg attraktiver werden.

Elektromotorrad ist nicht vom Fahrverbot betroffen

In vielen Städten, Stadtteilen und auch Ländern besteht bereits ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Davon sind Elektromotorräder meist nicht betroffen.

Ein Erdgasauto ist eine umweltfreundliche Variante zum Benzin- oder Dieselfahrzeug. Durch den Antrieb aus Erdgas und Luft findet eine geringere Umweltbelastung statt.

Mono- und bivalente Erdgasautos

Es gibt zwei Arten von Erdgasautos. Das monovalente Erdgasauto wird nur mit Erdgas betrieben. Ein kleiner Notfall-Tank mit Sprit sorgt bei einer fehlenden Erdgastankstelle für eine kurze Überbrückung.

Das bivalente Erdgasauto hingegen kann sowohl mit reinem Sprit, als auch Erdgas gefahren werden. Zwei Tanks ermöglichen ein Umschalten in die andere Kraftstoffart. Hierfür ist im Cockpit des Fahrzeuges ein spezieller Schalter angebracht. Der Vorteil beim bivalenten Erdgasauto im Vergleich zum monovalenten Modell ist die größere Kilometer-Reichweite.

Förderungen für das Erdgasauto

Aufgrund der geringeren Umweltbelastung können Erdgasautos auf verschiedene Weisen gefördert werden. Je nach Fahrzeugmodell gibt es steuerliche Einsparmöglichkeiten, Ökotarife bei der Versicherungsprämie, finanzielle Förderungen oder Tankgutscheine von den ansässigen Energieanbietern. Außerdem bieten einige Automarken bei einem Umstieg auf ein Erdgasauto der gleichen Marke attraktive Wechselrabatte an.

Econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V. ist ein Zusammenschluss international agierender Unternehmen und Organisationen zum Thema Nachhaltigkeitsstrategien und Corporate Social Responsibility.

Das Netzwerk mit Sitz in Berlin wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) gegründet. Es agiert als Think-Tank, in dem die Mitglieder in einem offenen Dialog Probleme und Strategien von Unternehmen im Zusammenhang mit Klimawandel, Nachhaltigkeit und Verantwortung behandeln können.

Econsense möchte als Unternehmensnetzwerk in der Wirtschaft für Nachhaltigkeitskonzepte werben und bereits existierende Konzepte optimieren. Als Vertreter der Mitgliedsunternehmen will econsense Lösungskompetenz kommunizieren und den politischen und gesellschaftlichen Diskurs mitgestalten. Außerdem möchte das Netzwerk sich bei der Politik für Rahmenbedingungen einsetzen, die Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit fördern. Erklärtes Ziel von econsense ist der Einklang aus „ökologisch verträglich“, „wirtschaftlich profitabel“ und „sozial förderlich“.

Ein weiteres Ziel des Forums ist die verstärkte Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft. Dabei sollen unterschiedliche Positionen bezüglich Nachhaltigkeit analysiert und diskutiert, Innovationen gefördert und gesellschaftliche Interessen mit einbezogen werden. Die Ausrichtung von Unternehmen auf ein nachhaltiges Wirtschaften ist laut econsense unter Berücksichtigung aller Stakeholder auch eine Strategie zur Steigerung und Erhaltung von Wettbewerbsfähigkeit.

Econsense sieht Nachhaltigkeitskonzepte als einen langfristig angelegten Lern- und Veränderungsprozess, bei dem Lösungen nicht allgemein- oder endgültig sind. Um den Austausch über Nachhaltigkeitsthemen und den Horizont des Think-Tanks zu erweitern, pflegt econsense eine Reihe von Kooperationen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene.

ECPI ist eine unabhängige Ratingagentur aus Italien, die Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung analysiert und Indizes und Indexstrategien zur nachhaltigen Anlage entwickelt. Die Index-Familie von ECPI deckt alle globalen Hauptmärkte und Anlageklassen ab.

ECPI wurde ursprünglich 1999 unter dem Namen E. Capital Partners gegründet und ist die erste unternehmerische Initiative in Europa zur Erstellung und Auswahl von Finanzprodukten nach hohen sozialen Standards. Im Jahr 2000 veröffentlichte das Unternehmen das erste Modell zur Bewertung von außerfinanziellen Leistungen von Unternehmen, auf dem der erste ethische Index, der Ethical Index Euro, basiert.

Die ECPI-Analysten und erstellen ESG-bezogene Ratings (Environment, Social, Governance – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zu herkömmlichen und innovativen Vermögenswertklassen, wie etwa Kapital- und Fremdkapitalportfolios, Hedgefonds und Alternativen. Die ESG-Positivkriterien werden unterschiedlich gewertet, je nach Emittent, Anlageklasse, Land oder anderen von Kunden gewünschten Merkmalen. Außerdem werden Ausschlusskriterien verwendet, die ebenfalls an den Kunden angepasst werden. Zu den unerwünschten Branchen oder Produkten können etwa Tabak, Alkohol, Rüstung oder genetisch modifizierte Nahrungsmittel zählen.

Die Auswahl von Investments bezieht die allgemein anerkannten Nachhaltigkeitsstandards mit ein. Hierzu zählen unter anderem die Prinzipien für verantwortliches Investieren der UN (UN Principles for Responsible Investment, UN PRI), die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO), die ISO-Normen, die Nachhaltigkeitsberichtserstattung der Global Reporting Initiative (GRI) und das Kyoto-Protokoll.

Zum weltweiten Kundenstamm von ECPI gehören internationale Investmentbanken, Retail- und Privatbanken, Vermögensverwalter, Versicherungsgesellschaften, Stiftungen, Pensionskassen und andere institutionelle Investoren.

Als Erstversicherung wird eine Versicherung bezeichnet, die in einem direkten Verhältnis zum Versicherungsnehmer steht. Sie ist somit die häufigste aller Versicherungsarten, da sie zwischen dem (Erst-)Versicherer und einer Person eintritt. Ein Erstversicherer kann auch ein Versicherungsunternehmen sein, bei dem eine andere Assekuranz Sachversicherungen abschließt.

Im Versicherungsgeschäft wird generell zwischen zwei Versicherungsarten unterschieden: die Erst- und die Rückversicherung. Bei Ersterer versichert ein Versicherungsunternehmen einen Versicherungsnehmer direkt. Das bedeutet, dass das Unternehmen Risiken gegen einen Versicherungsbeitrag übernimmt. Eine solche Risikoübernahme kann in den verschiedensten Bereichen getätigt werden, es kann sich hier beispielsweise um eine Lebensversicherung handeln oder um eine Krankenversicherung.

Bei Erstversicherungsunternehmen sind typischerweise Privatpersonen die Versicherungsnehmer. Das kann eine natürliche oder eine juristische Person, wie beispielsweise ein Verein, sein. Aber auch Unternehmen oder Organisationen lassen sich versichern, häufig in Form von Sachversicherungen, etwa zur Absicherung von Gebäuden oder Fahrzeugen. Das Versicherungsunternehmen, das die Risiken übernimmt, wird auch in diesem Fall als Erstversicherer bezeichnet, da es in direktem Verhältnis zum Klienten steht.

Wenn jedoch eine Assekuranz ihr eigenes versicherungstechnisches Risiko bei einem anderen Unternehmen der Branche absichert, bezeichnet man Letzteres als Rückversicherer. Bei einer Rückabsicherung werden die Vermögenseinbußen eines Versicherungsunternehmens geschützt, die dieses nach einer Leistungspflicht erleiden würde. Schließt jedoch eine Versicherung andere Versicherungen, zum Beispiel eine Gebäudeversicherung, bei einem anderen Versicherungsunternehmen ab, ist dies als Erstversicherung zu werten.

ESG ist die Abkürzung für „Environmental, Social, Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese drei Faktoren fassen wesentliche Kriterien bei der Bewertung von nachhaltigen oder ethisch orientierten Kapitalanlagen zusammen und bieten Anlegern Orientierung, insbesondere weil keine einheitlichen Definitionen oder Standards für soziales, ethisches oder ökologisches Investment bestehen.

Bei Umwelt/Environmental geht es um Kriterien wie die Reduzierung von Treibhausgasen, Investitionen in erneuerbare Energien; die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen, aber auch um Umwelt- und Sozialstandards in Unternehmen und um deren Umweltberichterstattung.

Die Kriterien aus dem Feld Soziales betreffen vor allem Arbeitnehmer, wie zum Beispiel angemessene Entlohnung, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit, die Vermeidung von Diskriminierung am Arbeitsplatz, Standards bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und die Einhaltung zentraler Arbeitsrechte, zum Beispiel das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit.

Im Bereich Unternehmensführung/Governance wird insbesondere dem Thema Transparenz Aufmerksamkeit gewidmet, etwa bezüglich Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption, Geldwäsche und Bestechung. Weitere Punkte sind die Verknüpfung der Vorstandsvergütung mit dem Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und die Verankerung des Nachhaltigkeitsmanagements auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene.

Anleger sollten sich jedoch nicht ausschließlich an den ESG-Richtlinien orientieren und sie nicht als alleinige Bewertungsgrundlage für nachhaltige Kapitalanlagen verwenden, weil dies zu einer eingeschränkten Sicht führen könnte. Zum Beispiel wäre nach ESG-Kriterien hinsichtlich der Reduzierung von CO2-Emissionen die Kernenergie im Vergleich zu fossilen Energieträgern als positiv zu bewerten. Allerdings werden hierbei die Endlagerung und weitere Risiken vernachlässigt.

Ethibel ist eine belgische Non-Profit-Organisation und ein unabhängiges Beratungsunternehmen auf dem Gebiet sozial verantwortlicher Kapitalanlagen. Das Unternehmen berät Banken und Broker, die ethisch geprägte Spareinlagen und Investmentfonds anbieten. Um die Qualität dieser Anlageprodukte auf dem belgischen und europäischen Markt sicherzustellen, hat Ethibel ein europäisches Qualitätssiegel etabliert.

Ethibel sieht sich als Brückenbauer zwischen der Geschäfts- und Finanzwelt, den Nichtregierungsorganisationen und der breiten Öffentlichkeit. Mithilfe seines unmittelbaren Zugangs zu Unternehmen und Stakeholdern und des Engagements in internationalen Netzwerken agiert Ethibel als Förderer eins nachhaltigen Unternehmertums.

Die Kriterien zur Überprüfung von Kapitalanlagen ethisch und sozial orientierter Unternehmen, die mit dem Ethibel-Zertifikat ausgezeichnet werden, decken alle Aspekte der Corporate Social Responsibility (CSR) ab. Ethibel überprüft zurzeit die meisten belgischen Anlagefonds mit sozialer, ethischer oder ökologischer Ausrichtung.

Neben seiner Arbeit an einem europäischen Qualitätszertifikat fungiert Ethibel als ein unabhängiges Kontrollorgan auf dem Gebiet sozial ausgerichteter Produkte sowie als Berater bei Überprüfungen nach den sozialen und ethischen Kriterien anderer Organisationen.

Ethibel hat 2001 einen nachhaltigen Index eingeführt, ähnlich den Nachhaltigkeitsindizes FTSE4Good oder EURO STOXX Sustainability Index. Der Ethibel Sustainability Index (ESI) ist weiter unterteilt in die Indizes Excellence Europe und Excellence Global, die die nachhaltigsten börsennotierten Unternehmen listen. Der Ethibel Sustainability Index wurde 2005 von der Ratingagentur Vigeo übernommen.

Der EURO STOXX Sustainability Index ist ein einheitlicher, flexibler Aktienindex, der die führenden börsennotierten Unternehmen der Euro-Zone in Sachen Nachhaltigkeit listet, das heißt hinsichtlich langfristiger ökologischer, sozialer und ökonomischer Kriterien.

Das Börsenunternehmen STOXX, das den Sustainability Index erstellt, ist ein Joint Venture der Swiss Exchange und der Deutschen Börse AG, hat seinen Sitz in Zürich und erstellt seit 2001 Nachhaltigkeitsindices, die sich auf Europa beziehungsweise auf die Eurozone beziehen. Im EURO STOXX Sustainability Index sind verschiedene Aktien (Stocks) aus zwölf Ländern der Eurozone vertreten: Belgien. Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich und Portugal. Der EURO STOXX Sustainability Index enthält Titel aus verschiedensten Branchen, darunter Versicherungen, Banken, Lebensmittelhersteller, Telekommunikations- und Technologieunternehmen.

Seit 2011 ist für die Analyse und Recherche die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin zuständig. Sie änderte die Auswahlmethode der Aktien und infolge der neuen Rating-Methode, bei der die Unternehmen ein positives Gesamtrating erreichen müssen, um in die Liste aufgenommen zu werden, erweiterte sich die Anzahl der gelisteten Titel.

Das Rating eines Unternehmens wird mithilfe eines umfassenden Bewertungssystems erstellt, bei dem Maßnahmen hinsichtlich Klimawandel, Energieeffizienz, Wissensmanagement, Beziehungen zu Aktionären und die Unternehmensführung betrachtet werden. Darüber hinaus werden die Unternehmen auch im Verhältnis zu ihrer Branche betrachtet, das jede Branche ihre eigenen Parameter und spezifischen Umweltthemen hat. Um eine positive Gesamtwertung zu erreichen, müssen daher Unternehmen aus Branchen mit schlechten Nachhaltigkeitsratings bessere Leistungen erzielen, um dieselbe Gesamtpunktzahl zu erreichen wie Unternehmen aus Branchen mit positiveren Ratings.

Eurosif ist die Abkürzung für European Sustainable and Responsible Investment Forum, das heißt für das Forum für nachhaltige Geldanlagen (SRI) auf den europäischen Finanzmärkten. Eurosif ist der Dachverband der nationalen Sustainable Investment Forums (SIFs) innerhalb der EU und als wichtigstes europäisches Forum auf diesem Gebiet anerkannt. Der Verband ist Gründungsmitglied der Global Sustainable Investment Alliance, des Zusammenschlusses der größten SIFs weltweit. Der Sitz von Eurosif befindet sich in Brüssel.

Mitglieder von Eurosif sind unter anderem führende Pensionsfonds, Vermögensverwalter, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Bildungs- und Forschungsinstitute, die zusammengenommen Vermögenswerte von mehr als einer Billion Euro repräsentieren. Eurosif beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aktivakategorien, etwa Aktien- und Rentenmärkte, Mikrofinanz, erneuerbare Energien, Immobilien, Private Equity und Hedge-Fonds. Schwerpunkte sind Branchentrends und die Gesetzgebung, die sich auf diesen Bereich auswirkt.

Eurosif verfolgt sechs wesentliche Ziele: die Förderung von bewährten Ansätzen (Best Practices) bei nachhaltiger, verantwortungsbewusster Geldanlage; das Engagement für europäische Regulierung und Gesetzgebung zur Unterstützung von SRI, hierfür strebt man nach politischem Einfluss, insbesondere auf die Europäische Kommission und das Europäische Parlament; die Unterstützung der Mitglieder beim Aufbau von SRI-Unternehmen; die Förderung der Zusammenarbeit zwischen SIFs in Europa; Forschung und die Bereitstellung von Analysen zur Entwicklung des SRI-Markts in Europa sowie die Erhöhung der Aufmerksamkeit für und der Nachfrage nach SRI auf den europäischen Kapitalmärkten.

F

Ein Fahrzeugbrief, die Zulassungsbescheinigung Teil II, gehört zu einem wichtigen Bestandteil eines jeden Fahrzeugs. Der Fahrzeugbrief sollte keinesfalls im Fahrzeug mitgeführt werden. Er ist eine amtliche Urkunde, welche über die allgemeine Zulassung des Fahrzeugs Auskunft gibt.

Fahrzeugbrief – Die Ausstellung

Der Fahrzeugbrief wird mit einer Erstzulassung oder bei einer Ummeldung des Fahrzeugs ausgestellt. Dokumente, die vor Oktober 2005 ausgestellt worden sind, sind bis heute noch gültig. Weiterhin besitzt das Fahrzeug eine eindeutige Fahrzeugidentifikationsnummer. Diese wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Fahrgestellnummer bezeichnet. Schließlich wird dem Fahrzeug ein amtliches Kfz-Kennzeichen zugewiesen.

Grundsätzlich kann ein Fahrzeug auf eine konkrete Person ausgestellt werden. Die konkrete Person kann hier eine natürliche oder juristische Person sein, welche anschließend im Fahrzeugbrief als Halter und Besitzer eingetragen wird. Bei möglichen Änderungen müssen diese auch im Fahrzeugbrief notiert werden. Eine Änderung ergibt sich zum Beispiel, wenn einige Angaben zum Halter geändert werden müssen oder wenn am Fahrzeug einige technische Änderungen vorgenommen worden sind.

Wie ist ein Fahrzeugbrief aufgebaut?

Der Fahrzeugbrief besteht aus einem einseitig bedruckten Dokument, welches aufgrund von Wasserzeichen und Leuchtaufdrucken fälschungssicher ist. In der Mitte des Dokuments befindet sich die Fahrzeugbriefnummer.

In einem Fahrzeugbrief werden die grundlegenden Daten zu einem Fahrzeug eingetragen. Damit ein Fahrzeug auch zugeordnet werden kann, ist im Fahrzeugbrief die Identifizierungsnummer (FIN) eingetragen. Darüber hinaus ist im Fahrzeugbrief vermerkt, welche technischen Merkmale das Auto ausmachen. Dazu gehören die Marke, technische Daten wie Hubraum, Kraftstoffart und Version.

Wozu braucht man den Fahrzeugbrief?

Den Fahrzeugbrief braucht man um ein Auto um- oder abzumelden. Das Dokument muss für diesen Zweck bei der Zulassungsstelle vorgelegt werden. Das Dokument sollte beim Verkauf des Fahrzeugs an den neuen Besitzer übergeben werden. Dieses Dokument hat als Besitzurkunde daher einen sehr hohen Stellenwert und muss sicher aufbewahrt werden. Am besten verwahrt man den Fahrzeugbrief zuhause.

Geht der Fahrzeugbrief nun doch verloren, muss ein neues Dokument beantragt werden. Nicht nur muss man dazu eine eidesstattliche Erklärung abgeben, sondern auch mehrere Wochen warten bis man den neuen Fahrzeugbrief erhält. Der Verlust dieses so wichtigen Dokumentes ist mit sehr hohen Kosten verbunden.

Die Flottenversicherung stellt eine sehr umfassende Versicherung für Fahrzeuge dar. Eine Flottenversicherung wird von vielen Versicherungen angeboten.

