Klärung der steuerlichen Ansässigkeit im Ausland – wichtige Information zu FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) und CRS (Common Reporting Standards)

Eine Reihe von Staaten, einschließlich Deutschland, möchte die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung wirksamer bekämpfen. Daher müssen deutsche Versicherer im Fall bestimmter Lebensversicherungsverträge prüfen, ob der Versicherungsnehmer bzw. der unwiderruflich Bezugsberechtigte oder ein sonstiger Zahlungsempfänger im Ausland steuerlich ansässig ist. Bei bestimmten Rechtsträgern ist zusätzlich zu prüfen, ob diese von natürlichen Personen beherrscht werden, die im Ausland steuerlich ansässig sind.

Meldepflicht der Versicherer

Im Fall der steuerlichen Ansässigkeit im Ausland muss der Versicherer bestimmte Informationen über die betreffende Person und die Versicherungsverträge an das Bundeszentralamt für Steuern melden. Das Bundeszentralamt für Steuern leitet diese Informationen an die jeweiligen ausländischen Finanzbehörden weiter.

Inwiefern ist das Firmenkunden-Lebensversicherungsgeschäft betroffen?

Grundsätzlich ist die betriebliche Altersversorgung (bAV) von FATCA ausgenommen.

Betroffen von der vorbeschriebenen Informationsabfrage sind allerdings folgende Finanzierungsinstrumente:

  • Rückdeckungsversicherungen für Direktzusagen,
  • Rückdeckungsversicherungen für Zeitwertkontenverträge und Altersteilzeitmodelle,
  • Firmenversicherungen und
  • Firmengestütztes Belegschaftsgeschäft (betrieblich organisiert).

Zudem sind Unterstützungskassen (nicht jedoch die Trägerunternehmen) zu identifizieren.

Von der Identifizierungspflicht ausgenommen sind reine Risikoabsicherungen.

Soweit Ihr Vertrag betroffen ist, haben Sie Post erhalten mit der Bitte um Rückantwort (Selbstidentifizierung) innerhalb von 14 Tagen an uns:

Generali Lebensversicherung AG
z.Hd. Frau Hannah Katharina Rink
KompetenzCenter bAV
Oeder Weg 151
60318 Frankfurt a.M.

Informationen zu FATCA und CRS - PDF