Was sind die Vorteile einer Flottenversicherung?

Eine Flottenversicherung spart dem Unternehmer sehr viel Zeit. Fahrzeuge müssen nicht einzeln versichert werden, sondern werden in einem Gesamtpaket abgedeckt. Der Aufwand in der Verwaltung wird dadurch minimiert.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Flottenversicherung individuell auf den Betrieb angepasst werden kann. Auf diese Weise hat der Versicherte immer einen konkreten Ansprechpartner, der sich mit dem Fuhrpark der Firma auskennt und eine ganzheitliche Betreuung anbieten kann.

Was ist bei einer Flottenversicherung genau abgesichert?

Flottenversicherungen sind sehr komplexe Versicherungsleistungen. Versicherungen bieten die unterschiedlichsten Kombinationen an, und können ihr Angebot ganz individuell auf das Unternehmen abstimmen. Insofern gibt es kein einheitliches Angebot.

Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die als Erste ein System zur Zertifizierung einer umweltgerechten, sozial verträglichen und ökonomisch tragfähigen Forstwirtschaft schuf. Das Hauptziel des FSC ist die Gewährleistung einer nachhaltigen Forstwirtschaft mithilfe weltweit einheitlicher Standards. Der FSC strebt an, einen erheblichen Anteil der Wälder unter nachhaltige Bewirtschaftung zu stellen.

Die Ursprünge des FSC gehen auf eine Initiative von Menschenrechtsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen sowie einer Gruppe von Händlern und Industriebetrieben im Jahre 1990 in Kalifornien zurück. Der FSC wurde 1993 in Toronto, Kanada, gegründet, was wesentlich dem Engagement von WWF, Greenpeace, Gewerkschaften und Interessenvertretern indigener Völker zu verdanken ist.

Die Standards des FSC legen die ökologischen und sozialen Minimalanforderungen bei der Bewirtschaftung von Wäldern fest und leiten sich von zehn Prinzipien ab. Dazu zählen die Einhaltung der Forstgesetze, die Wahrung der Rechte indigener Völker, das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald Beschäftigten und der lokalen Bevölkerung, ökonomische Effizienz und Produktvielfalt, die Gewährleistung von Biodiversität, die Dokumentation und Bewertung der Nachhaltigkeit und die Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert.

Die Einhaltung der Standards wird jährlich von unabhängigen Prüfern bei Waldbesitzern überprüft. Bei Bestehen dieser Prüfung kann ein Eigentümer Holz mit dem FSC-Label kennzeichnen und vermarkten. An dem Warenzeichen des FSC können Verbraucher verantwortungsbewusste und überprüfte Waldbewirtschaftung erkennen.

Hinsichtlich der Weiterverarbeitung von Holz wird überprüft und sichergestellt, dass FSC-Holz nicht unerlaubt mit nicht kontrollierten Hölzern vermischt und gekennzeichnet wird. Hierfür gilt, dass Produkte aus 100 Prozent FSC-Holz nur das FSC-Zeichen tragen sowie einen Erklärungssatz und die Zertifizierungsnummer des Herstellerbetriebs. Besteht ein Produkt jedoch aus weniger als 100 Prozent, muss der Anteil des FSC-Holzes in Prozent angegeben werden. Zudem stellt der FSC auch an die zusätzlich verarbeiteten Hölzer Ansprüche. So dürfen diese beispielsweise nicht aus illegalem Einschlag oder aus Gebieten stammen, in denen Menschenrechte verletzt werden.

Die Vergabe von Zertifikaten und Siegeln des FSC werden von rund 32 Unternehmen verliehen, 11 davon in Deutschland. Hierzu gehören auch der TÜV und die Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS).

Der FTSE4Good ist eine seit 2001 bestehende, nach Börsenwert gewichtete Indexfamilie von FTSE (Financial Times Stock Exchange), einem Joint Venture der Londoner Börse und der Financial Times.

In den FTSE4Good werden Unternehmen gelistet, die weltweit anerkannten Standards in puncto Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) entsprechen. Um in die FTSE4Good-Indizes aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen die Menschenrechte bewahren und fördern, gute Beziehungen zu ihren Stakeholdern haben, sich für ökologische Nachhaltigkeit engagieren, bei sich und auch in Zulieferunternehmen gute Arbeitsbedingungen sicherstellen und Korruption bekämpfen. Diese Kriterien werden je nach Branche, Region und Konsumententyp angepasst. In das Rating der FTSE4Good-Indices fließen 200 bis 300 Datensätze ein.

Des Weiteren gibt es auch Negativkriterien. Ausgeschlossen aus den FTSE4Good sind: Tabakunternehmen, Hersteller von Nuklearwaffen und Waffensystemen und Unternehmen, die an der Stromgewinnung durch Atomkraft oder am Abbau oder der Aufbereitung von Uran beteiligt sind. Von einigen ethisch orientierten Investoren wird jedoch kritisiert, dass Ölkonzerne nicht ausgeschlossen werden.

Die Verwaltung der FTSE4Good-Indices unterliegt einem unabhängigen Expertenkomitee aus Vertretern des Index, Investmentspezialisten, CSR-Fachleuten und Wissenschaftlern. Es überwacht die Einhaltung der Kriterien bei der Indexzusammenstellung, begleitet die Weiterentwicklung der Kriterien und muss Revisionen und Neuerungen zustimmen. Die Überprüfung und Verschärfung der Kriterien soll Unternehmen dazu motivieren, ihre firmeninternen Prozesse ständig zu verbessern.

G

Eine Gefahrerhöhung bezeichnet eine nachträglich eintretende Erhöhung der Risiken des Versicherers. Eine solche Gefahrerhöhung löst eine Anzeigepflicht des Versicherungsnehmers aus und kann zur Leistungsfreiheit des Versicherers, zur Kürzung der Leistung oder zu einer Beitragserhöhung führen.

Die Gefährdungshaftung schreibt vor, dass der Halter eines Fahrzeugs auch dann für einen entstandenen Schaden haften muss, wenn er diesen nicht selbst verursacht hat. 

Gefährdungshaftung: Jeder Geschädigte soll einen Anspruch besitzen

Das Prinzip der Gefährdungshaftung soll eine Erleichterung für Geschädigte und deren Hinterbliebene darstellen. Ließen sich Ansprüche nur auf Grundlage der Verschuldenshaftung durchsetzen, könnten viele Unfallopfer keine Entschädigung durchsetzen.

Für das Entstehen eines Anspruchs im Sinne der Gefährdungshaftung müssen lediglich drei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens muss dem Wortlaut des § 7 StVG entsprechend ein „Betrieb eines Kraftfahrzeuges“ stattfinden. Zweitens muss es zu einem Schaden kommen. Drittens muss zwischen dem Betrieb des Kfz und dem Schaden ein kausaler Zusammenhang bestehen.

Wann ist ein Kfz „in Betrieb“?

Ein Kfz ist fast immer im Betrieb – es sei denn, es wird in einer Garage oder auf einem privaten Grundstück endgültig abgestellt. Während des Be- und Entladens gilt das Fahrzeug dagegen als „im Betrieb“. Dasselbe gilt nach dem Parken des Fahrzeugs im öffentlichen Raum: Hier stellt es nach Ansicht des Gesetzgebers grundsätzlich eine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

Verpflichtet ist der Halter, nicht der Eigentümer

Die Gefährdungshaftung verpflichtet den Halter des Fahrzeugs. Der Halter ist derjenige, der die Verfügungsgewalt besitzt und das Kfz auf eigene Rechnung nutzt. Wer Eigentümer eines Fahrzeugs ist, spielt dagegen keine Rolle. Bei einem geleasten oder sicherungsübereigneten Fahrzeug sind somit nicht Bank oder Leasinggesellschaft verantwortlich im Sinne der Gefährdungshaftung.

Welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es für den Halter?

Die Entlastungsmöglichkeiten für Halter sind begrenzt. Das Gesetz sieht lediglich höhere Gewalt und unabwendbare Ereignisse als Ausnahmetatbestände vor. Ein unabwendbares Ereignis liegt z. B. vor, wenn ein Fahrer auf der Autobahn einen winzigen Gegenstand aufwirbelt und es beim Hintermann dadurch zu Schäden am Fahrzeug kommt.

Die grüne Versicherungskarte heißt eigentlich Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr (IVK) und dient zum Nachweis des Kfz-Haftpflichtversicherungsschutzes im Ausland. Für Fahrten in die meisten europäischen Länder ist die Karte rechtlich nicht mehr erforderlich.

In den meisten Ländern ist die Grüne Versicherungskarte überflüssig

In EU/EWR-Mitgliedstaaten ist das Mitführen der grünen Versicherungskarte i.d.R. nicht zwingend erforderlich. Insbesondere für Reisen nach Italien empfehlen Versicherer jedoch weiterhin das Mitführen, da die Polizei nach Unfällen und auch bei Kontrollen häufiger nach dem Dokument verlangt.

Länder, in denen die Grüne Karte mitgeführt werden muss sind Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Serbien, Montenegro, Türkei, Russland, Ukraine und Weißrussland. Im Kosovo wird die Karte nicht akzeptiert: Bei Einreise mit einem ausländischen Fahrzeug muss ggf. ein Versicherungsschutz erworben werden.

Kein einheitlicher Geltungsbereich

Die Angaben zu den Ländern, in denen die Karte benötigt wird, unterscheiden sich z. T. zwischen den Versicherern. Auf der grünen Versicherungskarte sind dann Länder durchgestrichen, in denen das Unternehmen keinen Versicherungsschutz zur Verfügung stellt. Auf dem Dokument sind Informationen zum Fahrzeug, zum Versicherer und zum Halter vermerkt.

Internationale Abkommen zur Deckung von Versicherungsansprüchen werden häufig durch Kooperationen realisiert. Ist z. B. ein deutscher Versicherer in einem Land nicht tätig, kann er einen ortsansässigen Versicherer gegen Kostenerstattung mit der Abwicklung von Schadensfällen betrauen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist die Dachorganisation der privaten Versicherungsunternehmen in Deutschland. Zu deren Versicherungsnehmern zählen private Haushalte, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen.

Der GDV wurde 1948 gegründet. Daneben existierten diverse Fachverbände, wie der Verband der Transportversicherer, der Verband der Sachversicherer und der HUK-Verband, die sich 1995 zum Verband der Schadensversicherer zusammenschlossen. 1996 schloss sich der Verband der Schadenversicherer mit dem Verband der Lebensversicherer und dem GDV zum neuen Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zusammen. 1998 wurde der Hauptsitz nach Berlin verlegt.

Heute umfasst der Verband 460 Mitgliedsunternehmen mit rund 529.000 Erwerbstätigen, die als Angestellte bei Versicherern und im Vermittlergewerbe oder als selbstständige Versicherungsvermittler/-berater tätig sind. Die Vorsorge und der Risikoschutz der Klienten sind in etwa 427 Millionen Verträgen geregelt. Den größten Anteil haben daran mit 301 Millionen Verträgen die Schaden- und Unfallversicherungen. Als Risikoträger und bedeutender Kapitalgeber (Kapitalanlagebestand: 1,51 Billionen Euro) haben die privaten Versicherungsunternehmen eine herausragende Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft.

Zu den Aufgaben des GDV zählt die Vertretung des Verbands gegenüber Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Medien. Dazu werden die Interessen und Ziele der Mitglieder gebündelt. Zudem steht der Verband der Versicherer auch der Politik als Berater in versicherungstechnischen Fragen zur Seite. Für seine Mitgliedsunternehmen bietet der GDV umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen, zum Beispiel Musterbedingungen für diverse Versicherungssparten. Mit umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit, vielen Initiativen und einem eigenen Verbraucherinformationszentrum trägt der GDV zur effektiven Gestaltung von Versicherung und Vorsorge sowie zur Unfall- und Schadenverhütung bei. Zudem betreibt der GDV den Zentralruf der Autoversicherer und die Notrufsäulen an Autobahnen und Landstraßen.

Der GDV gehört dem europäischen Versicherungsverband CEA an und vertritt dort die Interessen der deutschen Versicherungswirtschaft.

Der Global Compact (auch United Nations Global Compact – Globaler Pakt der Vereinten Nationen) ist ein weltweiter Pakt zwischen Unternehmen und den Vereinten Nationen und die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Das Ziel des Global Compact ist eine inklusive und nachhaltige Weltwirtschaft. Er bildet einen Rahmen, um über eine gerechte Ausgestaltung der Globalisierung zu diskutieren und versteht sich nicht als zertifizierbarer Standard oder als Regulierungsinstrument, sondern als ein offenes Forum, um Veränderungen zu verwirklichen und Ideen zu teilen. In nationalen Netzwerken konkretisieren die Teilnehmer ihre Lösungsansätze.

Der Global Compact wurde von UN-Generalsekretär Kofi Annan in einer Rede während des Weltwirtschaftsforums 1999 angeboten. Die Internationale Handelskammer (ICC) nahm das Angebot an und gewann die ersten 50 multinationalen Unternehmen für den Pakt. Die operative Phase startete im Jahr 2000. Mittlerweile vereint der Pakt rund 13.000 Mitglieder aus 170 Ländern, darunter neben Unternehmen auch Forschungseinrichtungen, Wirtschafts- und Arbeitnehmerverbände und weitere Organisationen sowie auch Städte.

Der UN Global Compact hat zehn universelle Prinzipien formuliert, zu deren Befolgung sich die Mitglieder verpflichten. Die Prinzipien betreffen die Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und die Korruptionsbekämpfung. Sie wenden sich unter anderem gegen Menschenrechtsverletzungen, Zwangs- und Kinderarbeit und Diskriminierung am Arbeitsplatz und sprechen sich für das Vorsorgeprinzip im Umweltschutz und für umweltfreundliche Technologien aus.

Das deutsche Netzwerk des Global Compact besteht seit 2001 und zählt neben kleinen und mittelständischen Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen auch rund 20 Unternehmen des DAX 30 zu seinen Mitgliedern. Seit 2004 veröffentlicht der deutsche Global Compact ein Jahrbuch, in dem Unternehmen Beispiele für die Umsetzung der Prinzipien des Paktes vorstellen.

An den Leitlinien des Global Compact wird kritisiert, dass sie lediglich Minimalstandards formulieren, die ohnehin von einem Großteil der Völkergemeinschaft akzeptiert werden und somit in die nationale Rechtsprechung einfließen. Zudem ist die Einhaltung der Leitlinien freiwillig und mit keinerlei Sanktionen verbunden. Einzig die Verfassung eines Nachhaltigkeitsberichts ist Pflicht, doch wird dies kaum kontrolliert.

Green IT ist die Bezeichnung für Aktivitäten zur umwelt- und ressourcenschonenden Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Dabei wird der gesamte Lebenszyklus von Geräten betrachtet, also ihre Herstellung, Nutzung sowie die Entsorgung. Die Notwendigkeit von Green IT wird unter anderem daran erkennbar, dass die weltweiten CO2-Emissionen der Informations- und Kommunikationstechnologie mit rund 2 Prozent bereits das Niveau der Emissionen aus dem Flugverkehr erreicht haben.

Die Anfänge der Green IT liegen im Jahr 1992, als die US-Umweltschutzbehörde EPA das Label „Energy Star“ einführte, das energiesparende Geräte auszeichnet. Außerdem hat die Green IT auch Wurzeln in der Umweltinformatik, die sich für die Nutzung von IT für den Umweltschutz engagiert.

Green IT lässt sich in zwei Bereiche aufteilen: „Green in der IT“ bezieht sich die technischen Daten der Geräte, insbesondere ihren Stromverbrauch. „Green durch IT“ bezeichnet dagegen die Anwendung von Geräten zur Reduktion von schädlichen Einflüssen auf die Umwelt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre die Vermeidung von CO2-Emissionen im Personenverkehr, indem Meetings in Form von Telefon- oder Webkonferenzen abgehalten werden.

Als wichtigstes Anwendungsgebiet der grünen IT wird der gewerbliche Sektor, etwa in Rechenzentren und in Büros, betrachtet. Die Möglichkeiten zur Nutzung der grünen Technologien sind zahlreich, etwa mittels Virtualisierungen, Thin Clients oder effizienteren Geräten. Auch für private Haushalte gibt es viele Möglichkeiten zur Verbesserung der Umweltbilanz. So wird bei Privatanwendern über ein Viertel (28 Prozent) des jährlichen Gesamtstromverbrauchs der IT durch den Stand-by-Modus erzeugt. Dessen Abschaltung wäre eine einfache und zugleich wirksame Maßnahme.

Das Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) ist eine Bilanzierungsrichtlinie für Treibhausgasemissionen (Greenhouse Gas Emissions, GHG) von Unternehmen, das sich an Prinzipien finanzieller Rechnungslegung anlehnt. Es dient als Werkzeug, um die Emissionen von Unternehmen, Organisationen und Regierungen zu messen, zu vergleichen und zu bewerten.

Das Greenhouse Gas Protocol ist das international meistgenutzte Werkzeug für Unternehmen, Regierungen und Umweltschutzorganisationen zur Messung von Treibhausgasemissionen. Es entstand aus einer Partnerschaft des Weltressourceninstituts (World Resources Institute, WRI) und des Weltwirtschaftsrates für nachhaltige Entwicklung (World Business Council for Sustainable Development, WBCSD), um einen international geltenden, glaubwürdigen und wirkungsvoller Standard zu erschaffen. 2001 wurde das erste GHG Protocol veröffentlicht, das auch Corporate Standard genannt wird. Seitdem wird es von über 1.000 Unternehmen und Organisationen genutzt. Es bietet auch Schwellenländern ein international anerkanntes Instrument, das ihren Regierungen als eine Grundlage für fundierte Entscheidungen hinsichtlich des Klimawandels dient.

Grundlegend für das GHG Protocol ist die Einteilung der Emissionen in drei sogenannte „Scopes“ (Bereiche): Scope 1 umfasst alle Emissionen, die in der eigenen Organisation anfallen und somit deren direkten Einfluss unterliegen, wie durch Verbrennung in eigenen Anlagen erzeugte Emissionen sowie Emissionen der eigenen Fahrzeuge und Klimaanlagen. Zu Scope 2 zählen Emissionen, die durch die Bereitstellung von Energie außerhalb der Organisation durch ein Energieversorgungsunternehmen entstehen. Dazu gehören Strom, Fernwärme und Fernkälte. Scope 3 betrifft alle übrigen Treibhausgasemissionen, die durch Tätigkeiten der Organisation verursacht werden. Dies sind Emissionen durch die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen oder Emissionen, die durch die Nutzung der verkauften Produkte und Dienstleistungen entstehen.

Copy:Die GRI (Global Reporting Initiative) ist eine internationale, unabhängige Nichtregierungsorganisation, die Standards (GRI Guidelines) für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten entwickelt. Diese Standards werden kontinuierlich verbessert und modifiziert, seit 2014 liegt eine vierte Fassung (G4) vor. Die GRI arbeitet weltweit mit aktiver Unterstützung von Firmen, Menschenrechts-, Umwelt- und staatlichen Organisationen. Das Sekretariat der GRI befindet sich in Amsterdam.

GRI wurde 1997 von der gemeinnützigen Organisation Ceres (Coalition of Environmentally Responsible Economies) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegründet. Ein erster Entwurf der GRI-Standards wurde 1999 erstellt. Ziel der GRI ist insbesondere die Förderung von Transparenz sowie die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichten mittels Standardisierung.

Eine Vielzahl von Unternehmen haben die Richtlinien der GRI zumindest teilweise übernommen. Sie sind in über 90 Ländern die meistgenutzten Richtlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dadurch trägt GRI dazu bei, dass bereits 92 Prozent der 250 größten Unternehmen weltweit Nachhaltigkeitsberichte anfertigen.

Die Standards der GRI umfassen eine Vielzahl von Indikatoren und Kennzahlen aus den Bereichen Arbeitspraktiken, Berichtsparameter, gesellschaftlich-soziale Leistung, Governance Menschenrechte, ökologische und ökonomische Leistung, Produktverantwortung, Strategie und Analyse sowie Unternehmensprofil. Zusätzlich gibt es für bestimmte Branchen, wie etwa Logistik, weitere Indikatoren.

H

Die Hauptfälligkeit bezeichnet das Datum, zu dem die Versicherungsprämie fällig ist. Das Datum der Hauptfälligkeit entspricht damit dem Tag, an dem Versicherer und Versicherungsnehmer sich gegenseitig zur Leistung verpflichtet sind.

Die Hauptfälligkeit in der Kfz Versicherung bezeichnet beim Neuabschluss eines Vertrags das Datum des Vertragsabschlusses. Zu diesem Datum ist die Erstprämie fällig und der Versicherungsschutz tritt in Kraft. Die nächste Hauptfälligkeit ist im Vertragsverlauf dann der Beginn des nächsten Versicherungsjahres.

Hauptfälligkeit typischerweise am 01. Januar

Bei vielen Versicherern beginnt das Versicherungsjahr am 01. Januar. Aber oft weichen Anbieter auch davon ab und rechnen mit dem Beginn des neuen Versicherungsjahres ein Jahr nach Vertragsschluss.

Hauptfälligkeit muss bei Kündigung beachtet werden

Soll die Kfz Versicherung gewechselt werden, ist die Hauptfälligkeit im Hinblick auf die Kündigungsfrist relevant. Liegt die Hauptfälligkeit auf dem 01. Januar, muss die Kündigung dem Versicherer bis zum 30.11. des Vorjahres vorliegen. Die einmonatige Kündigungsfrist gilt für alle Versicherungsnehmer im Fall einer ordentlichen Kündigung.

Kfz müssen erstmals 36 Monate nach der Erstzulassung und danach im Intervall von zwei Jahren auf ihre Verkehrstauglichkeit überprüft werden.

Die Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme an der Hauptuntersuchung (HU) ist in § 29 StVZO festgelegt. Die Untersuchung wird durch staatlich anerkannte Prüforganisationen wie die DEKRA oder den TÜV durchgeführt. Deshalb wird die Hauptuntersuchung umgangssprachlich auch als „TÜV“ bezeichnet.

Hauptuntersuchung (HU) ist regelmäßig Pflicht

Unter die Pflicht zur Teilnahme an der Hauptuntersuchung (HU) fallen alle zulassungspflichtigen Kfz und Anhänger, nicht jedoch Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen. Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU) ist auch die Abgasuntersuchung (AU).

Für die Teilnahme an der HU ist der Halter eines Fahrzeugs verantwortlich. Er muss sich fristgerecht bei einer zuständigen Stelle melden und am vereinbarten Termin das Fahrzeug vorführen. Der Halter muss auch die Kosten tragen. Die Kosten variieren leicht zwischen den verschiedenen Prüfstellen sowie regional.

Stellen die Prüfer keine Mängel fest, wird die Durchführung der Hauptuntersuchung im Fahrzeugschein vermerkt und die aktualisierte Prüfplakette am Kennzeichen des Kfz angebracht. Auf dieser sind Jahr und Monat der nächsten HU vermerkt. Stellen die Prüfer Mängel fest, muss der Halter diese beseitigen und das Fahrzeug im Anschluss daran erneut vorführen. Sind die Mängel so groß, dass das Kfz als nicht mehr verkehrssicher eingestuft wird, entfernt die Prüfstelle die Plakette und informiert den Halter darüber, dass eine Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr möglich ist.

Versicherungsschutz für Fahrten zur Hauptuntersuchung

Im Hinblick auf Fahrten zur Hauptuntersuchung finden sich in den Versicherungsbedingungen zur Kfz Haftpflichtversicherung einige Besonderheiten. Fahrzeuge, die mit einem Saisonkennzeichen zugelassen sind, sind i.d.R. auch außerhalb der Saison versichert.

Der Versicherungsschutz gilt dann für Fahrten zur Hauptuntersuchung (und i.d.R. auch für Fahrten im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren, der Sicherheitsprüfung und der Abgasuntersuchung). Der Versicherungsschutz ist häufig auf Fahrten innerhalb des für den Halter zuständigen Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks beschränkt.

In der Kfz Haftpflichtversicherung sind i.d.R. auch Fahrten mit ungestempelten Kennzeichen versichert.

Ausgenommen sind i.d.R. Fahrten mit einem roten Kennzeichen oder ein Kurzzeitkennzeichen. Versichert sind so bezeichnete „Zulassungsfahrten“. Dabei handelt es sich um Fahrten zur Zulassungsstelle zur Anbringung der Stempelplakette, Fahrten zur Durchführung der Hauptuntersuchung (HU) und Fahrten zu Sicherheitsprüfungen. Auch hier gilt der Versicherungsschutz i.d.R. für den Zulassungsbezirk und einen angrenzenden Bezirk.

Die Herstellerschlüsselnummer (HSN) ist ein vierstelliger numerischer Code. Er ist in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Punkt 2.1 aufgeführt und dient der Identifikation eines Herstellers.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) unterhält ein Verzeichnis der Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern. In diesem Verzeichnis sind alle Hersteller aufsteigend nach der HSN aufgeführt. Voraussetzung für die Aufnahme in die Datenbank ist, dass vom KBA eine nationale HSN zugeteilt worden ist.

Der Herstellerschlüssel ist nicht immer eindeutig

Über die nationalen HSN hinaus gibt es internationale Herstellerschlüssel. Diese World Manufacturer Identifier (WMI) sind drei- bis sechsstellige alphanumerische Codes und gehen auf die Norm DIN- ISO 3780 in Verbindung mit DIN-ISO 3779 zurück.

Der deutsche Autobauer BMW ist beim KBA unter der HSN 0005 gelistet. Dieser Nummer sind Personenwagen, Krafträder und PKW-Mini zugeordnet. Einzelne Tochtergesellschaften von Konzernen können unter einer eigenen HSN gelistet sein. So ist General Motors Kanada z. B. unter der HSN 1906, General Motors USA dagegen unter der 1766 gelistet. Umgekehrt sind einigen HSN mehrere Hersteller zugeordnet, was zumeist auf Umstrukturierungen zurückzuführen ist. Unter der HSN 0790 sind in der Liste des KBA z. B. sowohl Daimler-Benz als auch Daimler Chrysler als auch Mercedes Benz.

Exakte Fahrzeugbestimmung nur mit der Typschlüsselnummer

Die exakte Bestimmung eines Fahrzeugs allein mit dem Herstellerschlüssel ist nicht möglich. Dazu wird zusätzlich die Typschlüsselnummer benötigt.

Versicherer ordnen Fahrzeuge anhand von Herstellerschlüssen und Typschlüsselnummer einer Risikostufe zu. Dabei werden Typklassen jeweils für die Kfz-Haftpflicht sowie für die Voll- und Teilkaskoversicherungen festgelegt. Die Risikoeinstufung eines Fahrzeugs kann sich zwischen den verschiedenen Versicherungssparten unterscheiden. So geht das erhöhte Diebstahlrisiko eines bestimmten Fahrzeugtyps nicht notwendigerweise mit einem größeren Risiko in der Kfz-Haftpflichtversicherung einher.

Der Herstellerschlüssel in Verbindung mit der Typschlüsselnummer ist für die Berechnung von Prämien in der Kfz-Versicherung und damit auch für Vergleiche zwingend notwendig. Neben dem Fahrzeugtyp entscheiden jedoch diverse weitere Aspekte über die Höhe der Prämie, darunter z. B. die Regionalklassen.

K

Der Kfz Schadenservice ist die Abteilung einer Versicherung, die Schadensmeldungen entgegennimmt. Tritt ein Schaden ein, müssen Geschädigte den Schaden beim Kfz Schadenservice der Haftpflichtversicherung des Schadenverursachers bzw. bei ihrer eigenen Versicherung melden. Die meisten Versicherer nehmen Schadenmeldungen mittlerweile online entgegen. Zusätzlich kann der Kfz Schadenservice telefonisch oder schriftlich kontaktiert werden.

Kfz Schadenservice umgehend informieren

Versicherungsnehmer sind vertraglich verpflichtet, Schäden umgehend zu melden. Wurde der Kfz Schadenservice informiert, leitet der Versicherer die weiteren Schritte ein und informiert über notwendige Maßnahmen wie z. B. das Einsenden von Fotos oder die Begutachtung des Schadens durch einen Sachverständigen. Dieser wird i.d.R. durch den Versicherer ausgewählt.

Viele Versicherer informieren ihre Kunden durch Statusmeldungen über den aktuellen Stand der Bearbeitung.  Am Ende der Bearbeitung steht die Entscheidung des Versicherers. Dieser kann z. B. den Schaden regulieren oder durch Einwände die Leistung verweigern oder kürzen.

Nach Unfällen sollten dem Unfallgegner neben Name und Adresse auch die Anschrift des Versicherers, die Nummer des Versicherungsscheins und das Kennzeichen mitgeteilt werden. Dieselben Informationen sollten auch vom Unfallgegner eingefordert werden. Die Versicherung des Unfallgegners kann bei Kenntnis des Kennzeichens ggf. über den Zentralruf der Autoversicherer ermittelt werden.

Bei Unfällen im Ausland sollte der Kfz Schadenservice nach Möglichkeit noch vom Ausland aus kontaktiert werden. Für eine schnelle Bearbeitung sollte der Europäische Unfallbericht ausgefüllt werden. Die Kenntnis der Versicherung und der Versicherungsscheinnummer des Unfallgegners ist bei Unfällen im Ausland besonders wichtig, da die Ermittlung nicht zwingend über das Kfz-Kennzeichen möglich ist.

Der Begriff Kasko bezeichnet Versicherungen gegen Schäden an Fahrzeugen, Flugzeugen und Schiffen. Auf dem deutschen Massenversicherungsmarkt bezeichnet Kasko die Kfz-Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung.

Die Kaskoversicherung ist anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung in Deutschland keine Pflichtversicherung. Sie schützt den Besitzer eines Fahrzeugs gegen Schäden und Verlust, deckt aber keine Ansprüche dritter Parteien ab wie die Haftpflichtversicherung.

Kfz-Zubehör sind Gegenstände, die zum Fahrzeug gehören. Für solches Fahrzeugzubehör besteht zum Teil Versicherungsschutz in der Kaskoversicherung.

Welches Zubehör unter welchen Bedingungen versichert ist, ist zumeist detailliert in den Versicherungsbedingungen aufgeführt.

Beitragsfrei mitversichertes Kfz-Zubehör

Beitragsfrei mitversichert sind häufig fest im Fahrzeug eingebaute oder am Fahrzeug angebaute oder im Fahrzeug unter Verschluss verwahrte Zubehörteile. Voraussetzung für den beitragsfreien Versicherungsschutz ist, dass die Zubehörteile ausschließlich dem Gebrauch des Fahrzeugs dienen und nach allgemeiner Verkehrsanschauung nicht als Luxus angesehen werden. Zudem muss das Zubehör straßenverkehrsrechtlich zulässig sein.

Mitversichert sind häufig zudem Zubehörteile, die im Fahrzeug unter Verschluss verwahrt werden und zur Behebung von Betriebsstörungen des Fahrzeugs dienen. Dabei kann es sich z. B. um Gegenstände zur Absicherung, Leuchtmittel etc. handeln.

Versicherungsschutz für Kfz Zubehör gibt es auch für Motorräder: Schutzhelme sind i.d.R. als Kfz-Zubehör versichert, solange sie entweder bestimmungsgemäß genutzt werden oder mit dem abgestellten Fahrzeug so fest verbunden sind, dass unbefugtes Entfernen zwingend mit einer Beschädigung einhergeht.

Bedingt mitversichertes Kfz-Zubehör

Einige Zubehörteile sind nur bis zu einem im Versicherungsvertrag festgelegten Gesamtneuwert beitragsfrei versichert. Dazu zählen je nach Festlegung in den Versicherungsbedingungen z.B. Radio- und sonstige Audiosysteme, fest eingebaute Navigationssysteme, Video- und Kommunikationssysteme, zugelassene Veränderungen im Zusammenhang mit Tuning, inidviduelle Lackierungen und Beschriftungen, Beiwagen und Verkleidungen sowie Spezialaufbauten und Spezialeinrichtungen.

Die Kraftfahrzeugsteuer ist seit dem 1. Juli 2009 eine Bundessteuer. Vor diesem Zeitpunkt lag die Ertrags- und Verwaltungshoheit bei den Ländern. Seit dem 1. Juli 2014 ging die Verantwortung für die Kfz-Steuer-Bearbeitung auf die Zollverwaltung über. Schaut man auf die regionale Ebene, so besitzt das entsprechende Hauptsollamt die Verantwortung für die Kfz-Steuern. Daher ist das Finanzamt seit 2015 auch nicht mehr dafür verantwortlich Kfz-Steuern einzunehmen.

Was ist der Zweck der Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuer wird einmal im Jahr bezahlt. Zudem gilt bei der Kfz-Steuer das Verursacherprinzip. Da ein Auto die öffentliche Straße nutzt, und bis zu einem bestimmten Grad auch die Umwelt durch Schadstoffe belastet, müssen die Fahrer auch die Instandhaltungskosten übernehmen. Als zweites soll die Kfz-Steuer auch eine unterstützende Funktion für eine umweltfreundliche Technologie ausüben. Autos mit einem geringeren Schadstoffausstoß werden von den Steuern befreit oder die Autofahrer zahlen einen geringeren Betrag.

Wer zahlt die Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuern müssen für das Halten und für das Benutzen von Fahrzeugen bezahlt werden. Es ist dabei unerheblich ob das Fahrzeug für den Verkehr auf einer öffentlichen Straße benutzt wird.

Können Fahrzeuge von den Steuern befreit werden?

Es gibt einige Fahrzeuge, die von den Kfz-Steuern befreit sind. Die Befreiung ist aber vom Verwendungszweck, dem Halter und der Art des Fahrzeuges abhängig. Es gibt die Möglichkeit auf eine zeitlich unbefristete und zeitlich befristete Befreiung.
Fahrzeuge, die für die Land- und Forstwirtschaft verwendet werden, sind Sonderfahrzeuge, Zugmaschinen und Anhänger. Sonderfahrzeuge müssen aber anerkannt werden. Gleichzeitig zählen Sattelzugmaschinen und Sattelanhänger nicht zu den steuerbefreiten Fahrzeugen.

L

Das Leasing erfreut sich für viele Autofahrer einer großen Beliebtheit. Kein Wunder, denn das Leasing stellt inzwischen eine gute Alternative zu einem klassischen Autokredit dar. Das Leasingunternehmen agiert hier als Leasinggeber. Der Leasinggeber stellt das Leasingfahrzeug zur Verfügung. Damit der Leasingnehmer das Fahrzeug auch nutzen kann, muss er ein monatliches Entgelt für die Nutzung zahlen. Das Fahrzeug wird am Ende der Leasingdauer zurückgegeben. Der Leasinggeber ist auch während der gesamten Laufzeit des Fahrzeuges der Eigentümer des Fahrzeugs. Ist die Kreditlaufzeit abgelaufen, so kann der Leasingnehmer das Fahrzeug zum Restwert übernehmen. Dabei bestimmen die jeweiligen Konditionen des Vertrages, ob dies auch möglich ist.

Vollamortisation

Eine Alternative besteht auch darin das Fahrzeug während der Laufzeit abzubezahlen. Wenn dieser Fall ist, spricht man auch von einer Vollamortisation. Die Anschaffungskosten werden durch die Leasingrate beglichen. Der Leasingvertrag kann zudem während der Grundmietzeig nicht gekündigt werden.

Teilamortisation

Bei der Teilamortisation wird das Leasinggut nicht komplett abbezahlt. Es besteht die Möglichkeit den Vertrag nach Ablauf der Leasingdauer zu verlängern. Alternativ kann das Auto auch zum Restwert übernommen werden.

Vorteile des Leasings

Ein Vorteil für Firmen besteht darin, dass die Leasingraten von der Steuer abgesetzt werden können. Die Leasingraten stellen Betriebsausgaben dar. Weiterhin haben Privatpersonen den Vorteil, dass nicht auf einmal eine große Summe für die Anschaffung des Fahrzeugs zahlen müssen. Die Zahlung in gleichbleibenden und im Voraus berechneten Raten hilft ungemein die finanzielle Belastung zu reduzieren.

Leasingvertrag

Ein Leasingvertrag ist einem Mietvertrag sehr ähnlich. Allerdings ist der Leasingnehmer für die Wartung des Fahrzeugs verantwortlich. Der Leasingnehmer kann am Ende der Laufzeit entscheiden, ob er das Auto kaufen will oder zurückgeben möchte. Bei einem Kauf im Anschluss spricht man auch von einem Mietkauf.

Zusammensetzung der Leasingrate

Die vertraglich festgelegte monatliche Leasingrate ist abhängig vom Anschaffungswert, vom Restwert, vom Wertverlust und den Verwaltungskosten.

Leadership in Energy and Environmental Design (LEED, Deutsch: Vorreiter in energie- und umweltgerechter Planung) ist ein Zertifizierungssystem für ökologisches Bauen des US Green Building Council (USGBC). Diese Nonprofitorganisation setzt sich für ökologisches und nachhaltiges Bauen (Green Building) ein.

LEED wurde 1998 eingeführt und stetig weiterentwickelt. Seit 2002 ist die Zertifizierung auch in Kanada möglich. Die LEED-Standards decken zahlreiche Aspekte bezüglich Design, Bau, Wartung und Betrieb von Gebäuden ab. Dabei werden alle Phasen des Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet, das heißt von der Planung über die Erstellung, den Betrieb bis zum Rückbau.

Die Gebäude werden durch Punktevergabe in verschiedenen Kriterien bewertet. Die Summe der erreichten Punkte entscheidet darüber, in welche der vier Zertifizierungsstufen – zertifiziert, Silber, Gold und Platin – ein Gebäude eingestuft wird. Die Kriterien zur Beurteilung sind in sieben Kategorien eingeteilt: nachhaltiger Grund und Boden, Wassereffizienz, Energie und Atmosphäre, Materialien und Ressourcen, Innenraumqualität sowie Innovation und Designprozess.

Das LEED-System kann auf diverse Gebäudetypen bzw. Nutzungsprofile angewendet werden: Neubau, Bestandsgebäude, Kern und Gebäudehülle, Inneneinrichtungen in Büro und Verwaltung, Einzelhandel, Wohnbauten, Stadtteilentwicklung, Schulen und Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Dabei gelten die Standards und Richtlinien sowohl für weitgreifende Renovierungen als auch für Neubauten.

Dank seiner Flexibilität hinsichtlich der Anwendung bei verschiedensten Gebäudenutzungen, eines umfassenden Marketings sowie der Übernahme durch staatliche Behörden in den USA und weltweit ist LEED inzwischen sehr verbreitet und ist international bei gewerblichen Gebäuden das System mit der größten Marktdurchdringung. Auch in Deutschland sind bereits eine Vielzahl von Gebäuden mit dem LEED-Zertifikat ausgezeichnet worden.

Die LEED-Standards basieren häufig auf US-amerikanische Normen, die in Europa nur wenig bekannt sind. Daher bieten inzwischen auch manche deutsche Ingenieurbüros Berechnungen nach US-amerikanischen Normen an. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass manche der globalen Anforderungen der LEED-Standards in bestimmten Regionen wenig sinnvoll sein könnten, zum Beispiel Regenwassernutzung in niederschlagsreichen Gebieten.

Die Abkürzung LOHAS steht für „Lifestyle of Health and Sustainability“ (Deutsch: gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierter Lebensstil) und bezeichnet Personen, die nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit (Englisch: sustainability) leben.

Unter LOHAS wird ein bestimmter Konsumententyp verstanden, manchmal auch eine Bewegung. Das Phänomen wurde im Jahr 2000 in dem Buch The Cultural Creatives der amerikanischen Autoren Ruth Anderson und Paul H. Ray erstmals beschrieben, in Deutschland wurde der Begriff LOHAS ab 2007 bekannt.

Personen, die dem LOHAS-Lebensstil zugerechnet werden, legen viel Wert auf Gesundheit, Umwelt und Soziales und berücksichtigen beim Konsum ethische Maßstäbe. Häufig sind sie an Kunst und Kultur interessiert, verdienen gut und sind daher in der Lage, mehr Geld für den bewussten Konsum ausgeben.

LOHAS achten in der Regel auf einen bewussten, achtsamen Umgang mit sich selbst und ihrer Umwelt, haben eine Vorliebe für die Natur und Outdoor-Urlaube. Außerdem sind sie häufig an Spiritualität interessiert und streben nach Selbsterkenntnis. Im Gegensatz zu anderen Bewegungen versuchen die LOHAS-Anhänger nicht, andere zu kritisieren oder zu boykottieren, sondern leben anderen ihr Ideal vor, möchten also eher ein gutes Beispiel geben. Die Vermittlung von Wissen, Kontakten und Informationen zu diversen Themen, die mit Konsum, Ethik, Langlebigkeit oder Gesundheit verbunden sind, ist ein weiteres Merkmal dieses Lebensstils.

Im Gegensatz zu anderen Gruppierungen oder Bewegungen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben, steht bei LOHAS-Befürwortern der Verzicht auf Konsum und Genuss meist nicht im Mittelpunkt, vielmehr geht es um den wertebasierten Kauf, bei dem neben Preis und Qualität auch die Ethik ein wichtiges Kriterium ist. Anstatt zu verzichten, nutzen die LOHAS-Anhänger ihre Kaufkraft für sozial und ökologisch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Dementsprechend sind sie häufig Käufer von Bio- oder Fair-Trade-Produkten und legen gesteigerten Wert auf Gütesiegel und Tests. Beim Thema Essen ähnelt LOHAS daher der Slow-Food-Bewegung.

Bei den Anhängern des LOHAS-Lebensstils handelt es sich allerdings keineswegs um eine homogene, sondern um eine recht vielfältige Gruppe. In einer Studie von 2009 wurden fünf Typen unterschieden: die verantwortungsbewussten Familienmenschen, die Connaisseurs, die Weltenbürger, die Statusorientierten und die wertkonservativen Moralisten. Somit vereint LOHAS sowohl konservative Moralisten, die eher einen Konsumverzicht anstreben, und die Statusorientierten, die häufig Vorreiter in Sachen nachhaltiger Technik, wie Elektroautos und Solarstrom, sind.

M

Einen Motorroller für den Straßenverkehr zuzulassen ist nur mit einer gültigen Versicherung möglich. Welche Versicherungsart geeignet ist, hängt vom Motorroller ab.

Folgende Motorroller-Typen werden dabei unterschieden:

Kleinkraftroller: Kleinkraftroller haben einen Hubraum von bis zu 50 ccm und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h. Sie können bereits mit 16 Jahren gefahren werden. Die KFZ-Steuer muss für diese Motorroller nicht gezahlt werden und ein kleines Versicherungskennzeichen ist bereits ausreichend. Dieses erhält man meist direkt durch die Versicherung (vor Ort oder postalisch) und muss nicht zum Straßenverkehrsamt.

Gültig ist dieses Kennzeichen immer ab dem 1. März eines Jahres bis zum 28./29.2. des folgenden Jahres. Die Anmeldung ist zwar auch zu jedem anderen Zeitpunkt möglich, dennoch bleibt der 28./29.2. des folgenden Jahres als Versicherungsende bestehen und ein neues Kennzeichen muss angefordert werden.

Erkennbar sind die Kennzeichen an der jährlich wechselnden Farbe, so dass schnell ersichtlich ist, ob ein aktuell gültiges Kennzeichen angebracht ist.

Leichtkraftroller: Der Hubraum liegt zwischen 50 und 125 ccm. Die KFZ-Steuer entfällt für diese Typen ebenfalls, dafür ist jedoch ein normales KFZ-Kennzeichen notwendig. Dieses kann auf einen Saisonzeitraum zugelassen werden, wenn die Nutzung beispielsweise nur in den Sommermonaten stattfindet. Ein Saisonkennzeichen ist zudem meist günstiger als eine Ganzjahreszulassung.

Motorroller Versicherungsschutz

Wie bei einem Auto auch, kann auch ein Motorroller unterschiedlich abgesichert werden. Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist dabei Pflicht. Zusätzlich können eine Teilkasko- und eine Vollkasko-Versicherung abgesichert werden.

Eine Motorradversicherung (mindestens der KFZ-Haftpflichtschutz) ist eine Voraussetzung, um ein Motorrad für die Teilnahme am Straßenverkehr zulassen zu können.

Deckungen in der Motorradversicherung

Versichert werden muss ein Motorrad mindestens mit einer KFZ-Haftpflichtversicherung. Aufgestockt werden kann der Versicherungsschutz mit einer Motorrad-Teilkaskoversicherung. Für neuwertige oder hochpreisige Motorräder ist zudem die Motorrad-Vollkaskoversicherung empfehlenswert.

Motorradversicherung mit Saisonkennzeichen

Soll das Motorrad nur während der warmen Jahreszeit genutzt werden, ist ein Saisonkennzeichen sinnvoll. Empfehlenswert ist es, wenn dieses für mindestens 6 Monate gültig ist, da bei einem kürzeren Zeitraum keine Besserstufung der Schadenfreiheitsklasse im nächsten Jahr erfolgt (Voraussetzung hierfür ist auch, dass kein Schadenfall im aktuellen Kalenderjahr vorgelegen hat).

Außerhalb der Saison greift die Ruheversicherung.

Möchte man sich im Ausland einen Leihwagen mieten, so muss man sich nach den Vorschriften des Urlaubslandes richten. Das heißt natürlich auch, dass der Versicherungsschutz sich auch nach den Gegebenheiten des Urlaubslandes richten muss. Was die Kfz-Haftpflichtversicherung angeht, so gelten sehr niedrige Deckungssummen. Diese reichen bei Personenschäden aber kaum aus. Sollte ein Unfall passieren und die versicherte Summe ist nicht ausreichend für eine Entschädigung, muss die restliche Summe selbst bezahlt werden. Damit dies nicht passiert, kann man eine so genannte Mallorca-Police abschließen.

Was ist eine Mallorca-Police?

Die Mallorca-Police stellt eine Zusatzversicherung dar, die für Mietwagen in bestimmten Ländern zum Einsatz kommt. Der Zusatz führt dazu, dass der Mietwagen im Urlaubsland mit der gleichen Versicherungssumme haftpflichtversichert ist wie das beim heimischen Auto der Fall wäre. Der offizielle Name für diese Police ist „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“.

Anwendungsbereich

Ungeachtet der Bezeichnung beschränkt sich der Anwendungsbereich nicht nur auf Mallorca. Das versicherte Auto genießt einen Versicherungsschutz im geografischen Europa. Dazu zählt auch der europäische Teil der Türkei und Russlands.

Was sollte man bei einer Buchung eines Mietwagens beachten? Achten Sie darauf, dass Sie alle Konditionen und Preise nachvollziehen können. Darüber hinaus sollte man klären ob zusätzliche Kosten für Kindersitze, Tankservice und Navigationsgerät anfallen.

Übernahme Mietwagen – was ist zu beachten?

Auch bei der Übernahme eines Mietwagens sollte man einige Dinge beachten. Wichtig ist, dass sich alle Fahrzeugpapiere im Auto befinden und die Konditionen mit denen der Buchung übereinstimmen. Weiterhin sollte auch auf eine fremdsprachliche Fassung des Vertrags bestanden werden, die Sie wirklich lesen und verstehen können.

Bei der Übernahme des Mietwagens ist dieser auf Schäden zu überprüfen. Mängel sind zudem in einem Übergabeprotokoll festzuhalten. Weiter ist zu überprüfen was bei einem Unfall, Diebstahl oder einer Panne zu tun ist. Es sollte stets eine Notfall-Telefonnummer angegeben werden.

Eine Mikroversicherung ist eine Absicherung gegen die elementarsten Risiken, die besonders in Entwicklungsländern und Schwellenländern zur Verfügung steht. Dieser Versicherungstyp richtet sich speziell an einkommensschwache Haushalte, wie beispielsweise an die ländlichen Kleinbauern in Indien.

Mikroversicherungen sollen Bevölkerungsschichten erreichen und grundlegend absichern, die von anderen Versicherungsarten nicht erreicht werden. In der Regel profitieren Haushalte mit einem Einkommen von einem bis vier US-Dollar pro Tag von dieser Art der Versicherung. Bei ihnen ist die Basisversicherung wichtig, da Krankheit, Unwetter oder unvorhersehbare Ernteeinbußen lebensbedrohlich sein können und oftmals auch sind. Mikroversicherungen sind dementsprechend ein anerkanntes und wichtiges Hilfsmittel, um die ökonomische Entwicklung in besonders armen Regionen voranzutreiben, da sie einen Mindeststandard sichern.

Das Prinzip der Mikroversicherungen ist dasselbe wie bei anderen Versicherung. Der Begriff „mikro“ (klein) kann dabei auf verschiedene Aspekte bezogen werden. Zum einen handelt es sich meist um sehr geringe Werte, die versichert werden, wie die Kosten für einfaches Gerät. Zum anderen besitzen die Versicherten nur ein sehr geringes Einkommen, weshalb die Versicherungskosten auch nicht hoch sein können. Zudem sind die Versicherungen ein Instrument auf der Mikro-Ebene: Sie können beispielsweise auch von regionalen Unternehmen vergeben werden.

Diese Kleinstversicherungen decken eine große Bandbreite ab. Neben den typischen Versicherungsgegenständen wie Gesundheit (bei einer Kranken- oder Lebensversicherung) gibt es ebenfalls Versicherungstypen, die speziell auf die Bedürfnisse ärmerer Bevölkerungsschichten abgestimmt sind. Dazu zählen Versicherungsverträge für landwirtschaftliches Gerät, Ernteausfälle oder Umweltkatastrophen sowie für Vieh. So können sich Kleinstbauern etwa gegen den Diebstahl oder das Reißen von Vieh versichern, um nicht durch den Verlust eines Tieres ruiniert zu werden.

Oft ist es schwierig, solche kleinen Versicherungen zu vermarkten, da die Zielgruppe wenig Kontakt zu Medien oder Versicherungsmaklern hat. Häufig werden sie daher von Regionen oder lokalen Gemeinschaften angeboten und beworben, da diese einen direkten Kontakt zur Zielgruppe haben. Dafür stellen solche oft kleinen Anbieter nur eine geringe Bandbreite an Produkten zur Verfügung.

N

Um einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen in Betrieb nehmen zu können, muss dieser zunächst von der Zulassungsstelle zugelassen werden. Die Neuzulassung muss immer bei der zuständigen Zulassungsstelle des Halters erfolgen. Je nachdem, ob es sich um einen Neuwagen oder um einen Gebrauchtwagen handelt, müssen Halter entsprechende Unterlagen zur Zulassungsstelle mitbringen. Nur wenn alle notwendigen Unterlagen vorliegen, kann das Fahrzeug zugelassen werden.

Wichtige Unterlagen für die Neuzulassung

Welche Unterlagen benötigt werden, hängt davon ab, ob Fahrzeughalter ein gebrauchtes oder ein neues Fahrzeug anmelden möchten. Es gibt aber einige Unterlagen, die sowohl für einen Neu- als auch für einen Gebrauchtwagen relevant sind. Die folgenden Unterlagen müssen bei beiden Fahrzeugvarianten normalerweise vorliegen:

• Ausgestellte eVB der Versicherungsgesellschaft
• Gültiger Personalausweis
• Zulassungsbescheinigung Teil II (bekannt als Fahrzeugbrief)
• Bankverbindung zur Zahlung der Kfz-Steuer

Für ein gebrauchtes Fahrzeug sind außerdem die Zulassungsbescheinigung I (bekannt als Fahrzeugschein), Abmelde- und Stilllegungsbescheinigung und die HU-Bescheinigung notwendig. Falls Dokumente fehlen, kann das Fahrzeug letztendlich nicht zugelassen werden.

Wozu dient die Zulassung?

Jedem Fahrzeug, welches motorisiert ist und auf der Straße in Betrieb genommen werden soll, muss identifiziert werden können. Die Identifizierung erfolgt über das Kfz-Kennzeichen, welches von der Zulassungsstelle vergeben wird. Die Bankverbindung musste vor einigen Jahren noch nicht angegeben werden. Mittlerweile ist es aber so, dass sie Pflicht ist, wenn ein Fahrzeug angemeldet wird. Durch diese Maßnahme kann die zuständige Stelle direkt die Kraftfahrzeugsteuer von dem angegebenen Konto einziehen.

Auto aus dem Ausland zulassen

Handelt es sich um ein Fahrzeug aus dem EU-Ausland, ist normalerweise eine EG-Typengenehmigung vorhanden. Diese besagt, dass das Fahrzeug verkehrstauglich für die EU ist. Allerdings kann es auch einmal passieren, dass die EG-Typengenehmigung fehlt. Möglicherweise ist auch das Zertifikat nicht abrufbar. In dem Fall ist es notwendig, einen Sachverständigen zurate zu ziehen, der die EU-Tauglichkeit bestätigt. Stammt ein Fahrzeug aus einem Nicht-EU-Land, ist ein vom Staat zugelassener Gutachter unumgänglich. Erst wenn das Gutachten vorliegt und die Tauglichkeit bescheinigt wird, kann das Fahrzeug in der EU zugelassen werden.

Ist Ihnen die Nutzung von Ihrem Fahrzeug nach einem von Fremden verursachten Schadenfall nicht möglich, so kann ein Schadenersatz hierfür verlangt werden. Dies wird auch als Nutzungsausfallentschädigung bezeichnet.

Nutzungsausfallentschädigung - Dauer

Die Dauer für die Leistung einer Nutzungsausfallentschädigung ist von verschiedenen Faktoren abhängig. In der Regel gilt eine Frist von maximal 14 Tagen. In dieser Zeit ist die Reparatur eines Wagens durchaus möglich. Muss beispielsweise ein PKW aufgrund eines Totalschadens ersetzt werden, kann der Zeitraum länger ausfallen. Dies wird jedoch individuell entschieden. Der Geschädigte hat zudem dazu beizutragen, den Schaden schnellstmöglich regulieren zu lassen.

Die Höhe der Entschädigungssumme

Für die Berechnung der Entschädigungssumme durch den Ausfall wird die Sanden-Danner-Tabelle genutzt, welche in verschiedene Kategorien (A bis L) eingeteilt ist. Autos und Motorräder werden dort nach Nutzwert berechnet und auch das Fahrzeugalter hat einen Einfluss auf die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung.

Wann kann die Nutzungsausfallentschädigung in Anspruch genommen werden?

Im Prinzip ist jeder berechtigt, die Nutzungsausfallentschädigung in Anspruch zu nehmen, wenn der eigene PKW durch Fremdverschulden repariert/ersetzt werden muss, das Auto jedoch dringend benötigt wird. Ein Grund ist beispielsweise die regelmäßige Fahrt zur Arbeitsstätte, die mit diesem Fahrzeug durchgeführt wurde. Ob eine dringende Nutzung vorliegt und einem die Nutzungsausfallentschädigung wirklich zusteht, hat bereits mehrere Gerichte beschäftigt, die nach Einzelfällen entschieden haben. Wer sein Auto nicht reparieren lässt oder aufgrund eines Entzuges vom Führerschein den Wagen ohnehin nicht hätte nutzen können, wird es schwer haben, eine Nutzungsausfallentschädigung durchzusetzen.

Nutzungsausfallentschädigung bei Zweitwagen

Besitzen Sie einen Zeitwagen so muss dies kein Ausschluss für die Inanspruchnahme der Nutzungsausfallentschädigung sein. Wird der Zweitwagen beispielsweise regelmäßig durch den Partner genutzt und steht dem Geschädigten somit nicht zur Verfügung oder das zweite Fahrzeug kann mit dem verunfallten Fahrzeug nicht gleichgesetzt werden (beispielsweise Geländewagen mit Anhängerkupplung zu einem Smart), so steht ebenfalls die Nutzungsausfallentschädigung zu.

NGO ist die Abkürzung für den englischen Begriff „non-governmental organizations“, auf Deutsch: Nichtregierungsorganisationen. Diese werden auch als nichtstaatliche Organisationen bezeichnet, da sie staatsunabhängig bzw. regierungsunabhängig agieren.

Der Ausdruck Nichtregierungsorganisation wurde von den Vereinten Nationen eingeführt, um zivilgesellschaftliche Vertreter von staatlichen abzugrenzen. Heute wird der Begriff unabhängig von der UN verwendet und bezeichnet alle zivilgesellschaftlichen Interessenverbände, die nicht staatengebunden sind. Besonders Organisationen, die sich sozial oder umweltpolitisch engagieren, werden als NGOs bezeichnet. In Deutschland hat sich ebenfalls die englische Abkürzung durchgesetzt, seltener verwendet werden die Begriffe NRO (Nichtregierungsorganisation) oder NSO (nichtstaatliche Organisation).

In der Regel wird eine NGO von internationalen Institutionen wie der UNO, der UNESCO oder dem Europarat nur anerkannt, wenn sie die folgenden drei Kriterien erfüllt: Erstens handelt es sich um einen Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern mit gemeinsamen Interessen, die sich für anerkannte, gemeinsame Ziele einsetzen. Zweitens müssen sie über eine demokratische Organisation verfügen und demnach ihre Vorstände in einem definierten Turnus wählen. Drittens ist die wirtschaftliche Tätigkeit, die zur Erreichung der Ziele vonnöten ist, nicht gewinnorientiert.

Große Nichtregierungsorganisationen haben mitunter ein Jahresbudget von mehreren Millionen Euro. Sie finanzieren sich generell durch Mitgliedsbeiträge. Daneben sind Spenden oder Erlöse aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen weitere Einnahmequellen. Obwohl der Begriff Nichtregierungsorganisation dies nicht suggeriert, sind viele NGOs abhängig von staatlichen Mitteln. Andere Organisationen wie beispielsweise Greenpeace verweigern jedoch Gelder aus staatlichen Fonds oder zwischenstaatlichen Organisationen, um sich eine größtmögliche Unabhängigkeit von Staaten und Regierungen zu bewahren.

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Bei einem Vertrag mit einer Versicherung hat der Versicherungsnehmer bestimmte Obliegenheiten zu erfüllen. Das bedeutet, dass er sich an gewisse Regeln halten muss, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Obliegenheiten als Versicherungsnehmer

Zu den Obliegenheiten eines Versicherungsnehmers gehört es beispielsweise, den Versicherer über wichtige Änderungen zu informieren, die den Versicherungsschutz beeinflussen oder gar gefährden können.

Liegt eine Adressänderung vor oder erweitert sich beispielsweise der Fahrerkreis für ein versichertes Fahrzeug, so muss der Versicherer darüber informiert werden. Zu den Obliegenheiten gehört es außerdem, dafür Sorge zu tragen, das Schadenrisiko so gering wie möglich zu halten. Im KFZ-Bereich bedeutet dies zum Beispiel, dass die Reifen den Witterungsverhältnissen angepasst sein müssen.

Ebenfalls zu den Obliegenheiten eines Versicherungsnehmers zählen das Zahlen der fälligen Versicherungsprämie sowie die unverzügliche Meldung nach einem Schadeneintritt. Auch ist es eine Pflicht des Versicherungsnehmers, einen eingetretenen Schaden so gering wie möglich zu halten (wird auch Schadenminderungspflicht genannt).

Was passiert, wenn Obliegenheiten nicht eingehalten werden?

Je nach Schwere eines Falles kann eine Obliegenheitsverletzung dazu führen, dass der Versicherer einen gemeinsamen Vertrag kündigen kann oder gänzlich von seiner Leistungspflicht befreit wird. Unterschieden wird dabei zwischen einer einfachen Fahrlässigkeit, der groben Fahrlässigkeit und der arglistigen Täuschung.

Obliegenheiten, die schon vor Vertragsabschluss erfüllt sein müssen

Um einen Vertrag überhaupt erst abschließen zu können, muss der Versicherungsnehmer die ihm gestellten Fragen bereits wahrheitsgemäß beantworten. Falsche Angaben können zu einer späteren Vertragsablehnung führen. Dies ist vor allem bei Gesundheitsfragen der Fall, wenn diese nicht korrekt beantwortet wurden, für den Vertrag aber relevant sind (beispielsweise bei einer Krankenversicherung).

P

Das Pflichtversicherungsgesetz besagt, dass für jedes Kraftfahrzeug, welches am Straßenverkehr teilnehmen möchte, mindestens eine KFZ-Haftpflichtversicherung bestehen muss. So wird geregelt, dass im Schadensfall für die geschädigten Dritten der entstandene Schaden ersetzt wird.

Was passiert, wenn keine Versicherung abgeschlossen wurde?

Ist ein Fahrzeug ohne gültige Versicherung im Straßenverkehr unterwegs, kann dies beispielsweise mit Geldstrafen bis hin zum Freiheitsentzug oder einem Fahrverbot bestraft werden.

Wer muss die KFZ-Haftpflichtversicherung abschließen?

Der Fahrzeughalter hat dafür zu sorgen, dass sein Fahrzeug nicht ohne gültige KFZ-Haftpflichtversicherung am Straßenverkehr teilnimmt. Die Versicherung abschließen kann jedoch auch eine andere Person, beispielsweise der Partner oder das Kind. Fahrzeughalter und Versicherungsnehmer müssen nicht identisch sein.

KFZ-Haftpflichtversicherung nachweisen

Um ein Fahrzeug zulassen zu können, muss beim Straßenverkehrsamt die sogenannte eVB-Nummer vorgelegt werden. Die eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigungsnummer) wird von den KFZ-Versicherungen ausgegeben und gilt als Nachweis der vorläufigen Haftpflicht-Deckung.

Eine Probefahrt ist im Rahmen des Fahrzeugkaufes allgemein üblich. Das gilt für den gewerblichen Händler ebenso wie für den privaten Verkäufer. Meist entscheidet sie über den Verkaufserfolg. Kaufinteressenten nutzen eine Probefahrt, um die Fahreigenschaften eines Neuwagens zu testen oder sich vom technischen Zustand eines Gebrauchtwagens ein Bild zu machen.

Da während einer Probefahrt ein Unfall durch den Kaufinteressenten nicht auszuschließen ist, stellt sich die Frage nach der Haftung. Verschuldet ein Kaufinteressent einen Unfall, macht es einen Unterschied, ob die Testfahrt privater oder gewerblicher Natur ist.

Unfall bei Probefahrt mit Privatfahrzeug

Ein Probefahrer unterliegt bei der Beschädigung eines Fahrzeugs während der Probefahrt einem erheblichen finanziellen Risiko. Er haftet für alle verschuldeten Schäden.

Besteht für das Fahrzeug beispielsweise keine Vollkasko, sondern nur die gesetzliche Haftpflichtversicherung, wird ein Schadensfall teuer. Auch gebrauchte Fahrzeuge können einige viel wert sein. Vor dem Start der Probefahrt sollten wichtige Fragen geklärt werden. Diese können sein:

• Wie ist das Fahrzeug versichert?
• Wer haftet im Schadensfall für Schäden an dem Fahrzeug?
• Wer wird in welchem Umfang die Selbstbeteiligungskosten übernehmen?
• Wer trägt den Rückstufungsschaden?

Eine Vollkaskoversicherung übernimmt in der Regel keine durch grob fahrlässiges Verhalten herbeigeführten Schadensfälle. Ist die Unfallursache eine stark überhöhte Geschwindigkeit, ein überfahrenes Rotlicht, Alkohol am Steuer oder ein Bremstest auf einer verkehrsreichen Straße trägt der Probefahrer den Schaden meist und auch bei bestehender Vollkaskoversicherung selbst. In den Versicherungsbedingungen sind die Versicherungsausschlüsse bei grob fahrlässigem Verhalten der Versicherten aufgeführt, die den Versicherer von der Leistungsverpflichtung freistellen.

Klarheit über den Versicherungsschutz und die Haftung für Beschädigungen bei einem Unfall während der Probefahrt verschafft eine Probefahrtvereinbarung. Sicherheit für Schadensfälle während einer Testfahrt bietet dem Probefahrer der Abschluss einer speziellen Probefahrtversicherung. Diese Policen sind für wenige Euro erhältlich. Im Schadensfall erhält der Verkäufer seine Selbstbeteiligung teilweise oder komplett und die Kosten der Hochstufung erstattet.

Schadensfall bei Probefahrt mit Händler-Fahrzeug

Werden Fahrzeuge von einem gewerblichen Händler probeweise zur Verfügung gestellt, besteht oftmals eine Teilkaskoversicherung. Bei Händlerfahrzeugen mit roten Kennzeichen ist meist nur die Haftpflicht versichert. Der Schutz einer Kaskoversicherung ist nicht vorhanden.

Von der Leistung freigestellt sind Versicherer so wie bei der privaten Probefahrt bei Unfällen, die aus grober Fahrlässigkeit mit einem Händlerfahrzeug passieren. Trotz Regulierung trägt der Probefahrer als Schadensverursacher die Kosten für den vereinbarten Selbstbehalt. Bei einem Händler sollte eine Probefahrtvereinbarung abgeschlossen und mit klaren Angaben zum Versicherungsschutz und zur Haftung versehen werden.

 

Das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC, Deutsch: Programm zur Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen) ist ein internationales Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Waldwirtschaft. Es ist das wichtigste und größte unabhängige System zur Sicherung und Verbesserung nachhaltiger Waldbewirtschaftung und gewährleistet hierfür ökologische, soziale und ökonomische Standards.

PEFC entstand aus der 1998 gegründeten Pan-Europäischen Zertifizierung der Waldbewirtschaftung. Nachdem 2002 auch nichteuropäische Länder beigetreten waren, wurde 2003 der Name geändert.

Das Zertifizierungssystem beruht auf den Vereinbarungen der Europäischen Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa, die 1993, 1998 und 2003 beschlossen wurden. Das Ziel der Organisation ist die Dokumentation und die Verbesserung der nachhaltigen Waldwirtschaft, bei der ökologische, soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigt werden. Produkte dürfen nur mit dem PEFC-Siegel versehen werden, wenn das Holz mindestens zu 70 Prozent aus PEFC-Holz besteht. Bei dem restlichen Anteil muss gekennzeichnet sein, dass es nicht aus umstrittenen Quellen stammt.

Derzeitig sind rund 267 Millionen Hektar Waldfläche weltweit von PEFC zertifiziert, wobei Kanada mit circa 123 Millionen Hektar den größten Anteil hat. In Deutschland sind 7,3 Millionen Hektar PEFC-zertifiziert. Die Nachhaltigkeit der Waldwirtschaft wird dabei regional dokumentiert und kontrolliert, da viele Faktoren wie die Biodiversität nur regional geprüft werden können. Anhand einer Checkliste mit 31 Indikatoren wird der aktuelle Bestand bewertet und Ziele für die nächsten fünf Jahre gesetzt. Dieser Waldbericht wird anschließend von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle überprüft. Bei einem positiven Ergebnis folgt die Zertifizierung.

Die PEFC-Standards beinhalten diverse Grundsätze für eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Die Leitlinien von PEFC nennen unter anderem den Aufbau bzw. Erhalt von Mischbeständen, die Unterlassung von Kahlschlägen, den bodenschonenden Einsatz von Maschinen und den besonderen Schutz von Biotopen oder Schutzgebieten von gefährdeten Tier- oder Pflanzenarten. Andere Maßnahmen wie der Einsatz von Pestiziden benötigen ein Gutachten, um genehmigt zu werden.

PRI ist die Abkürzung für „Principles for Responsible Investment“ (Prinzipien für verantwortliches Investieren) und bezeichnet eine Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und des UN Global Compact, die im Jahr 2005 begonnen wurde. Vertreter aus der Finanzindustrie und zwischenstaatlichen Organisationen entwickelten die Leitprinzipien, die 2006 veröffentlicht wurden.

Ziel des internationalen Investorennetzwerkes PRI (auch UN PRI) ist die Entwicklung von Grundsätzen für verantwortungsbewusstes Wertpapiermanagement. Dazu wurden sechs Prinzipien ausgearbeitet. Deren Implementierung soll zu einem nachhaltigeren globalen Finanzsystem beitragen. Die Befolgung der PRI-Prinzipien ist freiwillig.

Die Prinzipien orientieren sich an den ESG-Richtlinien (Environmental, Social, Governance – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Sie umfassen die Einbeziehung der ESG-Richtlinien in die Investmentanalyse sowie in den Entscheidungsfindungsprozess, die Berücksichtigung von ESG-Themen in Investitionspolitik und -praxis, das Einwirken auf Unternehmen und Körperschaften, in die investiert wird, zu einer angemessenen Offenlegung in Bezug auf ESG-Themen, die Förderung von Akzeptanz und Umsetzung der Prinzipien in der Investmentbranche, die Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Prinzipien und schließlich die Berichterstattung zu Aktivitäten und Fortschritten bei der Umsetzung der Prinzipien.

2014 konnte PRI rund 1300 Unterzeichner melden, die Assets im Wert von rund 45 Billionen US-Dollars aus den unterschiedlichen Assetklassen managen. PRI ist somit eines der größten Finanznetzwerke zur Schaffung nachhaltiger Bedingungen in der Finanzwirtschaft.

R

Jeder Versicherungsnehmer wird in eine Schadenfreiheitsklasse eingeteilt, wenn ein Fahrzeug angemeldet wird. Gerade Fahranfänger müssen hohe Versicherungsbeiträge bezahlen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Schadenfreiheitsrabatte von einer Person auf eine andere Person zu übertragen. Dieser Vorgang wird Rabattübertragung genannt.

Dabei handelt es sich jedoch um eine freiwillige Leistung, die unterschiedlich gehandhabt wird.

SF-Rabattübertragung von Motorrad- auf Autoversicherung

Bei Bedarf können Versicherte unter Umständen auch die SF-Rabatte der Motorradversicherung auf die Autoversicherung übertragen. In dem Fall unterscheiden sich jedoch die Schadenfreiheitsrabatte.

Rabattübertragung beantragen – das ist notwendig

Eine Rabattübertragung muss bei dem Versicherer beantragt werden. Es gibt ein spezielles Formular, welches sich SFR-Abtretung nennt. Das Formular muss mit allen relevanten Daten ausgefüllt werden. Falls die Person, die die Schadenfreiheitsrabatte abgeben soll, schon verstorben ist, muss nur eine Sterbeurkunde vorgelegt werden.

Versicherte in der KFZ Versicherung werden regelmäßig auf der Grundlage von unfallfreien Jahren in eine Schadenfreiheitsklasse eingeteilt. Die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse ist die Folge eines zu regulierenden Schadens. Durch die Kostenübernahme kleiner Unfallschäden lässt sich eine Rückstufung vermeiden.

Zugehörigkeit zu einer Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse)

Die Kosten der Versicherungsprämie werden maßgeblich durch die Zugehörigkeit zu einer Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) bestimmt. Verursacht der Versicherungsnehmer einen zu regulierenden Schaden, führt das zur Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse. Als Ergebnis steigt Prämie für die KFZ Versicherung wieder.

Die Versicherungsprämie reduziert sich regelmäßig nach einem weiteren Jahr, ohne das in Anspruch nehmen von Leistungen. In jedem Fall führt die Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse für die folgenden Jahre im Vergleich zu der Einstufung bei Schadensfreiheit zu einem höheren Versicherungsbeitrag. Bei zu häufigen Schadensfällen kann die Versicherung von ihrem Recht der außerordentlichen Kündigung Gebrauch machen.

Wie und wann wird die Rückstufung im Schadensfall vorgenommen?

Meldet der Versicherungsnehmer einen Schaden in der Fahrzeughaftpflicht - oder KFZ- Vollkaskoversicherung, kommt es mit Beginn des neuen Versicherungsjahres (1. Januar) zur Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse. Die Grundlage der Rückstufung bilden die zu diesem Zeitpunkt anwendbaren Versicherungsbedingungen und Rückstufungstabellen. Eine Rückstufung ist nicht von der Höhe des Schadens abhängig.

Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse vermeiden

Nach einem Schaden hat der Versicherungsnehmer die Wahl, zwischen Regulierung durch die Versicherung und die Übernahme des Schadens zu eigenen Lasten. Eine persönliche Schadensübernahme verhindert die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse.

Eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse lässt sich mit der Vereinbarung eines Rabattretters vermeiden. Durch den Rabattretter erhöht sich die Prämie geringfügig gegenüber dem normalen Versicherungsbetrag. Im Falle einer Schadenregulierung durch die Versicherungsgesellschaft bleibt die sonst übliche Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse aus.

Die Rückstufung durch einen Versicherungswechsel verhindern?

Die Rückstufung lässt sich keinesfalls durch einen Wechsel des Versicherungsunternehmens verhindern. Die aktuelle Versicherung gibt die neue Schadenfreiheitsklasse an die künftige Versicherung weiter.

Die Rettungspflicht gehört zu den Obliegenheiten eines Versicherten. Obliegenheiten beschreiben Verhaltensregeln, denen Versicherte in gewissen Situationen unterliegen. Diese Verhaltenspflichten sind zwar nicht einklagbar, bei Nichtbefolgen können sie rechtliche Nachteile nach sich ziehen. Ein Nachteil kann die z.B. die Leistungsfreiheit des Versicherers sein.

Der Versicherer deckt ein bestimmtes Risiko und möchte einen Schaden so gering wie möglich halten. Geregelt ist die Rettungspflicht im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und sie verlangt vom Versicherungsnehmer bei Eintreten eines Schadensereignisses einen Schaden abzuwenden und zu begrenzen. Die Entstehung der Rettungspflicht hängt direkt mit dem Eintreten des Versicherungsereignisses zusammen. Der versicherte Schadensfall ist für die Rettungspflicht in jedem Fall eingetreten. Die Erfüllung der Rettungspflicht in § 82 VVG löst den Ersatz von Rettungskosten aus.

Der Versicherungsnehmer unterliegt keiner gesetzlichen Schadenverhütungspflicht, somit ist er nicht zum Abwenden des Versicherungsfalls verpflichtet. Zur Anwendung kommen hingegen Obliegenheiten zur Abwendung oder Verminderung von Schaden (Gefahr, Gefahrerhöhung), die der Versicherungsnehmer beispielsweise durch Unterlassung verletzen kann.

Im Prinzip ist unter Erfüllung der Rettungspflicht zu verstehen, dass der Versicherungsnehmer Maßnahmen im gleichen Umfang ergreift, die er bei einem nichtversicherten Schadensfall durchführen würde.

Beispiele für Maßnahmen im Zuge der Rettungspflicht sind bei Brandschaden Löschversuche und die Alarmierung der Feuerwehr. Bei Einbruch und Diebstahl ist eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Bei einem Verkehrsunfall gehört die Alarmierung von Polizei und Rettungskräften, die Sicherung des Unfallortes und die Versorgung von Verletzten zu den Rettungspflichten. Rettungspflichten aus der Kfz-Versicherung bedeuten für den Versicherungsnehmer, dass gegenüber Dritten kein Schuldeingeständnis ausspricht oder gar unterschreibt.

Die Versicherungsprämien in der KFZ-Versicherung werden unter Hinzuziehung von Typklassen und Regionalklassen kalkuliert. Während in den Typklassen der Fahrzeugtyp erfasst wird, wird in den Regionalklassen die Häufigkeit von Schäden und Unfälle einer bestimmten Region erfasst. Sie sind das Spiegelbild der Schadenbilanz der Regionen.

Regionalklasse und Typklasse sind wesentliche Tarifmerkmale zur Festlegung der Versicherungsbeiträge durch einen Versicherer. Herausgegeben werden die Regionalklassen einmal pro Jahr durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Regionalklassen für das Folgejahr stehen zu Beginn des Monats September in der Regel fest.

In Deutschland werden dabei Schäden und Unfälle für insgesamt 413 Zulassungsbezirke erfasst. Die Einteilung in Regionalklassen gibt es sowohl für die Kfz-Haftpflichtversicherung sowie für die Teil- und Vollkasko-Versicherung.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung nimmt das Fahrverhalten der Autofahrer des Zulassungsbezirks Einfluss auf die Regionalklasse. In der Schadenbilanz einer Region finden sich die Anzahl der Schäden, die Schadensverursacher und die durchschnittliche Schadenhöhe wider. Die Anzahl in der Region zugelassenen Fahrzeuge ist ein weiteres Kriterium. Eine Unfallhäufigkeit an bestimmten Orten der Region könnte zu einem überdurchschnittlich hohen Schadenaufkommen führen. Bei der Festlegung der Regionalklasse in der Kaskoversicherung werden Fahrzeugdiebstähle, Wildunfälle sowie die Sturm- und Hagelschäden einbezogen.

Regionalklassen in Deutschland

Kfz-Versicherte werden einmal jährlich in ihrer Kfz-Versicherung neu in der Regionalklasse eingestuft. Für die Prämienerhebung ist der Wohnort ausschlaggebend. Die Bezugsgröße sind die aktuell 413 Zulassungsbezirke und die Anzahl und Kosten der dort erfassten Fahrzeug-Schäden in den letzten fünf Jahren.

Die Einteilung der Regionalklassen erfolgt auf der Basis von Indexwerten unter Berücksichtigung der Schadenbilanz der Kfz-Zulassungsbezirke. Der Bundesdurchschnitt erhält den Wert 100. Ein Indexwert über 100 weist auf eine überdurchschnittliche Schadenbilanz hin. Regionen mit wenigen Schäden haben einen niedrigeren und damit besseren Indexwert.

Anzahl der gegenwärtigen Regionalklassen:

• Kfz-Haftpflichtversicherung 12
• Teilkaskoversicherung 16
• Vollkaskoversicherung 9

Aus der Regionalklasse kann abgelesen werden, wie günstig oder wie teuer eine KFZ-Versicherung ist. Je niedriger die Regionalklasse ausfällt, desto günstiger wird ein Versicherungsbeitrag werden.

Die vom GDV veröffentlichten Regionalklassen sind für KFZ-Versicherer unverbindliche Empfehlungen und nicht bindend. Daher können vom Versicherer Preisgrundlagen davon abweichen. In der Regel werden Typklasse und Regionalklasse auf jeder Beitragsrechnung aufgeführt.

Die Regionalstatistik des GDV kann ab nach Veröffentlichung für Neuverträge und für laufende Verträge zum Fälligkeitstermin angewendet werden. Prämienänderungen erfolgen in der Regel zum 01.01. eines jeden Jahres. Jeder Verbraucher und Versicherte kann sich direkt beim GDV über Regionalklassen informieren und Veränderungen der Klassen und die maßgeblichen Indexwerte abrufen.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ist ein Gremium der deutschen Bundesregierung, das diese in Fragen der Nachhaltigkeitspolitik berät. Er wurde erstmals 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder einberufen und besteht aus 15 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Umweltschutz, Landwirtschaft, Sozialpolitik, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit. Zudem beteiligen sich Vertreter der Gewerkschaften und der Kirche an der Arbeit des Rates.

Im Rahmen der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) 1992 wurde ein Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung verfasst. Als nationale Reaktion wurde der RNE gegründet. Seit 2010 wird dieser vom Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung (PBNE) begleitet, der die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie um eine europäische Komponente erweitert.

Für die Regierung entwickelt der Nachhaltigkeitsrat Beiträge zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und spricht Empfehlungen aus. Aber auch konkrete Handlungsfelder und Projekte werden von ihm benannt. Der Rat ist beauftragt, die Förderung von Nachhaltigkeit zu einem zentralen Thema in der öffentlichen Debatte zu erheben und dadurch ein allgemeines Bewusstsein für dessen Wichtigkeit zu geschaffen.

2011 veröffentlichte der Rat für Nachhaltige Entwicklung den Deutschen Nachhaltigkeitskodex, der Transparenzstandards für die Berichterstattung über Nachhaltigkeitsleistungen beschreibt.

Reputational Risks ist der englische Begriff für Reputationsrisiken. Damit werden Risiken bezeichnet, die aus einer Schädigung der Reputation, das heißt des Ansehens, des Rufs oder des Images eines Unternehmens entstehen, also infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Ebenfalls gebräuchlich sind die Bezeichnungen Reputation Risk oder RepRisk.

Für Reputational Risks gibt es eine Vielzahl von möglichen Ursachen, wie zum Beispiel eine schlechte Ertragslage, Strategieänderungen, Forderungsausfälle, Rückrufaktionen wegen gravierender Produktionsmängel oder aber umstrittene oder unangemessene Äußerungen von Managern oder Vorständen. Reputationsschäden können aber nicht nur vom Unternehmen selbst, sondern auch von Partnern, wie zum Beispiel Zulieferern, verursacht werden.

Treten Reputationsschäden ein, wird also das Ansehen eines Unternehmens beeinträchtigt, wirkt sich dies häufig negativ auf die Kundenbindung und somit auch auf das Kaufverhalten der Kunden und auf die Umsätze aus. Darüber hinaus können Reputationsschäden sich auch auf andere Stakeholder wie etwa Geschäftspartner, Mitarbeiter oder Aktionäre auswirken. Mögliche Folgen sind dann verschlechterte oder endende Beziehungen zu Kunden oder Geschäftspartnern, niedrigeres Rating oder verschlechterte Refinanzierungsbedingungen bei Kreditinstituten.

Da Reputationsschäden gravierende Auswirkungen für ein Unternehmen haben können, verfügen viele Unternehmen und Organisationen über ein Risikomanagement, das auch mögliche Reputationsrisiken einbezieht. Wichtige Schritte im Reputationsrisikomanagement sind die Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken. Die Maßnahmen hierbei können darauf abzielen, die Reputation eines Unternehmens zu verbessern (Reputationsmanagement). Hierzu zählen etwa Mitteilungen der Öffentlichkeitsarbeit zu Sponsoring, Spendenaktionen oder verbesserten Arbeitsbedingungen. Drohen einem Unternehmen jedoch Reputationsschäden, sind die Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt und es muss schnell reagiert werden, um Schäden zu vermeiden oder zu begrenzen. In solchen Fällen ist Transparenz in der Öffentlichkeitsarbeit besonders wichtig, um einen Vertrauensverlust abzuwenden.

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Wird ein Schaden durch die Kfz-Versicherung reguliert, hat das für den Versicherungsnehmer regelmäßig eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse zur Folge und die Beiträge steigen. Bei einem Schadenrückkauf erstattet der Versicherungsnehmer den vom Versicherer regulierten Schaden vollständig zurück und verhindert damit eine Rückstufung.

Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse vermeiden

Wenn die Fahrzeughaftpflicht- oder Vollkaskoversicherung die Regulierung eines Schadens übernimmt, erfährt der Versicherungsnehmer im folgenden Jahr meist eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse. Aufgrund dessen zahlt er einen höheren Beitragssatz.

Reguliert die Versicherung den durch den Versicherten verschuldeten Schaden, hat das negative Auswirkungen auf den Schadenfreiheitsrabatt, denn es ihm werden einige der unfallfreien Jahre abgezogen. Bis zum Erreichen der ursprünglichen SF-Klasse kann es mehrere Jahre dauern.

Um diese Rückstufung und die langfristig wirkenden Prämienerhöhungen zu verhindern, besteht in der KFZ Versicherung die Möglichkeit, den regulierten Schaden unter bestimmten Bedingungen zurückzukaufen.

Wie lange ist ein Schadenrückkauf möglich?

In der Regel hat der Versicherungsnehmer bis zu sechs Monate Zeit für einen Schadenrückkauf. Die Frist für eine Selbstregulierung läuft ab dem Zeitpunkt, zudem der Schadensfall von der Versicherung als abgeschlossen gemeldet wird. Der Versicherungsnehmer erfährt den Fristbeginn und das Fristende im entsprechenden Erledigungsschreiben.

Selbstbeteiligung (SB) ist ein Begriff aus dem Versicherungswesen, der den finanziellen Anteil beschreibt, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall zu übernehmen hat. Die Selbstbeteiligung, auch Selbstbehalt oder Kostenbeteiligung genannt, wird entweder jährlich oder pro Schadenfall angewendet. Bei der Regelung Selbstbeteiligung pro Schadenfall wird der vom Versicherungsnehmer zu tragende finanzielle Anteil von der Schadenssumme abgezogen. Bei einem jährlich vereinbarten Selbstbehalt zahlt der Versicherte einen Schaden bis maximal in der vereinbarten Höhe. Die über die Selbstbeteiligung hinausgehenden Beträge werden von der Versicherung erstattet.

Bei der Selbstbeteiligung kommt entweder ein fester Betrag (beispielsweise 500 Euro je Schadenfall) und ein prozentualer Wert (beispielsweise 10 Prozent je Schadenfall) zur Anwendung. Diese Regelungen können in kombinierter Form auftreten. So kann z. B. eine Selbstbeteiligung von 10 Prozent, mindestens 500 Euro je Schadenfall gelten.

Selbstbeteiligung (SB) in der Kaskoversicherung

Bei der Autoversicherung wird die Selbstbeteiligung im Rahmen der Kaskoversicherungen praktiziert. Durch eine hohe Selbstbeteiligung (SB) vermindert sich die Versicherungsprämie bei der Kaskoversicherung.

Allen Versicherungsnehmern wird eine entsprechende Schadenfreiheitsklasse zugeordnet. Durch die Schadenfreiheitsklasse wird angegeben, wie viele Jahre ein Fahrer ohne Unfall unterwegs war beziehungsweise kein Schaden reguliert wurde. Die SF-Klasse ist außerdem maßgeblich für den zu zahlenden Versicherungsbeitrag. Je niedriger die Klasse ist, umso höher fallen die Beiträge aus. Sowohl für die Kfz-Haftpflichtversicherung als auch für die Vollkaskoversicherung ist die SF-Klasse relevant.

Einstufung in die SF-Klasse durch Versicherer

Die meisten Versicherer verfügen über Schadenfreiheitsklassen zwischen 0 und 35. Hinzu kommen noch diverse Sonderklassen wie SF ½, SF M und SF S. Nach jedem unfallfreien Jahr steigen Versicherungsnehmer in der Klasse nach oben und müssen letztendlich weniger Beiträge bezahlen. Fahrer mit vielen schadenfreien Jahren profitieren von einem wesentlich niedrigen Beitragssatz.

Neue Einstufung nach Schaden durch den Versicherer

Falls ein Schaden in einem Versicherungsjahr entsteht, wird der Versicherungsnehmer in der Kfz-Versicherung ein oder mehrere Schadenfreiheitsklassen zurückgestuft, wodurch der Beitragssatz und die Beitragshöhe im nächsten Versicherungsjahr steigen. In den Versicherungsbedingungen des Kfz-Versicherers ist es ersichtlich, wie weit im Falle eines Schadens zurückgestuft wird.

SF-Klasse übertragen bei Versicherungswechsel

Jeder Fahrzeugnehmer hat die Möglichkeit, die Versicherung zu wechseln. Praktischerweise können die Schadenfreiheitklassen zu der neuen Versicherungsgesellschaft mitgenommen werden. Die Übertragung wird in der Regel von der neuen Versicherungsgesellschaft oder dem Versicherungsnehmer bei dem alten Versicherer beantragt.

Die Schwacke-Liste wird für die Bestimmung des Gebrauchtwagenpreises benötigt. Wer sein gebrauchtes Fahrzeug verkaufen möchte, hat dank der Schwacke-Liste einen gewissen Anhaltspunkt, der für Preisverhandlungen wichtig ist. Auch für Käufer ist die Schwacke-Liste hilfreich und sinnvoll, da sie eine ungefähre Einordnung leistet, wie viele das gewünschte Fahrzeug kosten sollte. Auch die Versicherungen nutzen die Schwacke-Liste, um den Restwert eines Fahrzeugs nach einem Unfall zu ermitteln.

Restwert des Fahrzeugs ermitteln - mit wenigen Angaben möglich

Bei der Schwacke-Liste handelt es sich nur um Durchschnittspreise für die Fahrzeuge. Es kann allerdings auch diverse Abweichungen von Region zu Region geben. Der Restwert eines Fahrzeugs hängt allgemein von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählen beispielsweise:

- Alter des Fahrzeugs
- Fahrzeugmarke und –typ
- Kilometerstand
- Enthaltene Sonderausstattung
- Allgemeiner Zustand

Ganz wichtig sind beim Gebrauchtwagenkauf die Faktoren Baujahr und Laufleistung. Je älter ein Fahrzeug ist und je mehr Kilometer gefahren wurden, umso niedriger fällt der Restwert aus. Schließlich müssen Käufer damit rechnen, dass aufwendige Reparaturen anfallen könnten. Auch starker Verschleiß und Gebrauchsspuren sind bei älteren Modellen oft vertreten. Enthält ein Fahrzeug jedoch einige Sicherheitsfeatures und eine Luxusausstattung, ist der Restwert des Fahrzeugs meist höher anzusetzen.

Kraftfahrzeug über Schwacke bewerten lassen

Interessierte können einen Gebrauchtwagen über die Schwacke-Liste bewerten lassen. Allerdings ist die Schwacke-Bewertung an Kosten gebunden. Das Unternehmen Eurotax Schwacke GmbH gibt die Schwacke-Liste heraus und stellt ein Online-Tool für die Autobewertung zur Verfügung. Es gibt auch kostenlose Tools im Internet, die eine grobe Einschätzung zum Fahrzeugwert bieten.

Fachmann hinzuziehen und genauen Wert erhalten

Dank der Schwacke-Liste gibt es bereits einen gewissen Richtwert, der für den Kauf und Verkauf eines Gebrauchtwagens interessant ist. Wer jedoch ganz genau wissen möchte, wie viel das entsprechende Fahrzeug wert ist, der sollte einen Fachmann konsultieren und das Kraftfahrzeug von dem Spezialisten begutachten lassen. Unter anderem ermöglichen TÜV, Dekra und andere Prüfstellen die Möglichkeit ein bezahltes Fahrzeuggutachten ausstellen zu lassen.

Solvency II ist eine Richtlinie der EU-Kommission zur Reformierung des Versicherungsaufsichtsrechts in Europa. Sie wurde 2009 verabschiedet und ist in Deutschland am 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Solvency II soll für größtmögliche Sicherheit und eine neutrale Aufsicht der Versicherer sorgen und als ein Frühwarnsystem der Versicherungsaufsicht dienen.

Mit Solvency II soll ein wettbewerbsneutrales Aufsichtssystem geschaffen werden, das die tatsächliche Risikolage eines Versicherers beschreibt und Anreize für die Versicherungswirtschaft schafft, ein eigenes Risikomanagementsystem zu implementieren.

Das Regelwerk ist in drei Säulen unterteilt. Mit der ersten Säule werden die Eigenmittelanforderungen, die Bestimmungen für die Kalkulation der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Überprüfung der Berechnungsansätze festgelegt. Die geforderten Solvabilitätsmittel bestehen aus der Solvenzkapitalanforderung (Englisch: Solvency Capital Requirement, SCR) und aus der Mindestkapitalanforderung (Englisch: Minimum Capital Requirement, MCR). Das Verhältnis der SCR zu den Eigenmitteln wird auch als Deckungsquote bezeichnet. Diese sollte bei 100 Prozent liegen. Das Mindestkapital stellt eine absolute Untergrenze dar, unterhalb derer die Interessen der Versicherungsnehmer ernsthaft gefährdet wären, falls das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit fortsetzen dürfte.

In der zweiten Säule werden die Grundsätze und Methoden der Aufsicht und die qualitativen Anforderungen an die Ausübung der Tätigkeit der Versicherer festgelegt. Solvency II verlangt ein eigenes Risikomanagementsystem (Englisch: Own Risk and Solvency Assessment, ORSA), das die Risiko- und Finanzlage des Unternehmens überprüft. Da viele Versicherer unterschiedliche Geschäftsmodelle und Kapitalanlagestrategien verfolgen, ist ORSA unternehmensspezifisch ausgelegt. Das bedeutet, dass jedes Unternehmen die Ergebnisse seines Risikomanagements an die Aufsicht übermittelt und diese die Berichte prüft.

Die dritte Säule betrifft Marktdisziplin, Transparenz, Veröffentlichungspflichten und das Meldewesen gegenüber den Aufsichtsbehörden. Versicherungsunternehmen müssen regelmäßig über verschiedene Kennzahlen und Entwicklungen informieren. Das dazu erforderliche Formular gibt unter anderem Auskunft über die Finanz- und Vermögenslage. Zudem muss ein Bericht über die Solvabilität (Eigenmittelausstattung) und die Finanzlage verfasst werden. Dieser SFCR (Solvency and Financial Condition Report) wird nach jedem Geschäftsjahr veröffentlicht.

Als SRI (Socially Responsible Investing) wird eine Investmentstrategie bezeichnet, die finanzielle Anlageziele mit ethischen Aspekten vereint. Socially Responsible Investing wird meist mit ethisches Investment übersetzt, doch sind auch Bezeichnungen wie nachhaltiges, grünes, ökologisches oder sozialverantwortliches Investment geläufig.

Die Idee des ethischen Investments hat ihren Ursprung in den angelsächsischen Freikirchen. In den 1970er Jahren sprachen sich verschiedene politische Bewegungen dafür aus, nicht in Unternehmen und Staaten zu investieren, die die Apartheid in Südafrika und den Vietnamkrieg unterstützten. Schnell entstanden in den USA und in Großbritannien Fonds mit Ausschlusskriterien, die sich besonders an institutionelle Anleger wie Universitäten oder Kirchen richteten. Aber auch private Investoren interessierten sich für ein Socially Responsible Investment.

Mittels Ausschlusskriterien können Anleger Branchen oder Unternehmen von ihrem Portfolio fernhalten, die sie aus ethischen Gründen ablehnen. Auch der Ausschluss von Ländern oder Organisationen ist möglich. Typische Ausschlusskriterien sind Produzenten von Waffen, die Tabakindustrie, Atomkraft oder Firmen mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Länder werden unter anderem ausgeschlossen, wenn sie die Menschenrechte nicht achten oder die Todesstrafe verhängen.

Es gibt auch eine Vielzahl von Positivkriterien. Diese beziehen sich etwa auf humanitäre Aspekte, soziales Engagement und den Umweltschutz. Unternehmen werden nach ethisch-nachhaltigen Gesichtspunkten bewertet und in einem Ranking festgehalten. Ein Beispiel hierfür ist der Best-in-Class-Ansatz, bei dem die nachhaltigsten Unternehmen jeder Branche aufgeführt werden. Da bei den Positivkriterien oft keine Branchen kategorisch ausgeschlossen werden, werden Positiv- und Negativkriterien häufig miteinander kombiniert.

Fonds und Aktien, die ethische oder nachhaltige Kriterien erfüllen, werden in bestimmten Indizes gelistet und unterliegen einem Ranking. Ein Beispiel dafür ist der EURO STOXX Sustainability Index, der alle nachhaltigen börsennotierten Unternehmen Europas indexiert.

Als Stakeholder (auch Anspruchsgruppen) werden alle Personen, Gruppen oder Institutionen bezeichnet, die von den Aktivitäten eines Unternehmens direkt oder indirekt betroffen sind oder die ein Interesse an diesen Aktivitäten haben.

Anders als Shareholder (Eigentümer) können Stakeholder ihre Interessen oder Ziele dem Unternehmen gegenüber geltend machen. Für den Erfolg eines Unternehmens ist es wichtig, die Interessen aller Anspruchsgruppen zu berücksichtigen (Social Responsiveness). Im Rahmen einer Corporate Responsibility (Verantwortung des Unternehmens) werden Ziele und Interessen in die Strategie des Unternehmens eingegliedert, sodass ein steter Dialog und Austausch stattfindet.

Stakeholder werden häufig in zwei Gruppen unterteilt: interne und externe Anspruchsgruppen oder -personen. Interne Interessengruppen sind Eigentümer, Management und Mitarbeiter. Sie sind auch im engeren Sinne Stakeholder, da sie einen tatsächlichen Einsatz für das Unternehmen liefern. Sie erwarten vom Unternehmen neben ihrem Einkommen beziehungsweise Gewinn auch Status, Einfluss oder Prestige, eine soziale Zugehörigkeit und Sicherheit sowie Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung.

Externe Gruppen müssen keinen tatsächlichen Beitrag zum Unternehmen liefern. Zu ihnen werden Lieferanten, Fremdkapitalgeber oder Gläubiger, Kunden, Staat und Gesellschaft und die Konkurrenzunternehmen gezählt.

Der STOXX Europe Sustainability Index ist ein Aktienindex, der die nachhaltigsten Börsenunternehmen in Europa verzeichnet. Im Gegensatz zum EURO STOXX Index bezieht der Europe-Index auch europäische Länder mit ein, die nicht zur Eurozone gehören, wie beispielsweise Großbritannien.

Der STOXX Europe Sustainability Index gehört zu der nachhaltigkeitsorientierten Indexfamilie von STOXX, einem Börsenunternehmen mit Sitz in Zürich. Diese Indexfamilie ist weiter unterteilt in einen Index für den globalen und zwei Indices für Europa. Die europäischen Indices werden auch weiter gefiltert bereitgestellt in Form der jeweils 40 nachhaltigsten Unternehmen. Seit 2011 analysiert und recherchiert die Schweizer Bank J. Safra Sarasin die Indices.

Die Basis für den europäischen nachhaltigen Index bildet der STOXX Europe, bestehend aus 600 börsennotierten Unternehmen. Mittels einer Matrix werden die nachhaltigsten Unternehmen ausgewählt. Dabei steht die Integration der sogenannten ESG-Aspekte (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) im Fokus. Da sowohl Unternehmen als auch die entsprechenden Branchen analysiert werden, müssen Unternehmen aus Branchen mit einem schlechten Nachhaltigkeitsrating höhere Leistungen erbringen, um in den Index zu gelangen.

Der Sustainability Index wendet keine Negativ- oder Ausschlusskriterien an, sodass alle Branchen in dem Nachhaltigkeitsindex vertreten sein können, allerdings sind Unternehmen ausgeschlossen, die mit Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Waffen und erotischer Unterhaltung Einkünfte erwirtschaften.

T

Die Typschlüsselnummer oder TSN ist ein alphanumerischer Code mit 9 Stellen. Dieser gibt Auskunft über die Fahrzeugart, die Karosserieform und den eingebauten Antrieb.

Die TSN befindet sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II unter 2.2. Diese Nummer wird vom Kraftfahrtbundesamt vergeben und ist zusammen mit der Herstellerschlüsselnummer eine Art „Identifikationsnummer“ für jedes einzelne Fahrzeug.

Welche Auswirkungen hat die TSN auf den Versicherungsbeitrag?

Die Typschlüsselnummer hat wichtige Auswirkungen auf die Versicherungsprämien. Mit Hilfe der TSN und der Herstellerschlüsselnummer, kurz HSN, ermittelt der Versicherer die Schadenklasse des Fahrzeugs. Diese Klasse ist ein wichtiger Anhaltspunkt zur Unfallstatistik gleichartiger Fahrzeuge in der jeweiligen Region. Jeden Herbst wird eine neue Unfall- und Schadenstatistik erstellt und die Fahrzeuge und Klassen dementsprechend angepasst.

Tipp: Wenn man sich bereits vor dem Autokauf über die Schadenklasse des gewünschten Fahrzeugs erkundigt, kann man die Höhe des zukünftigen Versicherungsbetrages in Erfahrung bringen. Gerade wenn man sich zwischen mehreren Fahrzeugtypen nicht entscheiden kann, lohnt sich ein kurzer Blick in die Schadenstatistik, um das steuerlich beziehungsweise versicherungstechnisch günstigste Exemplar herauszufiltern.

Die Tageszulassung wird im Volksmund oft mit der Kurzzeitzulassung verwechselt – Was genau ist also der Unterschied? Bei einer Tageszulassung lässt der Händler ein neuwertiges Fahrzeug für einen Tag auf seinen Namen zu. Dadurch kann das Kraftfahrzeug im Anschluss für einen günstigeren Preis als den Herstellerpreis an den Kunden verkauft werden. Normalerweise wird dieses Verfahren bei Vorführfahrzeugen angewendet, da zwischen der Erstzulassung und der Tageszulassung eines KFZ maximal ein Jahr liegen darf. Dabei ist der Kilometerstand allerdings irrelevant. Sollte allerdings ein Mangel bei der Übergabe des Fahrzeugs vom Händler vorliegen, ist dieser zur Gewährleistung verpflichtet. Die gesetzliche Gewährleistungsgarantie beträgt 2 Jahre, wobei ab dem zweiten Jahr der Käufer in der Beweispflicht steht.

Worauf sollte man bei einer Tageszulassung achten:

- Der Käufer ist der zweite Eigentümer, da der Verkäufer als Erstbesitzer in der Zulassungsbescheingung Teil II erscheint
- Die Herstellergarantie beginnt ab dem Tag der Erstzulassung und vermindert sich um die Zeit bis zur Zulassung auf den Kunden
- Das Fahrzeug darf höchstens 12 Monate alt sein, damit eine Tageszulassung möglich ist
- Die gesetzliche Gewährleistung beträgt ab Übergabe an den Kunden dennoch 2 volle Jahre

Im Gegensatz dazu steht die Kurzzeitzulassung, die für 5 Tage gültig ist. Diese Kurzzeitkennzeichen sind dafür gedacht, Fahrzeuge zu überführen oder Probefahren zu bewerkstelligen.

Jeder Versicherungsnehmer wird einer bestimmten Tarifgruppe zugeordnet. Anhand dieser berechnet sich der Versicherungsbeitrag. Jedem einzelnen Versicherer steht es zu, eigenständig zu bestimmen, welche Tarifgruppen er seinen Kunden anbietet.

Zwischen folgenden Gruppen kann unterschieden werden:

Gruppe A – schließt ehemalige und aktuelle Landwirte / Bauern ein, die keiner weiteren beruflichen Tätigkeit nachgehen.

Gruppe B – gilt für Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und deren nicht berufstätigen Familienangehörigen (Hausfrau, Kinder, …)

Gruppe D – ist für Freiberufler und Angestellte aus vorbestimmten Branchen gültig.

Gruppe N – gilt nur für Besitzer von Anhängern oder Fahrzeugen, die nicht als PKW einzustufen sind.

Gruppe R – dieser Gruppe werden die meisten Versicherungsnehmer zugeordnet.

Durch die Einordnung in unterschiedliche Tarifgruppen kann der Versicherer eine bessere Zuordnung der privaten und wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherungsnehmers vornehmen.

Bei einem Thin Client handelt es sich um einen Computer, der nur als Endgerät fungiert und die Rechenleistung von einem Netzwerk oder einem Server nutzt. Außerdem werden mit Thin Client Anwendungen bezeichnet, die nur wenig Rechenleistung benötigen, da diese von Servern erbracht wird und lediglich die Darstellung ausgeliefert wird, zum Beispiel für Suchmaschinen oder Terminalserver.

Ein Desktop-PC vom Typ Thin Client wird zentral verwaltet und verfügt über keinen eigenen Speicher. Er wird meist mit einem reduzierten Betriebssystem betrieben und verbraucht dank eingeschränkter Hardware weniger Energie. Meist dient ein solches Gerät als Workstation. Die Speicherung von Daten und die Rechenleistung werden dabei von einem zentralen Server über ein Netzwerk übernommen.

Im Gegensatz zu den sogenannten Fat Clients sind Thin Clients einfach zu bedienen, da auf ihnen nur die Software läuft, die für den Zugriff auf den Server benötigt wird. Die geringe Komplexität der Anwendung ist hinsichtlich der Wartung ein großer Vorteil. Zudem sind die kleinen Modelle oft kostengünstiger. Besonders in kleinen Räumen mit vielen PCs ist die geringe Abwärme der kleinen Terminals ein weiterer Vorteil. Dabei muss beachtet werden, dass für den Einsatz gegebenenfalls ein neuer Server benötigt wird.

Thin Clients haben allerdings auch Nachteile: Aufgrund seiner nicht sehr leistungsfähigen Hardware ist ein Thin Client weniger für einen sehr grafiklastigen Einsatz geeignet. Oft werden bei Anwendungen beschleunigte Grafikkarten vorausgesetzt, die die meisten Modelle nicht besitzen. Zudem werden viele Anwendungen für Fat Clients programmiert und sind nur mit kostspieligen Lizenzen für Thin Clients erhältlich. Da die Endgeräte auf ein Netzwerk angewiesen sind, sind sie für mobile Nutzer nur eingeschränkt nutzbar.

Im Zuge des Cloud-Computings wird der Thin Client jedoch immer wichtiger. Die Nachteile werden stetig kleiner und rücken in den Hintergrund. Die Kompaktheit der Geräte hat für die Anwender viele Vorteile. Auch beim Thema Sicherheit sind Thin Clients interessant, da sich die sicherheitskritischen Software-Komponenten meist zentral auf dem Server befinden und kein Client-übergreifendes Update-Konzept erstellt werden muss.

Triple Bottom Line (TBL) bezeichnet die Bemühungen, neben dem Gewinn auch die Ökologie und das Soziale in das Tagesgeschäft eines Unternehmens zu integrieren.

Der Begriff wurde 1994 vom britischen Berater und Autor John Elkington geprägt. Er hat die „bottom line“, den Schlussstrich unter der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, also den Gewinn, um zwei Dimensionen, zwei Striche, erweitert: Neben dem reinen ökonomischen Profit soll die Triple Bottom Line auch den ökologischen und sozialen Mehrwert beziffern.

Fortan wurde Triple Bottom Line (im Deutschen spricht man auch von dem verwandten Drei-Säulen-Modell) zu einem zentralen Begriff in der Diskussion über gesellschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit. Die Implementierung einer TBL in das Kerngeschäft hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Unternehmensführung, etwa Corporate Governance (CG) oder Corporate Social Responsibility (CSR).

Viele Unternehmen reagierten positiv auf die die Forderung nach einer Abkehr von der reinen Profitorientierung, sie versuchen, die von ihnen verursachten Umweltbelastungen zu verringern, und engagieren sich sozial. Diesen Einsatz im Sinne einer positiven Triple Bottom Line dokumentieren sie häufig in Nachhaltigkeitsberichten. Diese sind für das Konzept der Triple Bottom Line von zentraler Bedeutung, da sie der Überprüfbarkeit der Ziele und der Zielerreichung dienen. Kritiker wenden jedoch ein, dass der Nutzen von Engagement auf ökologischem und sozialem Gebiet sich nicht so genau berechnen lasse wie die klassische Bottom Line, also der Gewinn.

U

Nach einem Unfall muss (nach Möglichkeit umgehend) eine Unfallmeldung bei der Versicherung eingereicht werden. Wird eine Unfallmeldung erst wesentlich später eingereicht, beispielsweise nach mehreren Wochen, so muss dies mit einer plausiblen Erklärung erfolgen.

Unfallmeldung mit allen Daten

Bei einem Unfall sollten die wichtigsten Daten notiert werden (beispielsweise Kennzeichen oder Kontaktdaten des Unfallgegners). Zudem empfiehlt es sich die Polizei zu verständigen, um Unklarheiten bezüglich der Schuldfrage klären lassen zu können.

Unfallmeldung durch Schadenverursacher

Wer einen Schaden verursacht, sollte diesen der Versicherung melden, um den Schaden des Geschädigten schnellstmöglich regulieren lassen zu können. Bei einem Eigenschaden ist zusätzlich die eigene Kasko-Versicherung zu informieren.

Unfallmeldung durch Geschädigten

Lag ein Unfall vor, aber der Unfallverursacher hat Fahrerflucht begangen oder weigert sich den Schaden seiner Versicherung zu melden, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Über den Zentralruf der Versicherung kann man Schäden von Fremden durch Angabe des Kennzeichens oder Adresse melden und wird direkt mit der Versicherung des Unfallverursachers verbunden. Die Versicherung nimmt den Schaden zunächst auf, prüft den Vorgang und reguliert den Schaden, wenn die Ansprüche gerechtfertigt sind.

Liegen keine ausreichenden Daten zum Unfallverursacher vor, so sollte die Unfallmeldung erst bei der Polizei und anschließend bei der eigenen Versicherung erfolgen.

Je nach Vorfall und Versicherungsschutz (beispielsweise Vollkasko) reguliert die eigene Versicherung den Schaden und holt sich das Geld von der Versicherung des Unfallverursachers zurück, sofern dieser ermittelt werden kann. Bei Fahrerflucht sollte man daher immer sofort die Polizei verständigen.

 

Eine unterjährige Zahlung ermöglicht es, den Beitrag für die Versicherung halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich zu begleichen.

Für die unterjährige Zahlungsweise werden meist Ratenzahlungszuschläge erhoben. Der Ratenzahlungszuschlag wird dabei nicht auf den Jahresbeitrag, sondern auf die einzelnen Raten berechnet. Die günstige Variante um den Versicherungsbeitrag zu begleichen ist daher die jährliche Zahlungsweise.

Wann eine unterjährige Zahlungsweise sinnvoll sein kann

Sinnvoll kann die unterjährige Zahlungsweise dann sein, wenn klar ist, dass das Fahrzeug in wenigen Monaten verkauft wird und man hierfür nicht bereits den vollen Jahresbeitrag im Voraus zahlen möchte.

Für die Ummeldung eines Fahrzeuges auf dem Straßenverkehrsamt benötigt man Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief, den eigenen Personalausweis, Nummernschilder, die eVB-Nummer der KFZ-Versicherung wie die HU/AB-Bescheinigung. Wird das Auto für einen Dritten umgemeldet, ist dessen schriftliche Einverständniserklärung für den Abzug der KFZ-Steuer erforderlich.

Erfolgt eine Ummeldung des Fahrzeuges, hat dies meist auch einen Einfluss auf die KFZ-Versicherung. Beispielsweise kann ein Wohnortwechsel eine Regionalklassenänderung bewirken.

Ummeldung nach Umzug

Bei einer Ummeldung in einen anderen Bezirk müssen die Fahrzeugpapiere geändert werden. Ein Kennzeichenwechsel ist seit 2015 nicht mehr notwendig. Ein Fahrzeug, beispielsweise mit einem Berliner-Kennzeichen, darf nun auch in Köln mit dem Berliner-Kennzeichen zugelassen werden.

Ummeldung nach Halterwechsel

Folgt ein Halterwechsel (beispielsweise nach Fahrzeugverkauf), so muss das Fahrzeug ebenfalls umgemeldet werden. Bleibt der Versicherungsnehmer identisch und nur der Halter ändert sich, ist eine Ummeldung ebenfalls notwendig.

Ummeldung auf Saisonkennzeichen

Soll das Fahrzeug auf ein Saisonkennzeichen (oder von Saison auf Ganzjahreszulassung) geändert werden, muss die Ummeldung beim Straßenverkehrsamt genauso erfolgen.

Bußgelder bei nicht erfolgter Ummeldung

Erfolgt keine Ummeldung, obwohl diese erforderlich ist, so können Bußgelder verhängt werden. Einen festgeschriebenen Zeitraum gibt es nicht. Die Polizei entscheidet dies von Fall zu Fall.

UNEP FI (United Nations Environment Programme Finance Initiative) ist die Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Dabei handelt es sich um eine Partnerschaft auf globaler Ebene zwischen dem Umweltprogramm der UN und dem privaten Finanzsektor. Der Sitz der Organisation befindet sich in Genf. Sie wurde 1992 gegründet und hat über 200 Mitglieder, darunter führende Banken, Investmentfonds und Versicherungsunternehmen.

Ziel des UNEP FI ist die Einbettung von Umweltaspekten in die Finanzwirtschaft. Dabei orientiert man sich auch an den ESG-Richtlinien (Environmental, Social, Governance), die Aspekte der Umwelt, des Sozialen und der Unternehmensführung vereinen. Mittels der Förderung von Investitionen in nachhaltige Technologien und Dienstleistungen soll die globale Nachhaltigkeit in der Finanzbranche unterstützt werden.

Die Arbeit von UNEP FI zielt auf die Entwicklung innovativer Ansätze zur Nachhaltigkeit in der Finanzbranche ab. Dazu bestehen diverse Arbeitsgruppen. Deren Aufgaben betreffen den Klimawandel, Versicherungsleistungen, Investment, Eigentum sowie Nachhaltigkeitsmanagement und Berichterstattung. Weitere Aktivitätsschwerpunkte sind die Bereiche biologische Vielfalt und Ökosystem-Dienstleistungen, Finanz- und Konfliktmanagement, Menschenrechte und Finanzen sowie Wasser und Finanzen.

Seit 1994 ist UNEP FI alle zwei Jahre Veranstalter der Konferenz Global Roundtable. Diese soll zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor den Dialog hinsichtlich einer nachhaltigen Finanzwirtschaft fördern. Die Global Roundtables haben sich inzwischen zu weltweit maßgeblichen Veranstaltungen entwickelt.

Das United Nations Environment Programme (UNEP) ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. UNEP wurde 1972 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (UNCHE) gegründet. Das Programm arbeitet mit Partnern aus UN-Organisationen, internationalen Organisationen, Regierungen, NGOs und Unternehmen zusammen, um den Umweltschutz und Nachhaltigkeitsbestrebungen zu fördern.

Zu den Aufgaben der Organisation zählen unter anderem das Erfassen und Bewerten von Umweltdaten auf globaler, nationaler und regionaler Ebene, die Stärkung von Institutionen zum Schutze der Umwelt, das Weitergeben von Wissen und die Entwicklung von politischen Instrumenten des Umweltschutzes. Die meisten der heute gültigen internationalen Umweltabkommen wurden mithilfe des UNEP entwickelt und sind heute eigenständig tätig. Der Fokus der UNEP liegt auf dem Klimawandel, den Trinkwasserproblemen, der Schädigung der Ozeane und Küsten, der Wüstenbildung und dem Artensterben.

UNEP wird von einem Governing Council (GC) gesteuert, in dem die Vertreter von 58 Staaten für je drei Jahre sitzen. Der GC tagt alle zwei Jahre, wobei auch Nichtmitglieder und nichtstaatliche Organisationen als Beobachter zugelassen sind.

Finanziert wird UNEP von Umweltfonds (Environment Fund), dem regulären Budget und zweckgebundenen Zuwendungen. Letztere nehmen den größten Posten in der Budgetplanung ein und werden von Staaten, internationalen Organisationen oder privaten Akteuren bereitgestellt. Das Gesamtbudget des UNEP betrug 2006/7 260 Millionen US-Dollar.

Das Sekretariat des UNEP befindet sich in Nairobi, Kenia. Es ist mit der Umsetzung der UNEP-Mandate vertraut und in sieben Abteilungen unterteilt: Frühwarnung und Erfassung, Umwelt-Umsetzung, Technologie, Industrie und Wirtschaft, regionale Zusammenarbeit, Umweltvölkerrecht und Öffentlichkeitsarbeit und Koordination der globalen Umweltfazilität. Zudem gibt es noch Regionalbüros, die die Belange von Afrika, Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika und Karibik, Nordamerika und Westasien abdecken sollen.

V

Die vorläufige Deckung besagt, dass der Versicherungsschutz schon vor dem Ausfertigen des Versicherungsvertrages besteht.

In der KFZ-Versicherung bedeutet dies, dass ein PKW durch die Nutzung der eVB-Nummer ab dem Moment der Zulassung auf dem Straßenverkehrsamt vorläufigen Versicherungsschutz genießt. Im Rahmen der KFZ-Versicherung besteht mit dem vorläufigen Versicherungsschutz seitens der Versicherung in der Regel nur die KFZ-Haftpflicht.

Laufzeit der vorläufigen Deckung

Die vorläufige Deckung beginnt im Bereich der KFZ-Versicherung ab Zulassung des versicherten Fahrzeugs und endet regelmäßig mit der Ausfertigung der Versicherungspolice.

Bei einem Fahrzeugwechsel muss die neue Versicherung über die Vorversicherung informiert werden, damit die aktuelle Schadenfreiheitsklasse sowie der Schadenverlauf an die neue Versicherung übermittelt werden können.

Die Schadenfreiheitsklasse sowie der Schadenverlauf sind notwendig, um den neuen Vertrag korrekt berechnen zu können. Je besser die Schadenfreiheitsklasse ist (durch unfallfreie Jahre als Versicherungsnehmer), desto günstiger ist in der Regel der Beitrag.

Die neue Versicherung über die Vorversicherung zu informieren beschleunigt oft viele Vorgänge und Prozesse, da nicht immer zwingend der Versicherungsnehmer zwischengeschaltet werden muss. Oft tauschen sich der neue Versicherer mit der Vorversicherung bei Unklarheiten bezüglich Schäden oder Einstufung der Schadenfreiheitsklasse direkt aus.

Informationen der Vorversicherung

In bestimmten Fällen kann die Vorversicherung die Auskunft an die neue Versicherung verweigern. Dies ist möglich, wenn beispielsweise der Vertrag ungekündigt besteht und somit kein Anlass besteht, die neue Versicherung über Daten zu informieren.

Das Kfz Versicherungsjahr ist der turnusmäßige Zeitraum, über den sich eine Versicherungsperiode erstreckt. Bei den meisten Versicherern entspricht das Versicherungsjahr dem Kalenderjahr.

Der Versicherungsnehmer ist eine Vertragspartei eines Versicherungsvertrages. Der Versicherungsnehmer ist u.a. zur Zahlung des Beitrages verpflichtet und hat Anspruch auf die Erbringung von Versicherungsleistungen.

Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer gegenüber bestimmte Pflichten und Rechte. Neben der Pflicht zur Zahlung der Prämien ist der Versicherungsnehmer z.B. auch verpflichtet, die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Obliegenheiten sicherzustellen.

Der Versicherungsnehmer ist im Gegenzug berechtigt, die Versicherungsleistung zu erhalten. Dieses Recht muss sich nicht auf eine direkte Leistung des Versicherers an den Versicherungsnehmer beziehen. Der Anspruch kann auch darin bestehen, von Forderungen Dritter entlastet zu werden wie z. B. in der Kfz Haftpflichtversicherung.

Kfz Versicherungsnehmer und versicherte Person müssen nicht identisch sein

Der Versicherungsnehmer ist häufig, aber nicht zwingend die versicherte Person. Auch die versicherte Person erhält den Versicherungsschutz. In der Kfz Haftpflichtversicherung ist z. B. der berechtigte Fahrer mitversicherte Person.

Der Versicherungsnehmer ist nicht zwingend der Beitragszahler, aber zur Zahlung der Beiträge verpflichtet. Übernimmt eine andere Person als der Versicherungsnehmer die Beitragszahlung und kommt diese Person dabei in Verzug, kann der Versicherer auf den Versicherungsnehmer als Beitragsschuldner zurückgreifen.

Nur der Versicherungsnehmer, aber nicht die versicherte Person kann vertragsrelevante Entscheidungen treffen und z. B. eine wirksame Kündigung aussprechen oder Änderungen am Vertrag wie z. B. einer Erhöhung oder Herabsetzung der Selbstbeteiligung vornehmen.

Jeder Versicherungsnehmer erhält nach dem Abschluss einer Versicherung eine Versicherungspolice. Bei einer Kfz-Versicherung handelt es sich um einen Kfz-Versicherungsschein. In der Police werden alle wichtigen Daten festgehalten, die sowohl für den Versicherungsnehmer als auch für die Versicherungsgesellschaft relevant sind. Alle Vereinbarungen und Daten rund um den Versicherungsschutz sind in der Police enthalten.

Inhalt der Versicherungspolice auf einem Blick

Jedes Fahrzeug muss mit der Inbetriebnahme versichert sein. Mindestens eine Haftpflichtversicherung muss vorhanden sein, damit das Fahrzeug auf der Zulassungsstelle angemeldet werden kann. Versicherungsnehmer erhalten eine Versicherungsnummer, die sie mit zur Zulassungsstelle nehmen müssen. Kurz nach der Anmeldung des Fahrzeugs erhält der Versicherungsnehmer den Kfz-Versicherungsschein von dem Versicherungsunternehmen. Auf dem Kfz-Versicherungsschein sind unter anderem folgende Daten enthalten:

• Beginn des Versicherungsvertrags
• Alle wichtigen Fahrzeugdaten wie Schlüsselnummer
• Abgeschlossener Versicherungsschutz
• SF-Klasse
• Beitrag
• Zahlungsmethode

Der Kfz-Versicherungsschein (Police) ist der Nachweise für den Versicherungsnehmer über den im Vorfeld vereinbarten Versicherungsschutz im Schadenfall. Fahrzeughalter können auswählen, ob sie lediglich eine Kfz-Haftpflichtversicherung wünschen oder ob es ein umfangreicher Schutz mit Teil- oder Vollkasko werden soll. Ebenfalls wird auf dem Kfz-Versicherungsschein aufgeführt, welche Selbstbeteiligung abgeschlossen wurde, die im Schadensfall zu bezahlen ist

Ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) ist eine Sammlung von Richtlinien oder Regelungen, die sich Unternehmen im Rahmen einer freiwilligen Selbstbindung selbst auferlegen. Die darin formulierten Anweisungen dienen als grundlegende Handlungsorientierung für Mitarbeiter, um erwünschtes Verhalten zu fördern und unerwünschte Handlungen zu vermeiden. Ein solches Regelwerk kann vielerlei Themenbereiche abdecken, von Korruption über den Umgang mit Kunden, externen Mitarbeitern oder Zulieferern bis hin zu Arbeitszeitregelungen. Die Differenzierung und Detaillierung kann dabei sehr unterschiedlich sein.

Ein Code of Conduct wird in Konzernen in der Compliance oder der Corporate Governance implementiert. Mitarbeiter werden angehalten, dem Verhaltenskodex zu folgen und die Grundsätze zu beherzigen. Oft werden die Richtlinien vom Aufsichtsrat beschlossen oder kontrolliert. Ein solcher Verhaltenskodex thematisiert oft ein Verhalten, das ein Geschäftspartner oder Investor als erstrebenswert ansieht und das sich somit für den Konzern als vorteilhaft erweisen soll.

Neben einer Vielzahl von individuellen Kodizes, die besonders große Unternehmen für Mitarbeiter und Management führen, gibt es auch branchenbezogene Kodizes, wie zum Beispiel den Deutschen Corporate Governance Kodex für börsennotierte Aktiengesellschaften. Er regelt das Agieren von Mitgliedern von Aktiengesellschaften. So definiert er Werte und Regeln, die beispielsweise für mehr Transparenz sorgen oder die Interessen der Geschäftspartner (Stakeholder) im Konzern besser wahren sollen.

Der VfU (Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten) ist ein Netzwerk aus Finanzdienstleistern. Es erarbeitet Themen des nachhaltigen Managements mit besonderem Blick auf den Sektor der Finanzdienstleister.

Der Verein wurde 1994 als Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen gegründet, er ist das erste branchenspezifische Organ für Umweltmanagement in der Finanzbranche. Der VfU bietet den Mitgliedern einen Raum zur offenen Kommunikation und zum Austausch über branchenspezifische Themen der Corporate Social Responsibility. In diesem Sinne wurde 1996 der Leitfaden „Umweltberichterstattung von Finanzdienstleistern“ veröffentlicht, um die Integration von Nachhaltigkeit in den Finanzsektor zu unterstützen.

Die Arbeit des VfU konzentriert sich auf vier Schwerpunkte: Das Thema Transparenz und Berichterstattung ist essenziell, da es sich dabei um wichtige Handlungsfelder für ein nachhaltiges Management von Finanzunternehmen handelt. Die nachhaltige Unternehmensführung, -politik und -steuerung ist mit Compliance und Corporate Social Responsibility (CSR) verschränkt. Dabei geht es um die Verantwortung von Unternehmen für ihr geschäftliches Handeln. CSR bezeichnet dagegen den Teil der Verantwortungsübernahme von Unternehmen unter Berücksichtigung von eher freiwillig zu befolgenden Vorgaben und Selbstverpflichtungen. Der dritte Schwerpunkt, Nachhaltigkeit im Kerngeschäft von Banken und Versicherungen, bedeutet, soziale, ökologische und ökonomische Aspekte in ihren Wechselwirkungen zu betrachten und bei unternehmerischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Finanzwirtschaft und Klimawandel, der vierte Schwerpunkt, befasst sich mit den Risiken und Chancen von Finanzinstituten im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Dekarbonisierung.

Der VfU erhält auch international Aufmerksamkeit, seit 2004 besteht eine Kooperation mit der UNEP FI (United Nations Environmental Programm Finance Initiative), einer Partnerschaft aus dem Umweltprogramm der UN und dem Finanzsektor. Aus dieser Zusammenarbeit geht der jährlich stattfindende UNEP FI / VfU Roundtable hervor.

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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat alle Fahrzeuge in Gruppen eingeteilt, die auch als Wagnisklassen bezeichnet werden.

Beispielsweise ist ein Fahrzeug mit Versicherungskennzeichen (PKW) mit der Wagniskennziffer 005 behaftet, ein Leichtkraftroller bis 80 ccm mit der 012 und ein Wohnmobil mit der 127.

Einfluss der Wagniskennziffer in der KFZ-Versicherung

Die Versicherungen melden jährlich alle Schäden zu den verschiedenen Wagniskennziffern an die GDV. Unter anderem entstehen daraus Statistiken, welche die Versicherungen wiederum für die Berechnung der Beitragsprämien nutzen können.

Seit 2012 ist es möglich zwei Fahrzeuge der gleichen Fahrzeug-Kategorie mit nur einem Kennzeichen zu nutzen. Ein Wechselkennzeichen für PKW und Motorrad zusammen wäre demnach nicht möglich, die Kombination aus Limousine und Cabrio hingegen schon.

Im Straßenverkehr genutzt werden darf dabei immer nur das Fahrzeug, auf welchem das Kennzeichen angebracht ist. Das Fahrzeug ohne Kennzeichen muss sich in dieser Zeit auf einem privaten Grundstück befinden.

Wechselkennzeichen in der Praxis

Das Wechselkennzeichen besteht aus zwei Teilen. Ein Teil bleibt fest an jedem Fahrzeug, der zweite Teil wird der Nutzung entsprechend auf das gewählte Fahrzeug montiert. Nur auf dem austauschbaren Teil sind die Plaketten zu finden.

Die Fahrzeuge mit dem Wechselkennzeichen können dabei unterschiedlich versichert werden. Beispielsweise PKW A mit Vollkasko, PKW B nur mit einer Teilkasko.

Wechselkennzeichen Kosten

Eine Kostenersparnis kann oft durch Rabatte im Bereich der KFZ-Versicherung auftreten, so dass sich ein Wechselkennzeichen in diesem Sinne lohnen kann.

Besteuert werden jedoch beide Fahrzeuge und (je nach Region) können Wechselkennzeichen teurer sein als eine normale Zulassung.

Für wen lohnen sich Wechselkennzeichen?

Wechselkennzeichen lohnen sich nur für Personen, die zwei Fahrzeuge besitzen, diese aber nie parallel nutzen (beispielsweise ein Alltagsfahrzeug und ein Cabrio für Schönwetter-Tage).

Sobald zwei Fahrzeuge parallel zum Einsatz kommen (beispielsweise bei Familien oder Paaren), sind Wechselkennzeichen wenig sinnvoll.

Das Widerrufsrecht laut § 8 des Versicherungsvertragsgesetzes besagt, dass ein Versicherungsnehmer einen Versicherungsvertrag in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen kann. Dieses Widerrufsrecht gilt ohne Angabe von Gründen.

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Es gibt viele Gründe, die für ein zweites Fahrzeug zusätzlich zum Erstwagen sprechen. Viele nutzen die Zweitwagenregelung zum Beispiel, um ein Saisonfahrzeug zu fahren. Als solches versteht man ein Kraftfahrzeug, welches nur saisonal genutzt wird und über spezielle Kennzeichen verfügt. Dies kann beispielsweise ein Cabrio oder ein Wohnwagen sein der nur im Sommer regelmäßig genutzt wird.

Für wen sich die Zweitwagenregelung wirklich lohnt

Oft wird die Zweitwagenregelung allerdings nicht für den Eigennutzen in Anspruch genommen, sondern für die eigenen Kinder. Auch wenn das Auto durch ein Elternteil versichert ist, kann das Kind dennoch als Halter angegeben werden. Bei der Kraftfahrzeugsteuer werden keine Extraabgaben für Fahranfänger fällig.